Dem Schweizer Ski-OL Nachwuchs gelang ein ausgezeichnetet Auftakt zur Junioren-WM und Jugend-EM. Lea Widmer brillierte mit Gold bei den W17. Corsin Boos gewann bei den M17 die Bronzemedaille. Delia Giezendanner lief zudem als Fünfte bei den W17 auf einen Diplomrang.
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Delia Giezendanner
Am Morgen nach dem Feuerwerk an der Eröffnungszeremonie zündeten die Schweizer Jugendläufer am ersten Wettkampf ihrer Europameisterschaft ihre ersten Raketen. Die erst 15-jährige Delia Giezendanner lief als Frühstarterin in ihrem ersten Wettkampf in Finnland gleich mitten in die starken skandinavischen und russischen Läuferinnen. Die Fünftplatzierte zu ihrem fulminanten Debut: „Vor dem Wettkampf war ich ziemlich nervös, denn es war meine erste EYSOC und ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt. Von Anfang an fühlte ich mich sehr gut. In den Scooterspuren nahm ich etwas Tempo raus um Fehler zu vermeiden. In den steilen Aufstiegen konnte ich aber alles geben. Ich hatte nicht mit so einem Resultat gerechnet und bin sehr zufrieden mit meinem fast fehlerfreien Lauf."

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Lea Widmer (Mitte)
Lea Widmer, welche vor einem Jahr in Österreich immer knapp neben dem Podest landete, setzte mit einem annähernd perfekten Lauf das Glanzlicht des heutigen Tages. Elf Sekunden genügten, um die Russin Kalininan und die Finnin Saalo auf die Plätze 2 und 3 zu verweisen. „Ich bin glücklich, dass mir der Sprint, vor dem ich grossen Respekt hatte, so gut geglückt ist und freue mich riesig über die Goldmedaille", sagt die Zürcherin.

Eliane Deininger komplettierte die hervorragende Bilanz bei den Nachwuchsläuferinnen mit einem 10. Rang. Die Rückstände auf der schnellen und für finnische Verhältnisse technisch nicht so stark selektionierenden Bahn favorisierte eigentlich die laufstarken Nationen. Umso erfreulicher ist das Abschneiden des physisch immer stärker werdenden Schweizer Frauen-Nachwuchsteams. Natalja Niggli musste sich mit einer Magenverstimmung mit Platz 24, Flurina Müller mit einigen Fehlern mit Rang 28 von 38 Läuferinnen zufriedengeben.

Nach dem letztjährigen Höhenflug in Österreich konnte von den Jugendläufern kaum Ähnliches erwartet werden. Mit
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Corsin Boos (rechts)
einem sauberen und schnellen Lauf widerlegte Corsin Boos aber diese Prognose und holte sich hinter dem Finnen Nurminen und dem Russen Sazykin die hervorragende Bronzemedaille. Boos wiederlief zwar zum zweiten Posten ein kleiner Fehler, aber: „Ich war danach noch motivierter. Es war ein wunderbarer Tag!" Andri Jordi (Rang 20) und Gian-Andri Müller (Rang 30) unterliefen zu viele Fehler, um bei den 42 Läufern vorne mithalten zu können.

In seinem ersten Jahr bei den Junioren zeigte der mehrfache Jugend-Europameister von 2016 Nicola Müller mit einem sehr guten 10. Rang, dass mit ihm auch im finnischen Gelände zu rechnen ist. Einige technische Ungenauigkeiten aber auch der altersmässig physische Rückstand können die fehlende Minute für einen Podestplatz erklären. Noel Boos und Lukas Deininger waren der übermächtigen skandinavischen und osteuropäischen Konkurrenz nicht gewachsen und verloren gegen dreieinhalb Minuten auf die Spitzenränge.
(Text Christian Aebersold und Eliane Brändle, Fotos Christian Aebersold)

Weitere Fotos der Schweizer: https://www.swiss-orienteering.ch/de/medien/medienfotos/2017/ski-ol-junioren-wm-jugend-em-sprint.html#gallery-113

Resultate:
M20: http://online4.tulospalvelu.fi/tulokset/en/2017_sprint2/m20/tilanne/1/0/
W20: http://online4.tulospalvelu.fi/tulokset/en/2017_sprint2/w20/tilanne/1/0/
M17: http://online4.tulospalvelu.fi/tulokset/en/2017_sprint2/m17/tilanne/1/0/
W17: http://online4.tulospalvelu.fi/tulokset/en/2017_sprint2/w17/tilanne/1/0/

Veranstalter-Webseite: http://skiofinland.fi/en/
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