Ultra-Langdistanz?

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3 Monate 1 Woche her #2501 von Christoph Salzmann
Guten Tag liebe OL Community

Gerne gelange ich mit einer Frage/Anregung an euch:

Bräuchte die Schweiz nicht mindestens einen nationalen Langdistanz-Event jedes zweite Jahr?

Die Nordländer sind uns hier eine bis zwei Nasenlängen voraus. Dies macht sich dann jeweils zumindest teilweise auch bei den entsprechenden internationalen Wettkämpfen bemerkbar. Gerade lange, herausfordernde Routenwahlen (auch physisch) sind eher Mangelware im schweizerischen OL-Betrieb.
Unsere Top-LäuferInnen schliessen diese Lücke für sich persönlich, wie z.B. nachzulesen auf der Internetseite von Matthias Kyburz.
Doch unsere Zukunft, die Jungen, sind sich heute kaum noch richtig lange Bahnen/Routenwahlen gewöhnt. Ich sehe hier eine Lücke in der Nachwuchsförderung.
Vielleicht ist es nicht gerade Mode, der Trend zu kurzen Vielposten-OLs hält an, doch um international vorne mitlaufen zu können, ist dies eine ganz wichtige Kompetenz, welche nicht vernachlässigt werden darf.

Leider musste der geplante nat. Langdistanz-OL durch die Pandemie zweimal verhindert. Schade. 
Ich würde ähnliche Projekte in verschiedener Hinsicht sehr begrüssen.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

OL-Gruss aus der Winterpause

Christoph

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3 Monate 1 Woche her #2502 von Julian Bleiker
Hoi Christoph

Die Aussage, das solche Ultra-Langdistanz-Läufe ganz ausgestorben sind, kann ich nicht unterstützen. Auf nationaler Ebene vielleicht - in kleinerer Form gibt es aber durchaus Möglichkeiten, sich lange genug im Wald zu vertun. Auf die Schnelle empfehlen kann ich dir...

...den Swiss Billygoat OL, diesen Winter am 22. Januar 2024 (siehe auch SOLV-Terminliste)
...oder die Regiomila, diesen Winter am 18. Februar 2024 (siehe www.olregiowil.ch -> Termine -> Anlässe/Wettkämpfe).

In anderen Regionen gibt es ja sicher ebenfalls "Geheimtipps", die sich empfehlen lassen!

Einige Zusatzüberlegungen zur Anregung [persönliche Meinung...]:
  • Ein solcher nationaler Ultra-Langstrecken-OL wird wohl keine 4-stellige Teilnehmerzahl anziehen. Ob dann der Tag extra für die vielleicht 800 TN freigehalten werden soll, mindestens diskussionswürdig... Schliesslich erreichen manche regionale OL auch deren 600 TN. Und mindestens einen zweiten Nationalen wirst du kaum am zweiten Tag des Wochenendes organisieren können (physische Belastung einer solch langen Distanz).
  • Sobald's nur schon ein regionaler OL wird, bei nationalen OL erst recht brauchst du eine geeignete Infrastruktur für das Drumherum und erreichbar per ÖV (und MIV) sollte sie auch sein. Des Öfteren findet sich diese leider nicht gerade in der Nachbarschaft von grossen Waldgebieten. Kein Ausschlusskriterium, aber dann brauchts entweder Bustransport oder mind. 1 Festzelt etc. (obacht, Organisation wird komplizierter...). Das es in kleinerer Form deutlich einfacher geht, zeigen u.a. die beiden oben aufgeführten Anlässe!
  • Thema Bewilligungen: Für was nationales, auch die allermeisten regionalen Anlässe braucht es eine Bewilligung. Je mehr Wald benötigt wird, desto eher sind (in verschiedener Form) geschützte Flächen darunter, diverse Parteien involviert und die Belastung der Waldtiere grossflächiger. Auch kein Ausschlusskriterium, aber.... Dass die Belastung pro Fläche und den verschiedenen Laufkorridoren damit eher kleiner würde und die OL-Läufer während dem Anlass evtl. kaum mehr zu sehen sind, erschliesst sich manchen Organisationen nicht immer... [eigene Erfahrungen].
  • Ob es aus Sicht der Trainingslehre solche Anlässe wirklich benötigt, stelle ich mal in Frage. Matthias Kyburz hat das ja sehr spezifisch für das Ziel Langdistanz-WM-Gold ins Training eingebaut, M. K. ist am Schluss aber nur einer von vielen TN. Eine lange, intensive Belastung braucht immer auch genügend Erholung, ob ein Ultra-Langstrecken-OL dann über 3-4 Wochen gesehen einen Mehrwert bringt, da gehen die Meinungen wohl auseinander. Ausdauer kannst du auch mit Longjoggs mit und ohne OL-Karte trainieren, Routenwahlen wäre noch eine Fähigkeit von wenigen, die sich (einigermassen) zuhause am PC trainieren lassen, Stichwort "Route to Christmas" von WorldOfO.com...
Aber insgesamt lohnt es sich sicherlich, auch als Veranstalter einen Lauf als Ultra-Langdistanz zu konzipieren und die paar Zusatzlasten zu schultern. Das Teilnehmerfeld wird es danken, ob es die genau gleichen TN sind wie an einem Sprint, bezweifle ich mal.

Sportliche Grüsse
Julian

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3 Monate 1 Woche her #2503 von Markus Weber
Meine persönliche Meinung:
Lieber im März einen Nationalen Ultra-Langdistanz wie eine TOMILA, als einen Sonntag mit einen Nationalen Sprint zu belegen, zu einer Zeit in der Wald-OL möglich ist und so einen Sonntag "zu verschenken" obwohl bereits heute in den Regionen z.T. zu wenig Termine für Wald-OL zur Verfügung stehen, rund um die - sicher nicht einfache - nationale Saisonplanung.
Das gleiche für die NOM im Herbst, wenn dann im Vorfeld keine Termine für regionale Nacht-OLs zur Verfügung stehen. 
Sportliche Grüsse
Markus Weber

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2 Monate 3 Wochen her #2505 von Gabriel Gysel
Lieber Christoph
bevor wir über einen Ultralangdistanz Nationalen diskutieren, müssen wir zuerst den nationalen Langdistanz-OL retten: 
2024: 1 x Nat / LOM
2025: 1 x Nat / LOM
Liebe OL Schweiz, lasst diese Disziplin nicht sterben, was auch immer die Gründe sind, einen Mitteldistanz-OL durchzuführen.
Gutes Wintertraining mit vielen Long-Joggs ;) wünscht, Gabriel 
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