Die OL Norska bei den Damen und ANCO bei den Herren Elite drückten der Schweizermeisterschaft im Staffel-OL (SOM) im freiburgischen Léchelles ihren Stempel auf. Einige WM-Teilnehmende nutzten den Anlass als letzte Wettkampfmöglichkeit vor den Titelkämpfen in Tschechien.

Knapp 300 Mannschaften kämpften heute Sonntag im «Grand Belmont» nördlich von Léchelles im Freiburger Mittelland um die Schweizermeistertitel im Staffel-OL. Der Wechsel von flachen Partien mit unterschiedlicher Vegetation zu steil abfallenden Flanken, Routenwahlen und die heissen Temperaturen verlangten den Läuferinnen und Läufern alles ab. Ein Teil des Schweizer WM-Teams nutzte den Wettkampf zudem als letzte Hauptprobe vor den Titelkämpfen von nächster Woche in Tschechien. «Nochmals eine Staffel und mit Druck laufen ist eine gute Vorbereitung», so zum Beispiel Elena Roos.

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Die OL Norska sichert sich Staffel-Gold
bei den Damen Elite.

Titelverteidigung für OL Norska
Bei den Damen Elite konnte die OL Norska ihren Titel von 2019 verteidigen (letztes Jahr fand Corona-bedingt keine SOM statt). Sarina Kyburz gelang nach eigenen Angaben ein zufriedenstellendes Rennen auf der Startstrecke – zusammen mit Elena Roos, die für die ASTi Ticino Streckenbestzeit lief, konnte sie die weiteren Konkurrentinnen bereits um mehr als zwei Minuten distanzieren. Die zweite Ablösung für die Bernerinnen lief Siri Nyfeler, die mit einem Vorsprung von rund eineinhalb Minuten an Schlussläuferin Sabine Hauswirth übergab. Diese Übergabe klappte jedoch nicht ganz reibungslos: Hauswirth verpasste zunächst den Einlauf Nyfelers. «Da habe ich noch Optimierungspotenzial für die WM», so die 33-Jährige schmunzelnd. Das Rennen sei ihr dann gut gelaufen, sodass sie ihr Team am Schluss mit über sechs Minuten Vorsprung zu Gold führen konnte.
Die Silbermedaille ging an die Tessinerinnen Elena Roos, Elisa Bertozzi und Elena Pezzatti. Fünf Minuten später liefen die drei Schwestern Lilly Gross, Julia Jakob und Paula Gross der OL Zimmerberg ein, welche sich Bronze sicherten.

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Bei den Herren Elite geht Gold an ANCO.

ANCO mit starker Schlussstrecke
Weniger klar verlief das Rennen bei den Herren Elite. Nach der ersten Strecke lag die OL Regio Wil mit Martin Hubmann klar in Führung, auf der mittleren Ablösung setzte sich knapp Severin Howald für die OLG Herzogenbuchsee an die Spitze, den besten Finish hatte jedoch ANCO: Die Neuenburger starteten mit Paul Fluckiger ins Rennen, Archibald Soguel machte dann auf der zweiten Strecke viel Zeit gut, sodass Schlussläufer Pascal Buchs an fünfter Stelle liegend mit wenig Rückstand ins Rennen starten konnte. Dem B-Kader-Athlet sei ein sauberer Lauf gelungen, bei welchem er nur wenige andere Läufer gesehen habe. Am Schluss sicherte er seinem Team mit knapp drei Minuten Vorsprung die Goldmedaille. Nach dem Rennen lobte er die gute Vorarbeit seiner Mitläufer: «Meine zwei Kollegen haben einen super Job gemacht.»
Rang zwei ging an das Team der OL Norska mit Florian Moser, Florian Schneider und Ueli Werren, welches sich dank einer gemäss eigenen Angaben «sehr sicheren und cleveren Schlussschlaufe» knapp vor der OL Regio Olten um Severi Kymäläinen, Marius Kaiser und Philipp von Arx durchsetzen konnte. Da das Oltner Team wegen eines ausländischen Läufers nicht medaillenberechtigt war, ging die Bronzemedaille an Andreas Rüedlinger, Timo Tantanini und David Rüedlinger von der OLK Rafzerfeld.

(Text: Véronique Ruppenthal, Fotos: Christian Aebersold)

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