Das Schweizer Team mit Judith Wyder, Andreas Kyburz, Matthias Kyburz und Rahel Friederich hat am Montagnachmittag die Sprintstaffel beim Weltcup im polnischen Trebnitz gewonnen. Auf dem zweiten Rang klassiert sich das Team aus Schweden. Die Dänen sichern sich den dritten Rang.

2016-weltcup polen sosprintstaffel
Das erfolgreiche Schweizer Team.
Die Schweizer Sprintstaffel mit Judith Wyder, Andreas und Matthias Kyburz sowie Rahel Friederich konnte am Montagnachmittag einen Start-Ziel-Sieg feiern. Das Team Schweiz 1 lag von Beginn des Rennens in Führung und gab diese nicht mehr ab.

Bereits Startläuferin Judith Wyder übergab an erster Stelle liegend an Andreas Kyburz. Die Bernerin verzeichnete zwar lediglich einen kleinen Vorsprung von wenigen Sekunden auf die Verfolgerteams, doch bedeutete dies womöglich eine Vorentscheidung. «Es war eine ganz neue Erfahrung für mich auf der Startstrecke zu laufen», sagte Wyder, die in der Vergangenheit jeweils die Schlussstrecke lief. Die «Ellenbogenkämpfe» habe sie unterschätzt, dennoch habe sie ihren Lauf durchziehen können.

Andreas Kyburz konnte in der Folge den Vorsprung auf über 30 Sekunden ausbauen. Hinter dem Aargauer buhlten derweil mehrere Nationen um die weiteren Plätze auf dem Podest – namentlich vor allem die Schweden, Dänen und Russen. «Dass ich plötzlich ganz alleine an der Spitze war, hatte mich zuerst verunsichert», so der Fricktaler nach seinem Rennen. Der Sieg mit der Sprintstaffel in Trebnitz bedeutet gleichzeitig der erste Weltcupsieg für Andreas Kyburz: «Dass ich mit meiner Leistung zum Erfolg des Teams beitragen konnte, freut mich enorm.»

Nun einen weiteren Weltcupsieg im Palmarès hat derweil der jüngere Bruder von Andreas Kyburz: «Ich konnte ein sicheres Rennen laufen und musste nicht mehr voll angreifen», sagte Matthias Kyburz nach seinem Lauf. Er absolvierte die dritte Strecke durch die Gassen und Strassen der Stadt Trebnitz (Polen), die rund 20 Kilometer entfernt von Wroclaw liegt. Mit einer soliden Leistung hielt der Sieger des Sprintwettkampfs vom Vortag die Schweiz an der Spitze: «Ganz alleine in einer Sprintstaffel an der Spitze zu laufen, war ungewohnt», so der 26-jährige Aargauer. Dies, weil Sprintstaffeln oftmals ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den einzelnen Team bedeuten.

Nicht ganz Kopf-an-Kopf aber dennoch knapp wurde es auf der Schlussstrecke. Rahel Friederich konnte den von Andreas und Matthias Kyburz ausgebauten Vorsprung nicht bis ins Ziel halten – für den Sieg reichte es aber dennoch. Mit vier Sekunden Vorsprung auf das Team der Schweden überquerte die gebürtige Baslerin die Ziellinie und sicherte der Schweiz damit den Sieg. Hinter den Schweden komplettierte das Team aus Dänemark das Podium. «Aufgrund der Resultate meiner Vorläufer war ich darauf vorbereitet, dass ich in Führung liegend meine Strecke in Angriff nehmen kann», sagte die 30-jährige Friederich. Da sie nicht genau wusste, wie gross ihr Vorsprung effektiv war, habe sie sich auch nicht stressen lassen, als Helena Jansson langsam zu ihr aufgeschlossen hatte. «Zudem wusste ich, dass ich im Zielsprint noch einen Zacken zulegen könnte», so Friederich mit einem Schmunzeln.

Mit dem Sieg in der Sprintstaffel zeigten die Schweizer Athletinnen und Athleten, dass sie nicht zuletzt in den Sprintdisziplinen das Mass der Dinge sind. Bereits im Sprint vom Sonntag gab es drei Podestplätze aus Schweizer Sicht zu feiern: Judith Wyder gewann bei den Damen, Matthias Kyburz bei den Männern und Daniel Hubmann wurde Zweiter. Die Sprintstaffel war der letzte Wettkampf der Weltcupserie in Polen. Nun folgt für die Athletinnen und Athleten die Vorbereitung auf die OL-Europameisterschaften in Jesenik (Tschechien), die Ende Mai ausgetragen werden. (Text: SF/ Bild: Facebook)

Resultate
1. Schweiz (Judith Wyder, Andreas Kyburz, Matthias Kyburz, Rahel Friederich), 62:24 Minuten; 2. Schweden (Tove Alexandersson, Emil Svensk, Jonas Leandersson, Helena Jansson), +00:04; 3. Dänemark (Cecilie Klysner, Tue Lassen, Soren Bobach, Maja Alm), +00:30; weitere Schweizer Teams: 5. Schweiz 2 (Elena Roos, Andreas Rüedlinger, Florian Howald, Julia Gross), +01:15; 20. Schweiz 3 (Sabine Hauswirth, Florian Schneider, Jonas Egger, Kerstin Ullmann), +03:24.

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