Nach zehn Jahren OL auf höchstem Level beendet Judith Wyder nach dem geglückten Weltcup-Finale in Prag ihre erfolgreiche Karriere. 21 Medaillen an Welt- und Europameisterschaften konnte die Bernerin gewinnen, davon elf Mal Gold.

Äusserst erfolgreich war auch ihr diesjähriges Comeback nach der Geburt ihrer Tochter Linn. So gewann Judith Wyder an der Heim-Europameisterschaft im Tessin im Mai drei Medaillen, ebenso viele wie kurz danach an der Weltmeisterschaft in Lettland. Heute gab Judith Wyder nun ihren Rücktritt bekannt: „Ich habe in diesem Jahr gemerkt, wie wichtig mir meine Familie ist. Die vielen Trainings- und Wettkampfwochen weg von der Familie, meist im Ausland, machen es nicht einfach", so Wyder. Für den OL-Sport seien die Trainingsaufenthalte im spezifischen Gelände der Ziel-Wettkämpfe aber unabdingbar. „Der Rücktritt ist ein Rücktritt vom internationalen OL-Parkett, aber kein Rücktritt vom Spitzensport. Ich habe immer noch sehr viel Lust am Training, nur möchte ich dies ganzjährig ortsunabhängig ausführen können", ergänzt Wyder. Sie freue sich nun auf ihre Ferien im Kreise ihrer Familie.
Christine Lüscher, Chefin Leistungssport: „Ich bedaure den Rücktritt von Judith sehr. Es braucht sehr viel Zeit, um sich – weg von zu Hause – optimal auf eine OL-WM vorbereiten zu können. Judith ist keine Frau für halbe Sachen und trifft für sich den richtigen Entscheid. Die Türen stehen aber jederzeit offen für sie, sollte sie wieder Spitzensport betreiben wollen." Jürg Hellmüller, Präsident von Swiss Orienteering, bedauert den Entscheid natürlich ebenfalls: „Mit Judith Wyder tritt eine der ganz grossen OL-Persönlichkeiten von der internationalen Bühne ab. Sie hat in den vergangenen Jahren immer wieder für wunderbare OL-Sportmomente gesorgt und die jungen Athletinnen motiviert."
Swiss Orienteering dankt Judith Wyder schon an dieser Stelle ganz herzlich für ihre grossen Verdienste zugunsten des OL-Sports und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute. Merci Judith

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