Im Knock-out Sprint in Laufen läuft das Schweizer Team gleich zweimal aufs Podest. Joey Hadorn sprintet nach seinem Sieg an der gestrigen Mitteldistanz auf den zweiten Platz, Elena Roos wird Dritte.

In Laufen, Basel-Land, wurde heute das noch junge Format Knock-out Sprint ausgetragen. Die Athletinnen und Athleten hatten sich dabei am Morgen in einer Qualifikation und einem Viertelfinal in Zwingen zu behaupten, ehe sie am Nachmittag in Laufen im Halbfinal und Final starten konnten. Dem Grossteil des Schweizer Teams ist dies geglückt – gleich sechs Athletinnen und sechs Athleten schafften den Einzug ins Halbfinal. Der Knock-out Sprint wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal an einem Weltcup durchgeführt. Dem Publikum bot diese Wettkampf-Form viel Spannung und die Möglichkeit, die Entscheidungen hautnah mitzuerleben.

Am Nachmittag ging es zuerst mit den Halbfinal-Runden der Frauen los. Das Schweizer Frauenteam bestätigte dabei seine Stärke und so schafften gleich drei Schweizerinnen den Finaleinzug: Sabine Hauswirth, Elena Roos und Martina Ruch. Mit ihnen im Final standen Tove Alexandersson (SWE), Natalia Gemperle (RUS) und Tereza Janosikova (CZE). Die Läuferinnen hatten kurz vor dem Start Zeit, um sich innert 20 Sekunden für eine der drei Gabelungen zu entscheiden – ohne zu wissen, welche Varianten die anderen Läuferinnen wählten. Die Schwedin Alexandersson dominierte dabei erneut den Wettkampf. So mussten die anderen Athletinnen bald eine kleine Lücke zu ihr aufreissen lassen. Mit neun Sekunden Vorsprung konnte die Schwedin letztlich einen ungefährdeten Sieg feiern. Eng wurde es jedoch um die Plätze zwei und drei. Elena Roos zeigte bereits am Morgen, dass sie in Top-Form ist. Mit einem starken Schlussteil konnte sie im Final auf Rang drei sprinten. Zweite wurde die Tschechin Tereza Janosikova. Sabine Hauswirth beendete das Rennen auf Rang 5, Martina Ruch wurde Sechste. „Es war sehr hart, aber es hat richtig Spass gemacht“, so Elena Roos. Die Tessinerin freute sich, wieder einmal in ihrer Lieblingsdisziplin Sprint starten zu können. „Mir liegt dieses Format mit viel Gegnerkontakt. Je länger der Wettkampftag dauerte, desto besser kam ich in Form“, erzählt Roos. Nach einer für sie enttäuschenden WM sei es für sie eine grosse Erleichterung, heute auf dem Podest zu stehen.

Von den Schweizer Männern schafften ebenfalls sechs Athleten den Sprung in den Halbfinal. Dort sorgten wie schon bei den Frauen spannende Routenwahlen und Gabelungen für viel Spannung und sehr knappe Entscheidungen. Oft war auch eine Portion Glück notwendig, um die entscheidenden Meter herauslaufen zu können. Dies fehlte sowohl Sprintweltmeister Daniel Hubmann, als auch Matthias Kyburz, welcher nach einer Verletzung zum ersten Mal wieder am Start eines internationalen Anlasses stand und so war für sie im Halbfinal Schluss. Im letzten Halbfinal hatten dann noch drei Schweizer die Chance auf einen Finaleinzug. In einem erneut spannungsgeladenen Wettkampf packte Joey Hadorn diese Chance. Damit stand er neben Vojtech Kral (CZE), Ralph Street (GBR), Yannick Michiels (BEL), Kristian Jones (GBR) und Gustav Bergmann (SWE) im Final. Der Tscheche Kral zeigte dabei von Beginn weg eine überzeugende Leistung und konnte den Knock-out Sprint für sich entscheiden. Dahinter sprintete Joey Hadorn auf den zweiten Rang, hinter ihm klassiert sich Ralph Street auf Platz drei. „Ich musste im Viertelfinal etwas zittern und so war ich schon sehr glücklich, dass ich es überhaupt in den Final geschafft habe“, so Hadorn. Der 22-Jährige wusste, dass er durch seine physische Stärke einen guten Rang erreichen könnte. „Doch bei einem Knock-out Sprint ist es sehr schnell vorbei und letztlich ist auch etwas Gambling mit dabei“, erzählt der junge Berner.  

Die Weltcuprunde wird morgen mit einem Sprint in Laufen abgeschlossen. Ab 13 Uhr werden die Athletinnen des A-Finals starten, ab 14 Uhr die Herren des A-Finals.

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Livecenter vom IOF

Text: Annalena Schmid, Bilder: Rémy Steinegger

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