Der Frauen-Trainer des Juniorenkaders von Swiss Orienteering, Philipp Sauter, ist für den Swiss Olympic Coach Award 2019 in der Kategorie «Swiss Olympic Nachwuchstrainer Individualsportart» nominiert worden. Die Verleihung findet am Montag, 4. November, in Magglingen statt.
 
Philipp Sauter ist seit November 2018 Frauen-Trainer im Juniorenkader von Swiss Orienteering. Vorher war er neben seinem Studium der Psychologie an der Universität Bern als Trainer im Regionalkader Bern/Solothurn tätig. Im Herbst 2018 hat er den Berufstrainerlehregang abgeschlossen. Mit dem in seiner Abschlussarbeit von ihm theoretisch erarbeiteten und begründeten Konzept «PUR» (ein Akronym für «Planung, Umsetzung, retrospektiv») versuchte er, die technisch-taktisch-mentalen Essenz des Orientierungslaufs auf den Punkt zu bringen. Damit arbeitet er nun intensiv praktisch im Juniorenkader. Einerseits mit seinen Athletinnen, andererseits auch im Team mit Herrentrainer Jonas Geissbühler-Mathys und Cheftrainer Beat Oklé. «PUR» ist im Juniorenkader zum festen theoretischen Rahmen geworden, wie über OL in Vorbereitung und Analyse gesprochen wird.
 
Gleichzeitig hat dieses Konzept die Grundgedanken, wie im Elitekader technisch-taktisch-mental gearbeitet wird, in einem leicht verständlichen Modell zusammengefasst und es spielt bei der Überarbeitung des Nachwuchsförderkonzepts des Verbands sowie in den neuen J+SHandbüchern eine wichtige Rolle. Philipp Sauter hat mit seiner Arbeit und überzeugenden Präsentationen unter anderem am Zentralkurs von Swiss Orienteering vor sämtlichen Trainern der Regionalkader sowie der lokalen Talentstützpunkte und an der Trainerklausur wesentlich dazu beigetragen, das Sprechen und (Nach-)Denken über Technik im Verband zu systematisieren und zu vereinheitlichen. Dies wird in Zukunft einerseits die Effizienz des OTechniktrainings auf allen Stufen steigern und andererseits die Übertritte vom einen Fördergefäss ins andere erleichtern.
 
Philipp Sauter zeichnet sich durch seine offene, humorvolle und kollegiale Art aus. Er bringt als ehemaliger Vize-Juniorenweltmeister und Mitglied des Elitekaders neben seinem theoretischen Wissen des Psychologie-Studiums und der Trainerbildung viel praktische Erfahrung mit. Mit diesem «Rucksack» von Fachwissen und eigener Erfahrung bringt er seine Athletinnen geduldig vorwärts. Nachdem die Teamleaderin der Jahre 2016-2018, Simona Aebersold, auf 2019 zu der Elite gewechselt hat, hat Philipp die Herausforderung angenommen, das Juniorinnenteam weiterhin auf internationalem Top-Niveau zu halten. Der Erfolg hat sich sofort eingestellt: Im Juli 2019 hat Eline Gemperle den Juniorenweltmeistertitel im Sprint gewonnen.
 
Die Verleihung der Swiss Olympic Coach Awards am 4. November ist eine Ergänzung zur jährlich im November stattfindenden Wahl des «Trainer des Jahres» im Rahmen der Sports Awards. Swiss Olympic will damit das Engagement der Trainer würdigen, die für den Erfolg der Schweizer Athletinnen und Athleten mitverantwortlich sind.

Erfolgreiche Trainer und Trainerinnen im Nachwuchsleistungssport und im Behindertensport können durch die nationalen Sportverbände für den Swiss Olympic Coach Award in fünf verschiedenen Kategorien zur Nomination vorgeschlagen werden. Philipp Sauter wurde von Swiss Orienteering für die Kategorie «Swiss Olympic NachwuchstrainerIn des Jahres 2019 Individualsportarten» vorgeschlagen. Eine fünfköpfige Jury hat den Vorschlag überprüft und die Nomination genehmigt. Zu den Nominationskriterien gehört unter anderem, dass vom Trainer betreute Athleten oder Teams in der Zeitperiode vom 1. September 2018 bis 31. August 2019 an internationalen Meisterschaften (JWM, JEM, EYOF, EM, WM, Paralympics) mindestens eine Top-8-Platzierung erreicht haben.

Swiss Orienteering gratuliert Philipp Sauter herzlich zur Nomination!
 

Text: Jonas Geissbühler-Mathys, Annalena Schmid


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