Eisenbahner Europameisterschaften gr
Die Delegation

Mit 7 Medaillen und dem Sieg in der Nationenwertung kehrte die erfolgreiche Eisenbahner Delegation aus Weissrussland zurück.

Dies obwohl mit Michael Naef eine der Teamstützen auf der Reise erkrankte und keinen Wettkampf bestreiten konnte. Es erwarteten uns technisch gut organisierte Wettkämpfe auf neu aufgenommen Karten, die sehr detailliert waren. Einzig die vielen Posten in den Senken, welche nicht sichtbar waren, bereiteten uns Schwierigkeiten.

Mit dem Sprint auf einer gemischten Wald-Parkkarte wurden die Internationalen Eisenbahner Meisterschaften in Brest (Weissrussland) eröffnet. Das Gelände wurde frisch kartiert und somit war die Ausgangslage für alle gleich.
Fabienne Jakob, Elias Gemperli und Thomas Huber gewannen eine Silbermedaille. Elias Gemperli hatte nur eine Sekunde Rückstand auf den Sieger Ivalio Kamenarov aus Bulgarien. Auch Fabienne hatte nur 22 Sekunden Rückstand auf die Bulgarierin Andrea Dykosova, welche auch schon im Weltcup lief. Fabienne machte einen Fehler und verlor eine Minute. Thomas Huber wurde ohne grosse Fehler Zweiter bei den H45 mit einem Rückstand von 40 Sekunden auf Martin Ward aus England. Michele Ren wurde Vierter bei den H45.
In der Langdistanz erkämpften sich Fabienne Jakob und Thomas Huber wieder eine Medaille, dieses Mal je eine Bronzemedaille. Auch Silvia Frey gewann bei den D45 Bronze. Es kam praktisch niemand fehlerfrei durch. Die vielen Sümpfe waren wegen der Trockenheit nicht sichtbar und einige Posten in tiefen Senken erschwerten den Lauf.

Die Staffelrennen am dritten Wettkampftag waren sehr spannend. Sie fanden in einem Waldteil mit weniger Sümpfen, aber noch mehr Senken statt. Bei den Damen kam Anna Naef als Erste zurück aus dem Wald. Silvia Frey suchte leider ein wenig und übergab an Fabienne als Fünfte. Fabienne konnte sich noch einen Platz verbessern.
Auch Elias Gemperli kam als Erster aus dem Wald und übergab an Michele Ren. Michele konnte den Vorsprung ausbauen und übergab als Erster an Thomas Huber. Hinter ihm starteten die beiden schnellen H21-Läufer aus Weissrussland und Bulgarien zusammen. Nach 2/3 des Wettkampfs wurde Thomas von den beiden eingeholt. Da er anschliessend eine andere Gabelung hatte, verlor er den Kontakt. Ins Ziel kam er als Dritter. Da aber bei den Weissrussen der zweite Läufer einen falschen Posten gestempelt hatte, gewann das erste Herrenteam die Silbermedaille. Auch das zweite Team mit Ersatzläufer lief gut und erkämpfte sich mit dem sechsten Rang noch ein Diplom, was sehr wichtig für das Nationenklassement war.
So ertönte an der letzten Siegerehrung in der wichtigsten Wertung, dem Nationenklassement, doch noch die Schweizer Nationalhymne.

Text: Beat Jakob

 

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