In Beringen (SH) wurden heute die Schweizermeisterschaften über die Langdistanz ausgetragen. Gewonnen haben den Lauf bei der Elite wie schon an der Sprint-SM vor einer Woche Daniel Hubmann und Judith Wyder. Im Interview erzählen sie von ihrem Lauf.

Auf der Karte Wannenberg-Rossberg bei Beringen im Kanton Schaffhausen wurden heute die Orientierungslauf-Schweizermeisterschaften über die Langdistanz ausgetragen. Rund 1600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kämpften in über 40 Kategorien um den Schweizermeistertitel. Das Laufgebiet lag auf einem Hochplateau, welches von steilen Abhängen begrenzt wurde. Immer wieder durchschnitten Täler und Hügelzüge den Wald, sodass die Teilnehmenden einige Meter Steigung zu bezwingen hatten oder diese geschickt umlaufen mussten. Der Wald erforderte mit seinen vielen Negativobjekten sicheres Orientieren in der Feinphase; zusammen mit den kniffligen Routenwahlen wurde so für einen spannenden Wettkampf gesorgt. Hier der Eventclip zur diesjährigen Langdistanz-SM, die zugleich zum Swiss Orienteering Grand Slam zählte: 

Die Eliteläuferinnen hatten eine Strecke von 11.6 Kilometer und 390 Höhenmeter zu absolvieren, dabei mussten sie insgesamt 17 Posten anlaufen. Judith Wyder konnte mit einem starken Lauf die Bestzeit von 1 h 16 Minuten und 39 Sekunden aufstellen und distanzierte Sabine Hauswirth um 57 Sekunden, Hinter Hauswirth klassiert sich Paula Gross auf Rang drei. „Ich konnte meine läuferische Stärke voll ausspielen und kam auch in den technischen Teilen fehlerfrei durch“, so Wyder, welche letzte Saison aus dem Elitekader zurückgetreten ist. Die Bernerin mischt zurzeit die Trailrunning-Szene auf und läuft auch dort an der Spitze mit.

Die 17.2 Kilometer lange Bahn der Herren Elite mit 690 m Steigung und 27 Posten gewann der 8-fache Weltmeister Daniel Hubmann mit einer Laufzeit von 1 h 39 Min. und 28 Sek. Damit verwies er Joey Hadorn um 2.31 Min. auf Rang zwei. Die Bronzemedaille gewann Christoph Meier mit einer Laufzeit von 1 h 43 Min. 57 Sek. „Mit meinen Routenwahlen bin ich sehr zufrieden, doch ein fehlerfreier Lauf war es nicht“, erzählt der Routinier Hubmann im Ziel. Für ihn ist es bereits der vierte Sieg an der vierten Schweizermeisterschaft dieser Saison.

Bei den H20 konnte Tino Polsini eine Woche nach dem Sieg an der Sprint-SM nachdoppeln und gewinnt die Goldmedaille vor Chamuel Zbinden. Das Podest komplettiert Fabian Aebersold. Für die Junioren steht als nächstes der JEC (Juniors European Cup) in Frankreich auf dem Programm. „Durch die super Resultate der letzten Wochen erhoffe ich mir am JEC Einiges“, sagt der 20-jährige Tino Polsini.

Bei den Juniorinnen konnte Elena Pezzati das Rennen für sich entscheiden. Sie distanzierte die zweitplatzierte Eliane Deininger um dreieinhalb Minuten. Bronze gewinnt Siri Nyfeler. Über den grossen Vorsprung zeigt sich die junge Tessinerin überrascht: „Ich startete etwas unkonzentriert, kam dann aber gut ins Rennen.“

Die heutige Langdistanz-SM war der letzte Wertungslauf des Swiss Orienteering Grand Slams. Die besten sechs der Elite sowie die besten drei der Juniorenkategorien qualifizieren sich für den Final, der im Rahmen des Swiss Orienteering Fests in Pfäffikon ZH stattfindet.

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Ranglisten

Text: Annalena Schmid, Video: Livemotion, Bild: Christian Aebersold

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