Dieses Wochenende fanden mit den Schweizermeisterschaften in der Langdistanz in Winterthur und dem 9. Argus OBikers Bike-OL in Seon die beiden letzten Wettkämpfe der diesjährigen, mit gesamthaft drei Läufen sehr kurzen Bike-OL Saison, statt. Dass mit Simon Brändli der meistgenannte Favorit nach dem Saisonauftakt in Biberist auch bei beiden Rennen des Saisonabschlusses obenauf schwang, unterstreicht seine momentane Vormachtsstellung im Bike-OL. Allerdings sind ihm die jungen Wilden dicht auf den Fersen.

Die Schweizermeisterschaften in der Langdistanz auf der Karte Neuburg in Winterthur-Wülflingen waren fest in der Hand der "Brändli Brothers". So amtete mit Lokalmatador Simon Brändli der älteste der Brüder als Laufleiter, Adrian Brändli übernahm zum ersten Mal die Bahnlegung, Claudio schaute dem Rookie als Bahnkontrolleur auf die Finger und war für die Festbeiz verantwortlich und last but not least absolvierte Dominik, der jüngste des Brüderquartetts, bei den HAK seinen ersten Bike-OL überhaupt (und erreichte dabei den respektablen zweiten Rang).

Brändli Brothers
Gelungene Organisation der
"Brändli Brothers"
Siegerehrung
Coronakonforme Siegerehrung
Siegerehrung
Podest der DE

Hierarchie bleibt bestehen
Dabei gelang Adrian sein Debut als Bahnleger sehr gut, legte er doch im für den Bike-OL idealen Gelände der Karte Neuburg interessante und herausfordernde Bahnen mit kniffligen Routenwahlproblemen. Laufleiter Simon Brändli, welcher als Favorit bei den Herren Elite gehandelt wurde, musste seinem doppelten Engagement zu Beginn ein wenig Tribut zahlen: durch die Mehrfachbelastung fehlte ihm zu Beginn des Laufes ein wenig die sonst übliche Konzentration und er hatte Mühe, ideal in den Lauf zu finden. Durch seine Routine bekam er die anfänglichen Unsicherheiten aber gut in den Griff und konnte sich letztendlich mit über drei Minuten Vorsprung auf Adrian Jäggi (Lohn-Ammannsegg) doch recht deutlich durchsetzen. Jäggi anerkannte dabei neidlos die momentane Stärke von Brändli, sieht aber seine Entwicklung als fortlaufenden Prozess und hofft, seinem Konkurrenten eines Tages überflügeln zu können. Mit Silas Hotz aus Schafisheim erreicht der Aufsteiger der beiden letzten Jahre, den dritten Rang. Sein Rückstand war mit neun Minuten allerdings schon beträchtlich. Damit wiederholte sich das Podest des Biberister-Bike-OLs von Ende Juni, nicht nur hinsichtlich der Reihenfolge, auch die Rückstände beliefen sich im gleichen Rahmen.

Bei den Damen konnte sich in Abwesenheit der eigentlichen Favoritin Maja Rothweiler (welche aufgrund ihrer Rekonvaleszenz nach einem Sturz bei den DAK an den Start ging) die ehemalige Kaderfahrerin Ursina Jäggi (Brittnau) vor der Nationaltrainerin Christine Schaffner aus Innerberg und der Suhrerin Jasmin Schwammberger durchsetzen.

Revanche im aargauischen Seon
Tags darauf fand sich die Bike-OL Szene im Aargauischen Seon wieder, wo mit dem 9. Argus OBikers Bike-OL der nächste Leckerbissen auf dem Programm stand. Wie gewohnt holte der routinierte Bahnleger René Hitz dabei wieder alles aus dem Laufgebiet (Liebegg) heraus und zauberte Bahnen in den Wald, welche die Fahrer sowohl mental wie physisch stark forderten. Dass dabei die Rangliste bei den Herren wiederum Simon Brändli vor Adrian Jäggi und Silas Hotz (welcher hier im Aargau als Lokalmatador antrat) zeigte, vermochte nach dem bisherigen Verlauf der Saison niemanden erstaunen. Allerdings waren die Rückstände im Vergleich zum Vortag um einiges geringer, trennten doch die ersten drei nur rund 30 respektive 90 Sekunden. Die jungen Wilden scheinen also ihre Ankündigung wahr zu machen und sind dem Dominator der diesjährigen Saison auf den Fersen.

Bei den Damen konnte sich wie am Vortag Ursina Jäggi vor Christine Schaffner durchsetzen. Auf dem dritten Rang landete Ariana Arpagaus (Castagnola).

Komplette Resultate Samstag und Sonntag

RouteGadget Samstag und Sonntag

(Text und Bilder: Thomas Bossi)
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