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Bike-OL-WM: Gold für Christine Schaffner auf der Langdistanz Drucken E-Mail
Nun hat es doch noch geklappt mit einer Goldmedaille für Christine Schaffner. Über die Langdistanz war sie klar die stärkste Fahrerin. Nur die Russin Ksenia Chernykh konnte einigermassen mithalten. Freuen durfte sich auch Maja Rothweiler, die sich mit Rang 5 ihr erstes WM-Diplom sicherte.

"Jetzt bin ich vor allem richtig müde", meinte die Siegerin nach nicht ganz zwei Stunden hartem Rennen lachend im Ziel. Müde zwar aber auch glücklich, dass es nun doch noch geklappt hat mit einem Goldgewinn. Im Sprint hatte sie diesen noch um zwei Sekunden verpasst. Diesmal war schon bei der ersten Zwischenzeit klar, dass der Sieg nur über sie führen konnte. "Ich hatte heute keine grossen Fehler. Man musste einfach fahren", so Christine Schaffner weiter, die nach der Zieleinfahrt schon wusste, dass es für den Sieg reichen wird. Nach ihr kam nur noch die Russin Ksenia Chernyk bis auf zweieinhalb Minuten heran.

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Christine Schaffner fuhr heute allen davon.
Schon zehn Minuten auf Christine verlor Maja Rothweiler als Fünfte. Diese war nach ihrem Rennen überglücklich über ihren ersten Diplomgewinn in einem Einzelrennen. "Christine hat mich schon früh eingeholt, aber sonst hatte ich ein gutes Rennen", berichtete die 25-Jährige.

Weiterhin ohne Medaille bleiben die Männer. Über die Langdistanz gelang kein Exploit. Beat Schaffner klassierte sich als bester Schweizer auf Rang 12, Beat Oklé erreichte Rang 14. "Heute wäre mehr dringelegen", sagte Beat Schaffner nach seinem Lauf. "Ich hatte ein paar Fehler drin."

Die Athleten fanden ein würdiges Langdistanzrennen vor. Hügelig und mit vielen Routenwahlen führte der ruppige Kurs häufig über überwachsenes Gelände und über Steine. Auch ein Bach musste an einer Stelle durchquert werden und kurz vor dem Ziel wartete noch ein steiler Downhill auf die Biker.

Ein Downhill gab schon in der Qualifikation zu reden, als eine Tschechin schwer stürzte. Sie wird wahrscheinlich nie mehr gehen können. Klar, dass da im Finaldurchgang viele die Sicherheit im Hinterkopf hatten auf der letzten Abfahrt. "Mir war es lieber nichts zu riskieren und dafür gesund und heil unten anzukommen", meinte etwa Christine Schaffner.

Die Weltmeisterschaften werden morgen Samstag mit dem Staffelbewerb abgeschlossen. Da ist ein Schweizer Medaillengewinn bei optimalem Rennverlauf sowohl bei den Frauen wie bei den Männern möglich. (pin)

Resultate Langdistanz Final
Männer (38,1 km/1250 m/17 Posten): 1. Anton Foliforov (Rus) 1:53:02. 2. Adrian Jackson (Aus) 2:03 zurück. 3. Erik Skovgaard Knudsen (Dä) 3:01. 4. Jiri Hradil (Tsch) 5:38. 5. Lasse Brun Pedersen (Dä) 6:16. 6. Clement Souvray (Fr) 7:02. 7. Davide Machado (Por) 7:25. 8. Luca Dallavalle (It) 7:31. 9. Maxim Zhurkin (Rus) 7:35. 10. Ruslan Gritsan (Rus) 8:07. Ferner: 12. Beat Schaffner (Schliern b. Köniz) 8:22. 14. Beat Oklé (Winterthur) 8:55. 20. Simon Seger (Zürich) 12:49. 28. Rolf Wermelinger (Zollikofen) 15:20. 31. Jonas Wicky (Tafers) 20:30. 44. Urs Dauwalder (Baden) 25:25.
Frauen (30,2/935/16): 1. Christine Schaffner (Schliern b. Köniz) 1:54:05. 2. Ksenia Chernykh (Rus) 2:37. 3. Marika Hara (Fin) 7:08. 4. Rikke Kornvig (Dä) 7:57. 5. Maja Rothweiler (Moosseedorf) 10:04. 6. Michaela Gigon (Ö) 10:31. 7. Anna Kaminska (Pol) und Hana La Carbonara (Tsch), je 11:31. 9. Sonja Zinkl (Ö) 12:24. 10. Ramune Arlauskiene (Lit) 12:31. Ferner: 27. Ursina Jäggi (Zofingen) 23:36. 29. Corinne Hess (Münchenbuchsee) 25:42. 31. Claudia Hünig (Murten) 27:22.

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(16.07.2010)
 

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