Am Wochenende wurden auf den Flumserberger die letzten beiden Nationalen OL-Wettkämpfe ausgetragen. Das Rennen über die Mitteldistanz am Samstag war zugleich der letzte Grand-Slam-Wertungslauf für die Junior*innen.

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Das Wettkampfzentrum vor traumhafter
Bergkulisse


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Podest der Junioren am Samstag


2021 13.nat. Podium D20
Die besten drei Juniorinnen über die
Mitteldistanz

Wenn sich die Laufleiterin während des Wettkampfes an der Sonne in einen Liegestuhl legen und ausruhen kann, beweist dies, dass sie ihren Lauf sehr sorgfältig geplant hat und dass sie mit Wetterglück belohnt wurde. Zusammen mit ihrem Organisationskommitee bereitete sich Marlies Laager während rund zwei Jahren auf den wichtigen Anlass vor. Am Tag X griffen dann die verschiedenen Chargen wie die Räder einer gut geschmierten Maschine ineinander, so dass sich Laager die wohl verdiente Pause problemlos genehmigen konnte.

Dort wo im Winter unzählige Skifahrer*innen und Snowboarder*innen über die Pisten flitzen und seit einigen Jahren im Sommer Biker über kurvige Trails sausen, spurteten am Samstag, 2.Oktober, rund 1500 OL-Laufende aus der ganzen Schweiz im hohen Tempo über gut belaufbare Weiden. Doch wer übermütig wurde und sich vielleicht vom prächtigen Churfirsten-Panorama ablenken liess, kassierte im Postenraum schnell ein paar unnötige Sekunden. Offensichtlich ist es Bahnleger Jan Hug gelungen, aus den wenigen zur Verfügung stehenden Geländekammern das Beste herauszukitzeln, denn die allermeisten Teilnehmenden waren mit seinen Parcours sehr zufrieden.

Grand-Slam-Wertungslauf für Junior*innen

Weil die JWOC gleichzeitig wie die Mitteldistanz-SM und damit zweiter Grand-Slam-Wertungslauf stattfand, zählte der Mitteldistanzlauf am Flumserberg für die beiden Juniorenkategorien als Wertungslauf. Bei den Juniorinnen siegte Sanna Hotz vor Lilly Graber und Corina Hüni. Das Rennen der Junioren entschied Pascal Schmid vor Florian Freuler und Manuele Ren für sich.

Nach dem letzten Grand-Slam-Wertungslauf für die Junior*innen am Samstag ist auch das Startfeld für den Grand-Slam-Final am 13. November in Kirchberg bekannt. Bei den Herren Elite sicherten sich Matthias Kyburz, Martin Hubmann, Daniel Hubmann, Florian Howald und Joey Hadorn eine Finalplatz. Bei den Damen sind es Simona Aebersold, Elena Roos, Paula Gross, Sarina Kyburz und Martina Ruch, die den Einzug ins Finale schafften. Zudem ergänzen Florian Freuler, Simon Hamel und Tobias Sterchi von den Junioren und Sanna Hotz, Siana Senn und Corina Hüni von den Juniorinnen das Startfeld am 13. November.

pdfGrand-Slam-Rangliste final

Letzer Nationaler Wettkampf der OL-Saison 2021
Am Sonntag folgte dann auf dem Flumserberg der letzte diesjährige Nationale OL . Der Rahmen dazu hätte nicht würdiger sein können. Dank dem Föhn herrschten in der Ostschweiz noch angenehme Oktobertemperaturen und die perfekte Fernsicht liess die Churfirsten in fast greifbarer Nähe erscheinen.

Einige Teilnehmende nutzten die Windunterstützung gar zu noch schnellerem Tempo, indem sie die Arme ausstreckten, um so vom Rückenwind getrieben zu werden – derart stark stürmte es zeitweise. Die Bergbahnen Flumserberg stellten am frühen Morgen noch eine düstere Prognose. Es bestand die Gefahr, dass die Gondelbahnen, die die Läuferinnen und Läufer ins WKZ und an den Start führten, ihren Betrieb einstellen könnten. Nebst kurzzeitigen Unterbrüchen konnte aber den ganzen Tag gefahren werden und so kamen die Teilnehmenden in den Genuss eines fordernden, aber würdigen Langdistanzrennens. Das überraschend vielseitige Gelände mit offenen Partien, dann aber auch gut belaufbaren Waldpassagen bot grosse Abwechslung und wurde von Bahnleger Mario Ammann von der organisierenden OL-Gruppe St.Gallen/Appenzell ideal ausgenützt.

Sanna Hotz ist Doppelsiegerin am Flumserberg
Bei den Junioren konnte sich Florian Freuler revanchieren für den am Vortag beim Grand-Slam-Lauf um eine Sekunde verpassten Sieg. Diesmal musste Pascal Schmid mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen. Demgegenüber wiederholte Sanna Hotz bei den Juniorinnen den Vortagessieg mit einem deutlichen Vorsprung. Auch in den Elitekategorien kam es zu Revanchen. Sowohl Siri Suter als auch Fabian Aebersold konnten sich nach zweiten Plätzen über die Mitteldistanz nun am Sonntag als Sieger und Siegerin feiern lassen.

Veranstalterwebsite: www.flumserberg2021.ch

(Text: Martin Gross und Erwin Wälter, Fotos: Erwin Wälter)

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