Für das Elitekader stand nach dem Testlauf am Freitag über die Langdistanz heute der Mitteldistanz-Testlauf an. Gestartet wurde wiederum auf der Karte Guttersød in Norwegen. Aus dem Schweizer Team waren heute Sabine Hauswirth und Andreas Kyburz die Schnellsten. 

2019 Testlauf Norwegen Sabine
Sabine Hauswirth


2019 Testlauf Norwegen Simona
Simona Aebersold

Rund 15 Kilometer östlich von Sarspborg ist derzeit beinahe die gesamte OL-Weltspitze versammelt, um die Selektionsläufe für die WM, die in fünf Wochen in derselben Region stattfindet, zu absolvieren. Auch für das Schweizer Team zählen die Läufe als Selektionskriterium für die WM, zudem werden sie für das Euromeeting in Estland sowie für die Militär-WM in China als Testläufe gewertet. Nach einer Langdistanz am Freitag wurde heute wiederum auf der Karte Guttersød über die Mitteldistanz gestartet. Anders als am Freitag mussten heute deutlich mehr Posten angelaufen werden, was bedeutete, dass die Athletinnen und Athleten vor allem technisch gefordert waren. Das Gelände präsentierte sich dabei als typisch nordisch: Sümpfe wechselten sich ständig mit Felsplatten und Kahlschlägen ab.

Die schnellste Frau des Schweizer Elitekaders war heute Sabine Hauswirth. Sie zeigt sich mit ihrem Lauf sehr zufrieden und erzählt: «Genaues Kartenlesen war heute mein Erfolgsrezept. Ich konnte die Objekte stets zuordnen und mein Konzept gut umsetzten, sodass ich mit einem guten Gefühl unterwegs war.» Im Gesamtklassement erreichte Sabine Hauswirth den zweiten Rang und musste sich einzig von der Schwedin Tove Alexandersson geschlagen geben. Nur einige Sekunden hinter Hauswirth klassierte sich Simona Aebersold auf dem vierten Schlussrang. Elena Roos wurde als drittbeste Schweizerin Achte.

Schnellster Schweizer wurde heute Andreas Kyburz. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf. Bislang verlief die Saison für mich nicht nach Plan, daher wollte und musste ich heute eine gute Leistung abliefern», meint Kyburz nach dem Lauf. Dass er mit 31 Jahren zum ersten Mal einen Testlauf gewinnen konnte, sei eine Genugtuung und freue ihn sehr. Jedoch stimme ihn der grosse Rückstand auf die Besten des heutigen Wettkampfs nachdenklich. Mit über drei Minuten Rückstsand klassierte sich Andreas Kyburz auf Rang 13, zweitbester Schweizer wurde Martin Hubmann als 14.

Da an den beiden Testläufen dieselben Bahnleger am Werk waren wie an der Weltmeisterschaften in fünf Wochen, konnten durch die Wettkämpfe wichtige Erfahrungen im Hinblick auf die WM gesammelt werden. Jedoch wurde ein grosser Teil des WM-Geländes noch nie für OL-Läufe benutzt, weshalb noch einige Fragen über das Gelände offen bleiben. Für das Elitekader verbleiben nun noch etwas mehr als ein Monat, um ihrer Form den letzten Schliff zu verleihen. Ende Juli wird das Team zudem ein Trainingslager in Norwegen bestreiten.

Zu den Resultaten und GPS

(Text: Annalena Schmid, Bilder: Martin Nielsen)

 

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