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Delegiertenversammlung von Swiss Orienteering schliesst OLG Zürichberg aus Version imprimable Suggérer par mail
Die Delegiertenversammlung von Swiss Orienteering in Langenthal hat mit deutlicher Mehrheit entschieden, den Verein OLG Zürichberg auszuschliessen und Massnahmen gegen die Aktivitäten von dessen Vertreter zu ergreifen.

Nach einer gut einstündigen, sachlich geführten Debatte resultierten zwei unerwartet klare Mehrheitsentscheide. Bei 147 vertretenen Stimmen kam mit 120 Ja eine sehr klare Haltung bezüglich des Ausschlusses der OLG Zürichberg zustande. Der zweite Antrag, wonach die Handlungsfreiheit von Thomas Scholl in OL-Angelegenheiten einzuschränken sei, fand mit 96 Ja zu 43 Nein ebenfalls eine klare Zustimmung. Der Zentralvorstand erhielt damit den Auftrag, entsprechende Massnahmen zu definieren und umzusetzen.

Mit diesen, in der 30-jährigen Geschichte von Swiss Orienteering einmaligen Entscheiden reagierte die diesjährige DV auf die langjährigen Auseinandersetzungen, in denen Scholl stets als legitimer Vertreter des Klubs OLG Zürichberg auftrat, einem Klub, hinter dessen Existenz sich mittlerweile aber einige Fragezeichen auftaten.

Aufgrund der von der OLG Stäfa eingebrachten Anträge - dies als Folge eines zivilrechtlichen Verfahrens mit deren ehemaligen Mitglied Scholl - hatte die Verbandsführung die Situation um dessen Verein und Scholls Wirken im Verband genau untersucht. Dass innerhalb von 20 Jahren nur zwei Rekursfälle nicht von der OLG Zürichberg/Thomas Scholl stammten, ist ein Beispiel aus einer Menge an Vorfällen, mit denen die Verbandsinstanzen während Jahren überstrapaziert wurden.

Während die Verbandsführung beide Anträge zur Annahme empfahl, äusserten verschiedene Votanten Bedenken, sei es auch rechtlichen Gründen, sei es wegen dem Verbandsimage oder weil man grundsätzlich daran zweifelte, damit die langwierigen Querelen beseitigen zu können. Dass die Abgeordneten letztlich mit dv10a.jpgklarer Mehrheit den Anträgen der OLG Stäfa und der Meinung des Zentralvorstandes folgten, war ein deutliches Zeichen für die allgemeine Haltung, dass man bei Swiss Orienteering künftig nicht mehr Ressourcen für Rekurse und andere, unnötige Rechtshändel einsetzen will.
 
Ausgeglichenes Budget 2010

Neben diesem aussergewöhnlichen Traktandum konnten die Delegierten auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Einem Verlust in der Jahresrechnung 2009 von rund 40'000 Franken, bei einem budgetierten Ausgabenüberschuss von rund 45'000 Franken, steht ein Budget 2010 mit einem geringfügigen Mehrertrag gegenüber.

Keine Diskussion gab es betreffend der Namensänderung von Bike-O in Bike-OL, die vor allem gegen aussen eine bessere Verständlichkeit dieser Bezeichnung bringt.

Drei neue Ehrenmitglieder
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Vizepräsident Hansruedi Waser mit Kilian Imhof, Brigitte Wolf und Josef Bächler

Der ehemalige Damen-Nationaltrainer und J+S-Verantwortliche Kilian Imhof (Balterswil), die frühere Spitzenläuferin und bisherige Leistungssport-Medienverantwortliche Brigitte Wolf (Bitsch) sowie der langjährige OL-Funktionär Josef Bächler (Giffers) wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Dazu konnten sieben OL-Bäume als Dankeschön für besondere Leistungen vergeben werden: Roland Eggspühler (ehemaliger Redaktor Swiss Orienteering Magazine), Sven Moosberger (ehemaliger Junioren-Cheftrainer), Max Müller (sCOOL-Sekretariat), Urs Tschamper (sCOOL Tour de Suisse), Max Gosteli (Vertreter Sponsor Farmer in sCOOL und für Jahrespunkteliste), Daniele Graber (Mitarbeit Kommission OL und Umwelt) und Bea Arn (Engagement sCOOL im Tessin).

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Drei Empfänger eines OL-Baums: Sven Moosberger, Max Müller und Roland Eggspühler
Brigitte Grüniger Huber als OK-Chefin des PostFinance Sprint und Bruno Girschweiler als Vertreter des Zürcher OL durften gemeinsam eine grün-weisse Postenflagge für den Prix Eco OL 2009 entgegennehmen.

Drei neue Mitgliedsvereine

Mit "impOLs", "Swiss O Week 2009 Muotatal" und "OLG Nexis-Fibers" mussten drei Austritte von Mitgliedsvereinen zur Kenntnis genommen werden. Von der DV bestätigt wurden im Gegenzug die Neuaufnahmen der drei Vereine "Simone's Gold Sprint", "O-Motion" und "Swiss O Week 2011 Flims-Laax". Swiss Orienteering zählt damit weiterhin 91 Vereine in 11 Regionalverbänden. Zwei Drittel der Klubs waren an der diesjährigen Delegiertenversammlung vertreten.

Grussadressen von Kanton und Stadt

Zu Beginn der Versammlung richteten zwei Behördenvertreter ihre Grussadressen an die OL-Läufer aus der ganzen Schweiz. Hans-Jürg Käser sprach als Regierungspräsident im Namen des Kantons Bern, Gemeinderätin Paula Schaub als Vertreterin der Stadt Langenthal. (Text und Bild Nicolas Russi)
(06-03-2010)
 

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