Den ersten Wintertag des Winters 2017/2018 haben die meisten Orientierungsläufer diesen Sonntag auf der Rigi erlebt. Die kühlen Temperaturen und der stellenweise bissige Wind machten den 9. Nationalen zusammen mit den feinen Postenstandorten und den zahlreichen Höhenmetern zu einem echten Härtetest. 

Rigi 2
Bereits der Weg zum Startpunkt hatte es in sich.

Kurzzeitiger Schneefall und Nebel erschwerten die Aufgabe weiter und es fiel nicht leicht, sich genügend Zeit zu nehmen um die anspruchsvollen Routenwahlen genau zu studieren. Trotz dem garstigen Wetter beeindruckte die positive Stimmung im Ziel und im grosszügigen Event-Zelt auf Rigi Staffel, welches als Wettkampfzentrum diente.  Vonseiten der Veranstalter erwies sich die Flexibilität und Hilfsbereitschaft der Rigi-Bahnen als besonders wertvoll. Diese erklärten sich spontan dazu bereit, einen Shuttle-Transport zum Start einzurichten, damit die Teilnehmer einige Minuten länger in der Wärme bleiben konnten.

Für die Überraschung des Tages sorgte aber nicht das Wetter sondern Ueli Werren aus Riedstätt. Der 23-jährige Berner setzte sich in der Herren Elite-Kategorie deutlich durch und erlief sich auf der verkürzten Langdistanz einen Vorsprung von 3:48 min gegenüber dem mehrfachen Junioren-Weltmeister Joey Hadorn. Der aufstrebende Werren krönte so seine Saison, in deren Verlauf er immer stärker wurde. Das voralpine Gelände zwischen Rigi Kulm und Rigi Staffel mit sich abwechselnden grob- und feinstrukturierten Gebieten sowie die teilweise steilen Auf- und Abstiege schienen wie auf Werren zugeschnitten. Hinter Werren und Hadorn belegte Simon Hodler von der OLG KTV Altdorf den dritten Rang.

Rigi 2
Lange Routenwahlen prägten den Lauf.

Bei den Damen hiess die Siegerin gleich wie am Vortag: Sabine Hauswirth feierte mit dem Sieg über die Langdistanz ihr Rigi-Double. Ähnlich wie am Samstag zeichnete sich auch der Rennverlauf. Mit einem extrem starken Schlussteil überflügelte die30-jährige Bernerin die schliesslich Zweitklassierte Simone Niggli. Niggli musste ihre anfängliche Führung nach einem Zeitverlust im Mitteilteil bereits einmal an Hauswirth abgeben, profitierte dann ihrerseits von zwei kleineren Fehlern von Hauswirth. Dritte wurde die Zürcherin Paula Gross, welche den dritten Rang vom 1. Posten bis ins Ziel behauptete. 

Resultate

HE ( 9.0 km, 535 m, 25 Po.): 1. Ueli Werren (Riedstätt) 1:04:58. 2. Joey Hadorn (Fahrni b. Thun) 1:08:46. 3. Simon Hodler (Haldi) 1:09:10. 4. Pascal Buchs (Les Hauts-Geneveys) 1:09:25. 5. Noah Zbinden (Münchenstein) 1:10:04. 6. Alain Denzler (Truttikon) 1:10:52
DE ( 6.5 km, 380 m, 15 Po.): 1. Sabine Hauswirth (Kirchenthurnen) 55:16. 2. Simone Niggli (Münsingen) 55:54. 3. Paula Gross (Richterswil) 1:00:14. 4. Martina Ruch (Eggiwil) 1:02:16. 5. Julia Gross (Zürich) 1:02:50. 6. Silje Ekroll Jahren (Bern) 1:03:22
H20 ( 9.0 km, 535 m, 25 Po.): 1. Florian Attinger (Adliswil) 1:13:11. 2. Silvan Ullmann (Nidau) 1:15:24. 3. Adrian Köpfli (Wolhusen) 1:16:50. 4. Timo Suter (Baden-Rütihof) 1:16:56. 5. Nicolas Müller (Thun) 1:17:11. 6. Mathias Blaise (Lentigny) 1:18:39.
D20 ( 6.5 km, 380 m, 15 Po.): 1. Simona Aebersold (Brügg BE) 57:15. 2. Valerie Aebischer (Schmitten FR) 59:11. 3. Sofie Bachmann (Reigoldswil) 1:02:42. 4. Katrin Müller (Beinwil am See) 1:02:45. 5. Tanja Haefeli (Huttwil) 1:08:29. 6. Mara Brügger (Hünibach) 1:10:29. 

(Text: OLG Goldau | Fotos: OLG Goldau)

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