An den Jugend-Europameisterschaften in Polen sichert sich die St. Gallerin Eliane Deininger die Bronzemedaille im Sprint der D16. Die weiteren Schweizerinnen und Schweizer verfehlen die Top Ten.

2016 eyoc sprint deininger
Eliane Deiniger (Mitte) holt ihre zweite
Bronze-Medaille an den diesjährigen Jugend-EM.
Eliane Deininger sorgt an den Jugend-Europameisterschaften im Orientierungslauf (EYOC) für die vierte Medaille aus Schweizer Sicht. Die St. Gallerin läuft zum Abschluss der Titelkämpfe zu einer Bronzemedaille im Sprintwettkampf. Die D16-Athletin verliert 45 Sekunden auf die Siegerin Inka Nurminen aus Finnland und 18 Sekunden auf die Zweitplatzierte Csilla Gardonyi aus Ungarn. «Ich hatte einen guten Rhythmus gefunden und hatte im Ziel ein gutes Gefühl», so Deininger. Sie habe zwar nicht immer die optimale Route erwischt, beispielsweise als sie einmal einen künstlichen Zaun übersehen hatte, der ihre geplante Route nicht umsetzen liess. Mit Sprint-Bronze ist Deininger die erfolgreichste Schweizer Athletin am diesjährigen EYOC. Sie hatte gestern bereits Staffel-Bronze gewonnen.

Abgesehen vom Medaillengewinn Deiningers war der Sonntag an den Jugend-Europameisterschaften in Polen kein Schweizer Tag. Die weiteren Athletinnen und Athleten des Swiss Orienteering Teams blieben ohne Chance auf die Spitzenplatzierungen. Bei den D16 klassieren sich die weiteren Schweizerinnnen hinter den besten 30 Athletinnen: Lea Widmer wird 34., Siana Senn läuft zu Rang 36 und Elisa Bertozzi wird 51. Bei den gleichaltrigen Herren sorgt Fabian Aebersold mit dem 15. Rang für das beste Resultat. Er verliert 49 Sekunden auf den Sieger. Silas Hutzli (24.), Mattia Gründler (34.) und Jonas Soldini (36.) klassieren sich derweil hinter den Top 20.

Bei den Damen 18 resultiert für die Tessinerin Elena Pezzati als beste Eidgenossin der 24. Rang. Sofia Besomi (41.), Marcia Mürner (49.) und Siri Nyfeler (50.) müssen sich mit Plätzen hinter den besten 40 Athletinnen zufrieden geben. Bei den Herren 18 klassieren sich Silvan Ullmann (23.) und Andrin Gründler (26.) in den Top 30, Chamuel Zbinden (34.) und Nicola Müller (39.) in den Top 40.

Der Sprintwettkampf durch die Gassen und Strassen des EYOC-Hauptorts Jaroslaw hatte es in sich. Mit künstlichen Zäunen hatten die Bahnleger die Routenwahlen erschwert. So wurde der Sprint nicht wie von den Schweizern erwartet zu einer mehrheitlich physischen Angelegenheit, sondern war auch technisch sehr anspruchsvoll. Es waren vor allem die künstlichen Hindernisse, die dem einen Schweizer oder der anderen Schweizerin Mühe bereiteten.

Mit dem Sprintwettkampf vom Sonntag geht die Jugend-EM der Orientierungsläufer zu Ende. Für die Schweiz resultierten dabei vier Medaillen sowie vier Diplome. (Text: SF; Bilder: Saskia Mannhart)

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