Am kommenden Donnerstag startet das grosse Weltcupfinale in Norditalien mit dem Wettkampf über die Langdistanz. Die Ausgangslage im Gesamtweltcup ist dabei für die Schweizer Athlet*innen aussichtsreich.

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Letzte Vorbereitungen: Matthias Kyburz


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Noah Zbinden


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Sprintstaffel-Vorbereitungen

Die internationale OL-Saison neigt sich langsam zu Ende und welch Spektakel durften wir in den vergangenen Weltcuprunden bereits miterleben! Den Auftakt bildete die EGK OL-EM in Neuchâtel, an der es aus Schweizer Sicht viel zu feiern gab, darunter auch den Europameistertitel in der Sprintstaffel und mit Matthias Kyburz im Knock-Out Sprint. Viele Emotionen und OL vom Feinsten bot auch die anschliessende WM im Juli. Und mit sieben Medaillen gab es auch für die Schweizer OL-Läufer*innen allen Grund zur Freude.

Im August folgte dann die zweite Weltcuprunde mit den Läufen im schwedischen Idre Fjäll. Neben dem ersten Weltcupsieg von Simona Aebersold in einer Einzeldisziplin und einem Sieg von Joey Hadorn sowie weiteren Podestplätzen des Schweizer Teams konnte ebenfalls mitverfolgt werden, wie auch OL-Cracks in diesem technisch äusserst anspruchsvollen Gelände zeitraubende Fehler unterliefen.

Nun folgt mit dem Weltcupfinale in Norditalien der grosse Abschluss der internationalen OL-Saison. Auf dem Programm steht eine Langdistanz am Donnerstag, 30. September, im detailreichen und teilweise steilen Gelände rund um Cansiglio, ein Rennen über die Mitteldistanz am Samstag ebenfalls in Cansiglio und eine Sprintstaffel am Sonntag in Cortina d’Ampezzo.

Offene Ausgangslage im Gesamtweltcup

Im Rennen um den Gesamtweltcup kann dabei noch Vieles passieren. Insgesamt 20 Athleten und 8 Athletinnen haben theoretisch noch die Chance auf den Sieg im Gesamtweltcup. Aus Schweizer Sicht dürfen insbesondere Simona Aebersold (derzeit Führende im Gesamtweltcup bei den Frauen), Joey Hadorn (Rang zwei), Daniel Hubmann (Rang drei) und Matthias Kyburz (Rang vier) noch auf den Titel hoffen. In der Team-Wertung liegt die Schweiz auf dem zweiten Rang hinter Schweden.

Aktuelle Wertung im Gesamtweltcup

Die Wettkämpfe können wiederum im IOF-Livecenter live mitverfolgt werden. Die Mitteldistanz am Samstag und die Sprintstaffel am Sonntag werden von einer TV-Produktion begleitet – im Web-TV der IOF, auf SVT oder NRK kann diese gesehen werden. Bei allen Läufen wird es zudem GPS-Tracking und Live-Resultate geben. 

Die Schweiz wird dabei von insgesamt 19 Athletinnen und Athleten vertreten. Prominente Abwesende sind dabei Elena Roos und Sabine Hauswirth. Aufgrund einer Verletzung musste Elena Roos ihre Saison frühzeitig beenden und Ersatzläuferin Elena Pezzati wird stattdessen eine Startmöglichkeit erhalten. Sabine Hauswirth fehlt derzeit die nötige Energie und physische Form, weshalb sie sich gegen eine Teilnahme am Weltcupfinal entschieden hat. Deborah Stadler als zweite Ersatzläuferin wird deshalb ebenfalls zum Einsatz kommen.

Das Programm in der Übersicht

Donnerstag, 30. September, 12:00 – 18:30 Uhr: Langdistanz
Samstag, 2. Oktober, 12:30 – 16:30 Uhr: Mitteldistanz (mit TV-Übertragung ab 12:30 Uhr)
Sonntag, 3. Oktober, 13:30 – 14:55 Uhr: Sprintstaffel (mit TV-Übertragung ab 13:30 Uhr)

Veranstalterwebsite
IOF-Livecenter

(Text: Annalena Schmid, Fotos: Orienteering Focus)

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