Nach dem Sieg über die Langdistanz klassiete sich Matthias Kyburz auch über die Mitteldistanz auf dem Podest. Er wurde Dritter. Daniel Hubmann, Fabian Herter und Sarina Jenzer überzeugten ebenfalls.

Nach dem Sieg über die Langdistanz am Mittwoch ist es bereits der zweite Einzel-Podestplatz von Matthias
WCSwe Chlai
Matthias Kyburz unterwegs zu einem weiteren
Weltcup-Podest


WCSwe Dani
Daniel Hubmann...


WCSwe Fäbu
...Fabian Hertner...


WCSwe Sarina
...und Sarina Jenzer beim Zuschauerposten


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Der Mann der Stunde: Matthias Kyburz auf dem Podest
Kyburz am Weltcup in Norwegen und Schweden. Dazu war er ebenfalls Teil des Teams, das in der Mixed Sprint-Staffel den dritten Platz belegte. Der Fricktaler war damit die dominante Figur des Weltcup-Blocks.
Im technisch anspruchsvollen Gelände der Mitteldistanz gelang Kyburz ein solider Lauf. Er war von Anfang an im Kampf um den Tagessieg mit dabei. Bei der Zuschauerpassage knapp neun Minuten vor dem Ziel lag er noch an zweiter Stelle. Der Schwede William Lind verdrängte ihn auf der Schlussschlaufe jedoch noch knapp von dieser Position. Der Sieg ging an den Franzosen Thierry Gueorgiou. Daniel Hubmann und Fabian Hertner komplettierten mit den Plätzen vier und sechs das starke Teamresultat der Schweizer Männer.
"Es war recht nass und entsprechend tief waren die Sümpfe. Ich habe mich nicht gut gefühlt", sagte Kyburz nach seinem Lauf. Er habe sich aber gesagt, dass er einfach den Job auf der Karte machen müsse. Dies gelang ihm wunschgemäss: "Ich habe nur zwei- drei Mal vor dem Posten einen Kontrollblick machen müssen, sonst lief es technisch sehr gut." Allerdings musste der 25-Jährige auch für das harte Programm mit vier Wettkämpfen in fünf Tagen etwas Tribut zollen. "Auf der Schlussschlaufe habe ich gemerkt, dass ich schon ein paar Läufe in den Beinen habe", sagte ein müder Matthias Kyburz nach dem Zieleinlauf. Daniel Hubmann und Fabian Hertner waren im Ziel nicht unglücklich mit ihren Leistungen. Hertner hatte zwar einen Fehler zu beklagen, berichtete ansonsten aber wie Hubmann von einem guten technischen Fluss.

Bei den Frauen sorgte Sarina Jenzer für die positive Überraschung des Tages. Mit Rang sechs glückte ihr ein kleiner Exploit. Für die 24-Jährige ist dies nach einem vierten Platz in Olso vor zwei Jahren das zweitbeste Weltcup-Resultat der Karriere. Jenzer profitierte davon, dass sie auf dem Weg zu Posten acht von der späteren Siegerin, der Schwedin Helena Jansson, aufgeholt wurde. Die Bernerin blieb bis ins Ziel fast an Jansson dran. "Ich habe gedacht, dass sie an mir vorbeiziehen würde", sagt Jenzer. "Das Tempo war dann aber gar nicht unglaublich schnell. Ich konnte immer selber noch mitlesen." Trotz der Tatsache, dass sie aufgeholt wurde, war sie mit ihrer Startphase sehr zufrieden. "Ich bin mit vollem Fokus auf die Technik gestartet und hatte die ersten Posten super." In diesem Gelände sei sie wohl einfach noch etwas zu langsam, um alleine das Tempo der Besten zu laufen. Das Frauen-Podest komplettierten die Ukrainerin Nadiya Volynska und die Schwedin Emma Johansson.
Zweitbeste Schweizerin war Judith Wyder. Der dreifachen Weltmeisterin von 2014 unterliefen zu viele Fehler für einen Spitzenplatz. Sie wurde Elfte. Trotzdem konnte sie der Mitteldistanz sowie dem gesamten Weltcup-Block viel Positives abgewinnen. Ihre wichtigste Erkenntnis: "Das Tempo ist gut." Grundsätzlich nehme sie ein positives Gefühl aus Skandinavien mit, auch wenn die Resultate nicht wie erhofft ausgefallen seien.

Mit der Mitteldistanz ging der Weltcup-Block in Norwegen und Schweden zu Ende. Der herausfordernde Lauf in wunderschönem und anspruchsvollen Gelände war ein versöhnlicher Abschluss nach dem Desaster der Sprint-Annullierung vom Vortag. Die Wettkämpfe in Skandinavien waren der letzte richtige Formtest vor den Weltmeisterschaften in Schottland Anfang August. Die Schweizer, allen voran Matthias Kyburz, haben mit ihren Resultaten gezeigt, dass der Fahrplan Richtung Inverness stimmt.

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Resultate
Munkedal (Sd). Weltcup. Mitteldistanz. Männer (6,3km/290m HD/20 Posten)
1. Thierry Gueorgiou (Fr) 39:46. 2. William Lind (Sd) 40:11. 3. Matthias Kyburz (Sz) 40:19. 4. Daniel Hubmann (Sz) 41:19. Ferner: 6. Fabian Hertner (Sz) 41:29. 12. Baptiste Rollier (Sz) 42:21. 20. Martin Hubmann (Sz) 43:04. 31.  Andreas Kyburz (Sz) 43:45. 39. Florian Howald (Sz) 44:49. 56. Andreas Rüedlinger (Sz) 46:26.

Frauen (5,0/230/15)
1. Helena Jansson (Sd) 35:28. 2. Nadiya Volynska (Uk) 37:09. 3. Emma Johansson (Sd) 37:12. Ferner: 6. Sarina Jenzer (Sz) 37:42. 11. Judith Wyder (Sz) 38:25. 19. Sara Lüscher (Sz) 39:37. 23. Sabine Hauswirth (Sz) 40:08. 29. Julia Gross (Sz) 40:53. 32. Rahel Friederich (Sz) 40:56. 56. Lisa Holer (Sz) 43:51. 74. Lilly Gross (Sz) 46:51. 80. Elena Roos (Sz) 48:06.

(Text und Fotos Jonas Mathys)
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