Zum Abschluss der EOC-Testläufe konnten Matthias Kyburz und Julia Gross den Wettkampf über die Langdistanz für sich entscheiden.

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Matthias Kyburz im gestrigen Mitteldistanzrennen.


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Julia Gross wusste zu überzeugen.


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Simona Aebersold zeigt als Juniorin Topresultate bei den Elite.

Auf der Karte «Cima di Medeglia» stand für die Athletinnen und Athleten von Swiss Orienteering am Sonntag der letzte Testlauf im Hinblick auf die OL-Europameisterschaften im Tessin auf dem Programm. Dabei gab es bei den Frauen Elite nicht weniger als 9,4 Kilometer und 400 Meter Steigung zu meistern, bei den Männer Elite gar deren 13,3 Kilometer und 700 Meter Steigung. Da die Bodenvegetation noch beinahe nicht vorhanden war, hatten die Läufer gute Sicht. Daher konnte das Lauftempo trotz der vielen Steigung hoch gehalten werden. Mit den fordernden Routenwahlen und den offenen Partien auf dem «Cima» präsentierte der Langdistanz-Wettkampf äusserst abwechslungsreich.

Bei den Männern Elite konnte sich Matthias Kyburz den Tagessieg sichern. Der Fricktaler gewann das Rennen mit einer Laufzeit von knapp 77 Minuten. Der 27-Jährige sprach von «Highspeed-OL» und einem sehr guten persönlichen Lauf: «Ich habe mich auf den Routenwahlen sehr sicher gefühlt und habe von Anfang an versucht, mein Limit zu finden.» Fehler hatte er in seinem Wettkampf keine zu beklagen und auch physisch konnte er seinen Lauf durchziehen: «Die Laufzeit war auch nicht extrem lang», so Kyburz.
Für Kyburz ist der Tagessieg ein glücklicher Abschluss der Testläufe. Gestern sei er nach dem vierten Rang über die Mitteldistanz nicht wirklich glücklich gewesen, in den Sprints vom Freitag war er aber auf dem Podest zu finden.

Rundum zufrieden zeigte sich auch die Siegerin bei den Frauen. Julia Gross siegte mit einer «Schnappszahl»-Laufzeit von 1 Stunde 11 Minuten und 11 Sekunden: «Es ist mir sehr gut gegangen, ich habe meinen Plan umgesetzt und bin beinahe fehlerlos durchgekommen. Nur ein zwei kleine Unsicherheiten gab es vielleicht», sagte die Zürcherin. Sie habe auch physisch eine gute Langdistanz erlebt: «Ich habe mein Rennen gut eingeteilt und konnte bis zum Schluss durchziehen.» Nun sei sie aber müde und freue sich nach den Testläufen auf ein paar ruhigere Tage.

Gross konnte über die Langdistanz ihre beide Teamkolleginnen Elena Roos und Simona Aebersold auf die Plätze zwei und drei verweisen. Die beiden hatten die beiden Tage zuvor jeweils zeitgleich den Sprint- und Mitteldistanz-Testlauf für sich entschieden. Dabei vermag besonders die Leistung der jungen Simona Aebersold zu begeistern. Die Berner Seeländerin läuft eigentlich noch bei den Juniorinnen, kann landesweit aber bereits mit den Elite-Athletinnen mithalten. «Dass ich so nahe an die besten rankomme, habe ich nicht erwartet. Die Resultate geben mir Motivation, um weiter zu trainieren», so die noch 19-Jährige, die kommende Woche Geburtstag feiert. Aebersold verlor etwas über eine Minute auf die Tagessiegerin, Roos deren 30 Sekunden.

Grösser waren die Zeitabstände auf dem Podest der Männer Elite. An Kyburz' Zeit kam keiner der Konkurrenten heran. Daniel Hubmann auf dem zweiten und Andreas Rüedlinger auf dem dritten Rang verloren über fünf Minuten auf die Bestzeit. Während Hubmann bereits die Tage zuvor auf dem Podest stand, konnte Rüedlinger nach einem neunten und sechsten Rang ganz nach vorne vorstossen.

Mit dem Langdistanz-Testlauf gingen am Sonntag die Selektionsläufe hinsichtlich Heim-EM zu Ende. Das Selektionsdatum für die EOC im Tessin ist am 10. April. Die Selektionen werden zum gegebenen Zeitpunkt auf dieser Webseite publiziert.
(Bilder: Rémy Steinegger)

Resultate Testlauf Long
Männer (13.3 km, 700 m, 30 Po.): 1. Matthias Kyburz , 76:57 Minuten; 2. Daniel Hubmann, +05:26 Minuten; 3. Andreas Rüedlinger, +06:06.
Frauen (9.3 km, 400 m, 22 Po.): 1. Julia Gross, 71:11 Minuten; 2. Elena Roos, +00:29 Minuten; 3. Simona Aebersold, +01:14.
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