Am Freitag beginnt auf der australischen Insel der OL-Weltcup. Innerhalb von einer Woche stehen dabei Starts in allen drei Einzeldisziplinen an. Die Schweizer gehören zu den Favoriten.

Die internationale OL-Saison beginnt in diesem Jahr ungewohnt früh: Während die OL-Läufer in der Schweiz
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Blick ins Gelände der Sprint-Qualifikation...


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...und der Mitteldistanz.
mitten im Wintertraining sind, gilt es für Weltelite bereits am Freitag ernst. Dann nämlich startet in Tasmanien die erste Weltcup-Runde mit der Sprint-Qualifikation. Das Programm, das in die ozeanischen Meisterschaften eingebettet ist, sieht in der Folge Starts in allen drei Einzeldisziplinen vor. Nach der Sprint-Qualifikation findet bereits am Samstag der Final über die kürzeste Distanz statt. Beide Rennen werden in Launceston ausgetragen, der zweitgrössten Stadt der Insel. Danach wird der Weltcup-Tross an die Ostküste weiterreisen, wo am Donnerstag und Samstag die Rennen über die Mittel- und Langdistanz ausgetragen werden.

Die Schweizer Delegation besteht aus sechs Herren und acht Frauen. Angeführt wird sie vom letztjährigen Gesamtweltcup-Sieger Daniel Hubmann und der dreifachen Weltmeisterin Judith Wyder. Die Ausgangslage der Teamleader präsentiert sich indes unterschiedlich. Hubmann berichtet von einer gelungenen Vorbereitung. Er sagt: „Ich bin mit meinem Formstand sehr zufrieden. Das Training in den letzten Wochen verlief nach Plan.“ Entsprechend will der 31-Jährige um die Podestplätze kämpfen und wichtige Punkte für den Gesamtweltcup sammeln. Für Wyder hingegen sind die Wettkämpfe in Tasmanien vor allem eine erste Standortbestimmung. Sie war im Herbst verletzt und litt in den letzten Wochen unter hartnäckigen Magenproblemen. Die Bernerin zeigt sich aber kämpferisch. Sie sei nun wieder voll ins Training eingestiegen und freue sich auf die Herausforderung. „Ich werde in Tasmanien an den Start gehen, um in allen Disziplinen unter die besten sechs zu kommen.“

Mit Fabian Hertner, Florian Howald und Matthias Kyburz stehen neben Daniel Hubmann weitere Kandidaten für Weltcup-Podestplätze im Schweizer Männerteam. Insbesondere Matthias Kyburz scheint in Form zu sein. Er hat in den letzten Wochen mit sehr starken Laufleistungen brilliert. Sowohl am Basler Stadtlauf wie auch am Zürcher Silvesterlauf klassierte sich der letztjährige Weltmeister in der Sprint-Staffel jeweils als zweitbester Schweizer hinter Tadesse Abraham. Das Damenteam ist mit den amtierenden (Sprint-) Staffelweltmeisterinnen Rahel Friederich, Sara Lüscher und Sabine Hauswirth ebenfalls stark besetzt. Cheftrainer Patrik Thoma ist zuversichtlich: „Die Schweizer Athleten sind bereit und werden alles geben, um ganz vorne dabei zu sein.“

Die Organisatoren bieten den 111 gemeldeten Läuferinnen und Läufern unterschiedliche Herausforderungen. Die Sprint-Qualifikation findet in einem steilen Park- und Gartengelände statt, das durch einen Fluss zweigeteilt wird. Für den Final dient der Universitätscampus als Wettkampfstätte. Die Walddisziplinen hingegen werden in relativ stark coupiertem Gelände ausgetragen, das durch grössere und kleinere Steinformationen geprägt wird.
(Text Jonas Mathys/Lukas Frei)

Das Programm:
Freitag, 2. Januar: Sprint Qualifikation, Cataract Gorge, Launceston
Samstag, 3. Januar: Sprint Final, University of Tasmania, Launceston
Donnerstag, 8. Januar: Mitteldistanz, Coles Bay, East Coast
Samstag, 10. Januar: Langdistanz, Transit Flat, St. Helens

Das Schweizer Team:
Männer: Fabian Hertner, Florian Howald, Raffael Huber, Daniel Hubmann, Matthias Kyburz und Andreas Rüedlinger
Damen: Bettina Aebi, Rahel Friederich, Julia Gross, Sabine Hauswirth, Sarina Jenzer, Sara Lüscher, Elena Roos, Judith Wyder

Link zur Veranstalter-Webpage: http://oceania2015.com/
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