Noah Rieder
Zwei stolze Medaillengewinner. Die Freude ist auch mit
Maske spür- und sichtbar. Noah Rieder (Bronze M20) und
Simon Brändli (Silber M21)
Noah Rieder
Brändli beim Interview: glücklich über seine eigene Leistung
vergibt er auch an den Bahnleger die glatte Note 6.


Nach Noah Rieder (siehe Bericht) setzte rund drei Stunden später auch der Winterthurer Simon Brändli einen Glanzpunkt an den Bike-OL Weltmeisterschaften in Finnland und sicherte sich im Sprint die Silbermedaille bei der Elite.

Die Fahrer hatten den O-technisch schwierigen Sprint vor allem im Wald mit einer letzten Schlaufe in einem Quartier von Seinäjoki zu absolvieren. Wie schon gestern im Massenstartrennen zeichnete sich das Gelände durch ein dichtes Wegnetz aus, wobei die kleineren Trails fahrtechnisch schwierig zu befahren und entsprechend langsam waren.

Brändli hatte nur zu Beginn eine Schrecksekunde wegen eines nicht eingezeichneten Weges zu überstehen. Ansonsten konnte er sein zu Anfang gefasstes Konzept, nämlich die Karte präszise zu lesen und das Tempo anzupassen, nahezu perfekt umsetzen. Er war auf der Karte immer einen Schritt voraus und damit stets bestens vorbereitet. Wie er auch im Interview bestätigte, gelang ihm ein sehr guter Lauf, der verdientermassen mit der Silbermedaille belohnt wurde. Allerdings musste Brändli auch neidlos anerkennen, dass heute gegen den überlegenen Tschechen Krystof Bogar kein Kraut gewachsen war.

Adrian Jäggi hingegen hatte anfangs etwas Mühe, auf die Karte zu kommen und es mangelte ihm ein wenig an der nötigen Konzentration. Durch einen, wie er es nannte, Blackout zu Posten 5 verlor er rund eine Minute auf die Bestzeit. In der Folge konnte er sich aber wieder fangen und nach dem Kartenwechsel lief es ihm besser, durfte er sich doch einige sehr gute Abschnittszeiten, darunter auch eine Streckenbestzeit, notieren lassen. Dennoch zeigte er sich über seinen 25. Rang leicht enttäuscht, hätte er sich doch ein wenig mehr erhofft.

Der dritte im Einsatz stehende Schweizer, Silas Hotz, absolvierte wie schon gestern einen soliden Lauf und zeigte sich mit seinem Lauf und dem 35. Rang im 60 Fahrer umfassenden Teilnehmerfeld zufrieden.

Am Montag geht es in Finnland gleich Schlag auf Schlag weiter und es bleibt zu hoffen, dass die Schweizer den Elan aus dem heutigen Sprint mit zwei Medaillen mitnehmen können.

Link zu den Ranglisten: M21

(Text: Thomas Bossi, Foto: Screenshot Live-Stream)
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