Matthieu Bührer gewinnt nach zwei Goldmedaillen in der heutigen Mitteldistanz die Silbermedaille. Kati Hotz läuft auf den 5. Rang, Loïc Berger wird Neunter.

Nach dem gestrigen Ruhetag ging es an der Junior*innen-WM in Tschechien weiter mit der Mitteldistanz in Dobříč. Das flache und meist gut belaufbare Gelände war durchzogen von teils tiefen Tälern und einigen Dickichten. Insbesondere der Startteil im detaillierten Relief war technisch sehr anspruchsvoll und einigen Athletinnen und Athleten unterliefen bereits in den ersten Postenabschnitten zeitraubende Fehler.

Ohne grössere Fehler durchgekommen ist jedoch Matthieu Bührer, der bereits zwei Goldmedaillen an diesen Titelkämpfen gewinnen konnte. Als Drittletzter gestartet, zeichnete sich ein enges Duell zwischen ihm und dem im Ziel führenden Tschechen Jan Strycek ab. Eine kleine Unsicherheit zu Posten 17 kostete ihn etwa 25 Sekunden, am Ende läuft er mit 32 Sekunden Rückstand auf Strycek zur Silbermedaille. Bronze geht an den Norweger Alfred Bjoerneroed, nur eine Sekunde vor Svante Selin (Schweden).

«Es ist wirklich unglaublich, wie super diese JWOC für mich läuft. Ich hatte einen fast perfekten Lauf. Technisch habe ich mich sehr sicher gefühlt und es hat richtig Spass gemacht diese Mitteldistanz zu laufen. Natürlich gibt das auch Selbstvertrauen für die Staffel morgen», freut sich der 18-Jährige.

Über einen weiteren Top-Ten-Rang durfte sich Loïc Berger freuen, er wird Neunter. «Auch wenn der Rang am Ende schlechter als bei den bisherigen Rennen ist, bin ich technisch sehr zufrieden mit dem Lauf. Und das zählt für mich fast noch mehr als das reine Resultat. Ich fühlte mich etwas müde und die anderen Läufer waren wohl physisch einfach noch etwas schneller», bilanziert Berger.

Joschi Schmid läuft auf Rang 20, Elia Ren beendet das Rennen auf Rang 23, Elia Gartmann auf Platz 31, David Baumberger wird 36.

Dominante Tschechinnen – Kati Hotz gewinnt ein Diplom

Nach dem tschechischen Dreifach-Sieg bei den Juniorinnen waren auch heute die Tschechinnen zuvorderst in der Rangliste anzutreffen. Lucie Dittrichova, die bereist über die Langdistanz siegte, lief zu ihrer zweiten Goldmedaille. Silber gewinnt Viktorie Skachova, die Drittplatzierte der Langdistanz. Dahinter ist es die Schwedin Alma Svennerud, die für Schweden die erste Einzel-Medaille dieser JWOC gewinnt.

Aus Schweizer Sicht überzeugte Kati Hotz mit einem fünften Rang, 2:05 Minuten hinter der Siegerin. «Ich habe mir bewusst Zeit genommen, das Gelände zu verstehen und an den schwierigen Stellen sorgfältig Karte zu lesen. So ist mir ein guter Lauf gelungen ohne grössere Fehler», so die Aargauerin.  

Eine solide Leistung zeigt auch Rachel Marxer – sie beendet das Rennen auf Rang 14. Heute wieder im Einsatz stand Coralie Waldner – sie musste den Sprint und die Langdistanz verletzungsbedingt auslassen. Sie läuft auf Rang 23. Durch Fehler zurückgeworfen wurde auch Seline Sannwald, sie beendet das Rennen auf Rang 26., Anna Gasser wurde 32. Nicht verschont von grösseren Zeitverlusten blieb auch Henriette Radzwikowski, die letztjährige Mitteldistanz-Juniorinnen-Weltmeisterin. Sie belegt am Ende Rang 35.

Morgen wird die JWOC 2024 mit der Staffel abgeschlossen. Um 9:00 Uhr erfolgt der Start der Männer, um 11:00 derjenige der Frauen. Hier ist die Veranstaltendenwebseite zu finden und hier die heutigen Resultate im Detail.

Die Schweizer Teams für die morgige Staffel

Junioren:

  • SUI 1: David Baumberger, Loïc Berger, Matthieu Bührer
  • SUI 2: Joschi Schmid, Elia Gartmann, Elia Ren

Juniorinnen:

  • SUI 1: Henriette Radzikowski, Seline Sannwald, Kati Hotz
  • SUI 2: Anna Gasser, Rachel Marxer, Coralie Waldner

(Text: Annalena Schmid, Foto: Sandra Lauenstein)