Das diesjährige Euromeeting in Estland startete heute mit der Mitteldistanz. Die Schweizer Delegation zeigte eine starke Teamleistung mit insgesamt sechs Top-Ten-Plätzen. Bester Schweizer wurde Joey Hadorn auf Rang vier, Anina Brunner klassiert sich auf dem fünften Rang und wird so beste Schweizerin. 

Zum Start des diesjährigen Euromeetings wurde heute Nachmittag im WM-Gelände von 2017 über die Mitteldistanz gestartet. Das Gelände im Süden von Estland präsentierte sich - entgegen den Erwartungen der Läuferinnen und Läufer - als ziemlich schnell belaufbar, auch wenn die Sicht zeitweilen sehr eingeschränkt war. 

Um sich in den vorderen Rängen zu klassieren, mussten die Athletinnen und Athleten mit voller Konzentration vom Start bis ins Ziel laufen und so die Fehler minimal halten   - dies ist Anina Brunner weitgehend gelungen. „Ich konnte technisch mein Konzept sauber umsetzen. Ich war den ganzen Lauf über sehr fokussiert, habe meinen Kompass gut eingesetzt und konnte so praktisch fehlerfrei bleiben", erzählt Anina Brunner nach dem Lauf. Sie klassiert sich auf dem fünften Rang mit rund drei Minuten Rückstand auf Sandra Grosberga aus Lettland, welche den heutigen Lauf gewinnen konnte. Am morgigen Jagdstart wird noch einmal im selben Laufgelände gestartet. "Ich möchte morgen wieder einen technisch sauberen Lauf zeigen. Doch Fehler sind in diesem Gelände schnell passiert", so die 26-Jährige. Die Lücke zu den vorderen Läuferinnen ist knapp eine Minute, der Vorsprung von Brunner zur hinteren Läuferin beträgt jedoch nur wenige Sekunden und so bereitet sich Anina Brunner auf den Zusammenschluss vor. Denn am morgigen Jagdstart wird die schnellste Läuferin des heutigen Tages als Erste starten, die weiteren Athletinnen starten mit dem entsprechenden Rückstand aus dem heutigen Rennen. Die zweite Schweizerin, die in die Top-Ten läuft ist Paula Gross. Sie klassiert sich auf Rang sieben.  

Ebenfalls zufrieden zeigt sich Joey Hadorn mit seiner Leistung und dem vierten Rang; nur gerade drei Sekunden fehlten ihm aufs Podest. „Ich hatte einen guten Start und kam sehr zügig vorwärts. Dann beging ich aber einen grösseren Fehler und wurde vom Läufer hinter mir, Timo Sild, eingeholt", sagt Joey Hadorn. Die restliche Bahn absolvierte Joey Hadorn gemeinsam mit Sild, der das Rennen letztlich gewinnen konnte. „Ich konnte sicher von Timo Sild profitieren", so Hadorn. Nur sieben Sekunden hinter Joey Hadorn klassiert sich Florian Schneider auf Rang fünf. Ebenfalls in die Top-Ten laufen Noah Zbinden (Rang 9) und Riccardo Rancan (Rang 10). 

Das Team absolvierte im Vorfeld des Euromeetings einige Trainingseinheiten in Estland. Diese hätten sicher geholfen, um einen ersten Eindruck vom Gelände zu gewinnen, bestätigt Hadorn. Für ihn sei es das erste Mal, dass er in solchem Gelände - welches er als eine Mischung zwischen Skandinavien und Schweiz beschreibt - gelaufen ist. Auf den morgigen Jagdstart wird der heutige Sieger, Timo Sild, um 12:30 Uhr starten. Die erste Frau wird morgen um 13:00 Uhr starten. Die genauen Startzeiten sind auf der Veranstalterwebsite zu finden. 

Resultate

GPS HE

GPS DE

Veranstalterwebsite

Text: Annalena Schmid, Bilder: Simone Niggli

 

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