Der nächste internationale Grossanlass steht vor der Tür: die Junioren-WM in der Türkei. Mit dem Sprint am kommenden Sonntag werden die Titelkämpfe eröffnet.  

Mit sechs Athletinnen und sechs Athleten reist das Schweizer Team am Donnerstag in die Türkei an die diesjährige Junioren-WM (JWOC). Sofern alle Coronatests negativ ausfallen (alle Personen müssen vor der Abreise und vor Ort mehrere Coronatests machen), darf das Team am Freitag und Samstag zur Angewöhnung an das Gelände erste Trainings absolvieren.

Offiziell gestartet werden die Titelkämpfe am kommenden Sonntag, 5. September, mit dem Sprint in Kocaeli. Die hügelige Stadt mit vielen Treppen wird auch physisch herausfordernd werden. Tags darauf folgt die Mitteldistanz-Qualifikation und einen Tag später der Final im Gelände bei Mudarli. Steinfelder, steile Hänge und Dickichte zeichnen das Laufgebiet aus. Nach einem Ruhetag geht es am 9. September weiter mit der Langdistanz. Am Freitag, 10. September, findet die diesjährige Junioren-WM mit der Staffel ihren Abschluss. Die beiden letzten Wettkämpfe werden dabei in der Nähe von Denizli ausgetragen.  

Erfahrungen sammeln und Potenzial abrufen als oberste Ziele

Je sechs Schweizer Athletinnen und sechs Schweizer Athleten werden dabei am Start der Wettkämpfe stehen. Speziell in diesem Jahr ist allerdings, dass keine der Athlet*innen bereits einmal an einer Junioren-WM dabei war. «Für die Mehrheit ist es nach früheren EYOC-Teilnahmen der nächste Schritt in ihrer Karriere», erzählt Beat Okle, Cheftrainer Junioren. Dies habe sowohl Vor- als auch Nachteile. «Als Vorteil sehen wir, dass alle unvoreingenommen an diesem Anlass teilnehmen können», so Okle weiter. Die Vorbereitungen waren denn auch den Umständen entsprechend – im Frühjahr musste auf das Trainingslager im Ausland verzichtet werden – gut. In vielen herausfordernden Trainings hätten die Athlet*innen bewusst nochmals an ihren Stärken und Schwächen arbeiten können.

Rangziele hat sich das Team dennoch keine gesetzt. Ziel soll vielmehr sein, dass alle mit soliden, gut geplanten Läufen ihr Potenzial abrufen können. «An einem internationalen Anlass kann man nicht plötzlich besser OL machen; das müssen sich die Athleten und Athletinnen bewusst sein. Es läuft alles über eine gute Planung der Teilstrecken und eine präzise Umsetzung», erklärt Beat Okle. Zudem komme dem Team entgegen, dass die Bahnen mit vielen zu bewältigenden Höhenmetern gespickt sind, was für Schweizer Athlet*innen in der Regel ein Vorteil ist.

Über das IOF-Livecenter sowie die Veranstalterwebsite können die Wettkämpfe mitverfolgt werden. Zuschauende vor Ort sind aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht erlaubt.

Juniorinnen

Inès Berger
Lilly Graber
Sanna Hotz
Corina Hüni
Vera Moser
Siana Senn

Junioren

Florian Freuler
Janis Hutzli
Dominic Müller
Pascal Schärer
Pascal Schmid
Timo Tantanini

(Text: Annalena Schmid)

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