Insgesamt 14 Läufe umfasst die 20. Austragung des OL-Weltcups, der am Samstag in der Türkei startet und am ersten Oktober-Wochenende in Liestal entschieden wird. Der zweimalige Weltcup-Gesamtsieger Matthias Kyburz setzt in diesem Jahr aber noch mehr auf die beiden Titelkämpfe EM (April) und WM (Juli).

Die Türkei als Ausrichter des ersten Weltcuplaufes vom Samstag (mit Qualifikationslauf am Freitag) sowie Spanien als Organisator eines Weltcup-Wochenendes Anfang April erhöhen die Anzahl der Weltcup-Organisatoren seit 1986 auf 30 Nationen. Damit gewinnt diese Jahreswertung zwar etwas an geografischer Ausbreitung, aber ebenso auffallend ist, dass Schweden in diesem Jahr keine Weltcup-Veranstaltung durchführt. Neu kommt in diesem Jahr ein inoffizieller Sprint-Staffel-Weltcup zur Austragung, wobei neben dem erstmaligen WM-Titelrennen weitere drei Sprintstaffeln in der Türkei, in Finnland und in der Schweiz stattfinden.

kyburz_reusslauf14.jpgFür die Athleten hat sich die Situation bezüglich Weltcup eher noch erschwert. In einer Saison mit zwei Titelkämpfen ist der Kalender so stark befrachtet, dass die Gesamtwertung weniger Gewicht erhält. Ein Beispiel dafür gibt Matthias Kyburz, der eigentlich seinen dritten Gesamtsieg in Serie anpeilen kann. Aber weil das spanische Weltcup-Wochenende nur wenige Tage vor den Qualifikationsläufen der EM stattfindet, verzichtet er ebenso darauf wie etliche andere Topläufer. Und da zudem kaum mehr ein Athlet alle WM-Einzelrennen bestreitet, fallen auch diese als Weltcup-Zählresultate weg.

"Der Weltcup hat nicht gleiche Priorität wie im Vorjahr. Ich will weniger Kompromisse eingehen, konzentriere mich auf WM und EM", sagt Kyburz. Und weil er neben den beiden Läufen in Spanien auch Finnland auslässt und wohl auch nicht alle Einzel-Disziplinen der WM bestreitet, ist für ihn der Weltcup offen. "Es ist schwierig einzuschätzen, was unter diesen Vorzeichen möglich ist. Jedenfalls habe ich in diesem Jahr bezüglich Gesamtwertung nicht alles selber in der Hand."

Punkto Verfassung fühlt sich Kyburz auf gutem Weg. "Die Vorbereitung ist gut gelaufen. Der jüngste Leistungstest ist identisch mit jenem des Vorjahres, auf hohem Niveau", sagt der Aargauer. Eine ausgezeichnete Leistung am Europacup der Cross-Vereinsmeister sowie auch ein guter vierter Rang zuletzt am Bremgarter Reusslauf (Bild) haben ihn bezüglich Physis bestätigt. Nur orientierungstechnisch musste er zuletzt ein paar kleine Dämpfer hinnehmen. "Im Trainingslager in Portugal hatte ich drei misslungene Läufe, bei Spezialformen. Aber das hat mich auch wachgerüttelt", erklärt Kyburz. (Text Nicolas Russi, Foto Website Reusslauf)

Der OL-Weltcup 2014

Samstag, 1. März: Kemer-Antalya (TUR/Mitteldistanz) Website des Veranstalters
Samstag, 5. April: Cehegin (ESP/Langdistanz)
Sonntag, 6. April: Cehegin (ESP/Mitteldistanz)
Sonntag, 13. April: Palmela (POR/EM-Sprint)
Montag, 14. April: Palmela (POR/EM-Mitteldistanz)
Dienstag, 15. April: Palmela (POR/EM-Langdistanz)
Samstag, 7. Juni: Kongsberg (NOR/Mitteldistanz)
Sonntag, 8. Juni: Kongsberg (NOR/Langdistanz)
Mittwoch, 11. Juni: Imata (FIN/Sprint)
Samstag, 5. Juli: Venedig (ITA/WM-Sprint)
Mittwoch, 9. Juli: Lavarone (ITA/WM-Langdistanz)
Freitag, 11. Juli: Campomulo-Gallio (ITA/WM-Mitteldistanz)
Samstag, 4. Oktober: Liestal (SUI/Mitteldistanz)
Sonntag, 5. Oktober: Liestal (SUI/Sprint)

Inoffizieller Sprintstaffel-Weltcup 2014

Sonntag, 2. März: Kemer-Antalya (TUR)
Donnerstag, 12. Juni: Imata (FIN)
Montag, 7. Juli: Trento (ITA/WM)
Freitag, 3. Oktober: Basel (SUI)

Das Schweizer Team in der Türkei

Männer
Fabian Hertner
Florian Howald
Raffael Huber
Daniel Hubmann
Martin Hubmann
Andreas Kyburz
Matthias Kyburz
Baptiste Rollier

Frauen
Ines Brodmann
Rahel Friederich
Julia Gross
Sabine Hauswirth
Sarina Jenzer
Sara Lüscher
Judith Wyder

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