Der Junior European Cup als letztes internationales Highlight der Saison beginnt für die Schweiz traumhaft. Beim Heimspiel in den Waadtländer Alpen sorgt das erste Schweizer Team um Lea Widmer, Timo Suter, Reto Egger und Simona Aebersold für einen Sieg in der Sprintstaffel. Die anderen Teams runden die starke Teambilanz ab.

Heute Freitag begann der JEC in Villars-sur-Ollon mit einer Sprintstaffel und für die Schweiz mit dem erhofften Paukenschlag. Durch das am steilen Hang liegende Dorf Villars spielte die Schweiz ihren physischen Trumpf aus. Das erste Schweizer Team lief zwar nicht zu einem Start-Ziel-Sieg, befand sich im engen Rennen von Beginn weg in Tuchfühlung mit der Spitze.

Das Drehbuch passte perfekt: Die erst 18-jährige Lea Widmer eröffnete auf der Startstrecke und hielt den Kontakt zur Spitze, übergab schliesslich an vierter Stelle. Timo Suter und Reto Egger verloren die Spitzenteams Frankreich, Norwegen und Schweden nie aus den Augen. So startete Simona Aebersold mit 21 Sekunden Rückstand an fünfter Stelle. Und die Seeländerin spielte bei einem ihrer letzten Junioren-Einsätze nochmals ihre Dominanz aus und lief an die Spitze. Schweden blieb mit 40 Sekunden Rückstand der Silberplatz. Norwegen holte Bronze.

Das zweite Schweizer Team drehte nach mässig geglücktem Start auf und klassierte sich im starken fünften Rang. Es überholte somit das dritte Schweizer Team, das bis fast zuletzt noch den Anschluss an die Podestplätze gehalten hatte und schliesslich zeitgleich mit Grossbritannien den sechsten Rang holte.

In der Länderkampf-Wertung ist die Schweiz somit ideal in den dreitägigen Anlass rund um Villars-sur-Ollon gestartet. Für den Team Event zählte das Ergebnis der beiden bestklassierten Sprintstaffel-Teams. Morgen findet in Monthey parallel zur JEC-Mitteldistanz ein Nationaler OL statt. Am Sonntag wird die JEC mit der Langdistanz in Villars abgeschlossen.

Die 24-köpfige Schweizer Delegation mit je sechs H18/D18 und H20/D20 Läuferinnen und Läufern möchte, so Beat Oklé, den Heimvorteil nutzen und auch in den Einzeldisziplinen punktuell Spitzenergebnisse erzielen. Für den Länderkampf werden über die Mittel- und Langdistanz ebenfalls jeweils die zwei bestklassierten Läuferinnen respektive Läufer gewertet. Da nur vier D20-Athletinnen die Selektion schafften, starten jeweils zwei D18-Läuferinnen auf oberster Juniorenstufe. Aufgrund einer Virus-Erkrankung musste Katja Brütsch auf die JEC verzichten - für sie rückte die 17-jährige Nora Aegler nach.

Timo Suter, Silvan Ullmann, Andrin Gründler sowie Marcia Mürner und Simona Aebersold verabschieden sich an der JEC von der Junioren-Bühne. Suter und Aebersold hatten an der Junioren-WM überzeugt und sind auch an der JEC die unbestrittenen Teamleader im Schweizer Team. Im jungen Schweizer Team, wird die JEC für viele als Standortbestimmung auf internationaler Bühne dienen. (Text: Yann Schlegel)

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