Wenn's rollt, dann rollt's: Noah Rieder nützt seine momentane Form aus und doppelt an der U-23 Weltmeisterschaften im Bike-OL nach. Nach dem Sprint gewinnt er auch in der Langdistanz Gold. Celine Wellenreiter erreicht bei den U23-Damen den vierten Rang 

In einer äusserst anspruchsvollen Langdistanz zeigte sich Rieder von Beginn weg auf der Höhe seiner Aufgabe und mischte im Rennen der U-23 ganz vorne mit. Nur sein heute hartnäckigster Konkurrent, Armel Berthaud, erwischte einen noch besseren Start und konnte den Lysser lange auf Distanz halten. Nach gut 96 Minuten allerdings ging Rieder zum ersten Mal mit 8 Sekunden in Führung. Diese gab er auch auf dem letzten Streckenteil nicht mehr ab und distanzierte den Franzosen nach rund zwei Stunden Fahrzeit um 54 Sekunden. Im Weltcup klassierte sich Rieder damit auf dem guten 12. Rang.

Keinen guten Tag erwischte dagegen Flurin Schnyder. Schon zum ersten Posten erwischte der gestrige Bronzenmedaillengewinner eine falsche Abzweigung zum Posten und verlor rund 1:30 Minuten. Im weiteren Verlauf des Rennens verlor er kontiniuierlich an Zeit. Schliesslich büsste er auf seinen Landsmann rund neuneinhalb Minuten ein, was ihn im Weltcup den 31. Rang einbrachte.

Schneller als Rieder war heute Team-Routinier Adrian Jäggi. Er und der neue U-23 Weltmeister lieferten sich auf der ganzen Strecke ein enges Rennen, bei welchem die innerschweizerische Führung hin und her wechselte. Zu guter Letzt konnte Jäggi das Duell aber um 4 Sekunden für sich entscheiden und belegte damit im Weltcup den guten 11. Rang.

Wie erwartet konnte sich Silas Hotz rehabilitieren und zeigte sich gegenüber dem gestrigen Sprint stark verbessert. Nach rund 95 Minuten lag er noch in der Tuchfühlung mit den vordersten Plätzen (6. Rang mit nur 55 Sekunden auf Rang 4), in der letzten halben Stunde verlor er aber, wie schon an den Eurpoameisterschaften, ein wenig an Terrain und musste Jäggi und Rieder noch an sich vorbeiziehen lassen (14. Rang WC).

Bei den U23-Damen musste Celine Wellenreiter heute mit der ungeliebten ledernen Medaille vorlieb nehmen. Besonders im Mittelteil verlor die Steffisburgerin zu viel Zeit auf ihre direkten Konkurrentinen um die Medaillen. Zwar gelang ihr im Schlussteil eine gute Fahrt, doch vermochte sie die zuvor verlorene Zeit nicht ganz wettzumachen. Im Weltcup erreichte sie den 13. Rang.

Ursina Jäggi zeigte ein sehr solides Rennen. So durfte sie nach einem gelungenen Startteil gar mit einem Weltcup-Podestplatz liebäugeln. Wie Wellenreiter büsste aber auch sie im Mittelteil zu viel Zeit ein, um ganz vorne mitzumischen. Mit einem gelungenen Schlussabschnitt klassierte sie sich aber dennoch im guten 8. Rang und damit in der erweiterten Weltspitze.

Immer besser in Fahrt kommt Jana Lüscher Alemany. So zeigte sie ein regelmässiges Rennen und klassierte sich letztendlich im 25. Rang. Dabei zeigte sie sowohl rangmässig wie auch in Bezug auf den Rückstand eine erfreuliche Aufwärtstendenz gegenüber den Europmeisterschaften in Polen.

Hier gehts zu den Resultaten: Men, Women und zum Livetracking: Men, Women

(Text: Thomas Bossi, Foto Startseite: Veranstalter Webseite, Fotos Text: folgen noch)