20180601 Knockout Manner
Knappe Entscheidungen im Männerfinal


20180601 Knockout Podest
Die Finalisten des Knockout-Sprints

Beim Knockout-Sprint in Burgdorf haben sich die Favoriten durchgesetzt. Bei den Damen gewann Judith Wyder vor Elena Roos und Julia Jakob, bei den Herren stand Matthias Kyburz zuoberst, vor Daniel Hubmann und Florian Howald.

Vier Sprints in 5 Stunden sind auch für die Schweizer OL-Elite ein hartes Programm. Die Qualifikation am frühen Nachmittag sorgte kaum für resultatmässige Überraschungen, auch der gleich anschliessende Viertelfinal brachte noch keine Entscheidung. Im Halbfinal, auf einer ungegabelten Bahn, wurden die Entscheidungen knapper.
Bei den Damen konnten sich die Favoritinnen durchsetzen, die sechs besten Schweizerinnen in der Sprint-Weltrangliste qualifizierten sich fürs Finale. Darunter die Juniorin Simona Aebersold und das gesamte A-Kader des Nationalteams. Da Sabine Hauswirth auf einen Start im Final verzichtete, rutschte Deborah Stadler als Lucky Looserin ins Finalfeld nach.

Im Final hatten die Athletinnen zuerst anhand von drei Bahnvarianten die aus ihrer Sicht schnellste Gabelung zu wählen. Die Entscheidung fiel aber auf dem zweiten Abschnitt, als sich das Feld leicht in die Länge zog und Judith Wyder die Spitze übernehmen konnte: "Meine Taktik war, ruhig und bewusst zu starten, auch etwas zu beobachten. In Rennhälfte nahm ich eine andere Route, was mich kurz etwas verunsicherte. Sie erwies sich aber als gleichwertig. Danach spürte ich, dass ich physisch noch forcieren kann. So konnte ich mich am Schluss leicht von Elena Roos absetzen und als Erste ins Ziel laufen. Die Form gefällt mir und ich freue mich auf internationale Knockout-Rennen. Es geht aber schon an die Substanz."

Bei den Herren konnten sich in den beiden Halbfinals die drei Routiniers Kyburz, Hubmann und Howald, aber auch drei Youngsters (Thomas Curiger, Timo Suter und Jannis Schönleber) durchsetzen, so dass im Final für Routine und jugendlichen Elan gleichermassen gesorgt war. Matthias Kyburz zu seinem Rennen: "Ich wählte bei der Selbstwahl der Gabelung die aus meiner Sicht einfache Variante und lag nach der Gabelung auch mit Florian Howald leicht vorne. Danach galt es einfach das Tempo hochzuhalten und durchzuziehen. Die Wettkampfform macht Spass. Klar, es ist nicht OL wie sonst, aber ich bin positiv eingestellt bezüglich der Entwicklung dieser Disziplin. Ob und in welcher Form es Gabelungen braucht, weiss ich nicht abschliessend. Da darf sicher noch etwas getüftelt werden."

Im Anschluss an die Elite konnten auch die Nachwuchs- und Breitensportler anlässlich der Simone Niggli Challenge auf den gleichen Bahnen antreten.

Das Elitekader reist bereits am Sonntag ins Vorbereitungslager für die WM. Zuerst wird ein zweitägiger Sprintblock in Prag absolviert, danach geht es weiter nach Lettland. Dort finden im August die Welttitelkämpfe statt, allerdings noch ohne Knockout-Sprint. Dieser steht 2020 in Dänemark zum ersten Mal im WM-Programm.

Das Videomagazin von Livemotion zum actionreichen Knockout-Sprint wird am Sonntag auf Swiss Orienteering zu sehen sein. Text und Bilder: Matthias Niggli

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