An der Siegerehrung zum Sprint-OL vom Sonntag werden nur 7 von 24 Sieger als Weltmeister ausgezeichnet. Darunter mit Vre Harzenmoser, Martin Hutzli und Eric Bucher auch 3 Teilnehmer aus der Schweiz. Es gibt viele enttäuschte Gesichter.

2019 WMOC Sprint1
Eric Bucher


swissorienteering sf 85 4048
Martin Hutzli und Vre Harzenmoser

Der Sprint-Wettkampf hatte am Samstag mit der Qualifikation für die Schweizer gut begonnen. In einem Stadtteil nordwestlich der Rigaer Altstadt konnten die Flächen rund um die Wohnblocks grosszügig und in hohem Tempo belaufen werden. Man musste immer auf der Hut sein und am richtigen Ort einbiegen oder abzweigen. 3450 Teilnehmer waren in 56 Feldern am Start. Die Schweizer Hoffnungsträger brachten sich mit soliden Läufen in Stellung.

Am Sonntagmorgen waren bei regnerischem Wetter die ältesten Senioren schon früh an der Reihe. Ihnen blieb der von der Elite-WM bekannte Innenhof als eigentliches „Herzstück“ verwehrt, dafür eine Enttäuschung erspart. Denn die von Krethi und Plethi tagsüber begangene Gebäudepassage auf der Westseite war beim Wettkampfbeginn um 9 Uhr verschlossen. Für die Wettkämpfer blieb er in der Folge für den ganzen Tag zu. Die Bahnen waren unterschiedlich davon betroffen. Auf Grund von Beschwerden und Protesten entschied die Jury nach dem Wettkampf, alle Kategorien mit Posten in diesem Innenhof und somit dieser Passage als Option nicht als Weltmeisterschaft zu werten. Das sind 17 A-Kategorien und betrifft insbesondere Monika Ammann (W60) und Hansruedi Kohler (M65) als Sieger und Stefan Bolliger (M55) als Dritter.

In diesem Trubel ging der Jubel für die Besten der Kategorien M/W90, M/W85, M/W80 und W75 fast unter. Martin Hutzli (M85) verwies wie schon 2018 in Kopenhagen die Legende Peo Bengtsson aus Schweden auf Rang 2. Auch Vre Harzenmoser (W85) war nach 2016 in Tallinn ein weiteres Mal die Schnellste. Eric Bucher (M80) komplettierte das Gold-Trio.

Am Montag war zu erfahren, dass gegen den Entscheid der Jury zahlreiche Proteste eingegangen sind. Dieser wird als unangemessen eingestuft. Die Sache ist somit noch nicht vom Tisch.

(Text und Bilder: Mario Ammann)

 

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