An der traditionellen 10mila-Staffel in Schweden erreichten Fabian Hertner und Julia Gross mit ihren skandinavischen Klubs den dritten Rang. Der neue Herren-Trainer François Gonon war gar Mitglied des Sieger-Teams von IFK Göteborg.

Die grösste schwedische OL-Staffel am Wochenende bot gerade in der Herrenstaffel Spannung und Spektakel. Gestartet wurde spät am Samstag Abend, der Wettkampf lief die ganze Nacht hindurch. Am frühen Morgen, nach zehn Strecken und mehr als zehn Stunden Laufzeit, fiel die Entscheidung erst im Zieleinlauf. Thierry Gueorgiou für den finnischen Klub Kalevan Rasti, Eskil Kinneberg von IFK Göteborg und Magne Daehli vom norwegischen Verein Halden SK stempelten gemeinsam beim letzten Posten. Der Norweger Kinneberg setzte sich im langen Endspurt durch und sicherte seinem schwedischen Klub IFK Göteborg damit den ersten 10mila-Sieg überhaupt. In der siegreichen Staffel war auch der neue Herren-Nationaltrainer François Gonon gelaufen (dritte Strecke). IFK Göteborg beendete damit die Siegesserie von Kalevan Rasti. Der finnische Klub hatte die letzten zwei Austragungen der 10mila-Staffel gewonnen. Dieses Mal wurde es "nur" Platz drei unter den 316 Mannschaften. Zu den geschlagenen im finnischen Grossklub aus Joensuu gehörte auch Fabian Hertner. Er war die 8. Strecke gelaufen. Mit Streckenbestzeit hatte Hertner seine Farben zwischenzeitlich in Führung gebracht.

In der Frauenstaffel, die jeweils am Samstagnachmittag über fünf Strecken durchgeführt wird, setzte sich ebenfalls ein schwedisches Team durch. Domnarvets GOIF aus Dalarna beendete den Wettkampf 41 Sekunden vor dem Stockholm-Klub Järla IF. Dritte wurde das Team von Stora Tuna OK, ebenfalls ein schwedischer Klub aus Dalarna. Julia Gross lief die vierte Strecke. Die Schweizerin beweis einmal mehr ihre gute Verfassung. Sie machte auf der ungegablten Strecke sieben Plätze gut und schuf so eine ideale Ausgangslage für den schwedischen OL-Star Tove Alexandersson, die ihren Klub vom achten Zwischenrang noch aufs Podest führte.

Vor dem 10mila-Wochenende gab besonders ein Team viel zu reden. Unter dem Namen "Nightfoxes International" startete nämlich ein internationales Frauen-Allstar-Team in der Herrenstaffel. Im Vorfeld war viel darüber spekuliert worden, inwiefern die besten Frauen die Herren würden herausfordern können und ob es für einen Top100-Platz reichen würde. Weil Tove Alexandersson auf der langen Nachtstrecke einen falschen Posten stempelte, wurde das spezielle Team am Ende nicht klassiert. Mit Simone Niggli, Sara Lüscher und Ines Brodmann hatten auch drei Schweizerinnen "Nightfoxes International" angehört.

Für Lüscher, Gross, Hertner und Co. geht es nach der Rückreise in die Schweiz Schlag auf Schlag weiter. An Auffahrt findet bereits der erste Selektionslauf über die Langdistanz in "Les Alpettes", dem WM-Gelände von 1981, statt.

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(Foto Emma Åhman, Text JM)
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