Lea Widmer und Gion Schnyder sicherten der Schweiz an der EM-Sprintstaffel als Sechste das erste Diplom. Sie verdienten sich dies mit starken Leisungen.

Lea Widmer gelang ein guter Einstieg ins Rennen: «Ich war sehr sehr sehr nervös vor dem Start und machte mir viel Druck», so die Zürcherin. «Ich bin jedoch sicher und genug vorsichtig ins Rennen gestartet um flüssig und fehlerlos laufen zu können. Ich war überrascht, als ich gemerkt hatte, dass ich so fast in Kontakt zu der Spitze bleiben konnte und ohne viel Zeit zu verlieren an Gion übergeben konnte. Ich bin sehr glücklich über mein Lauf.» Gion Schnyder, der nach Widmers gutem Start inmitten von Topteams übernehmen durfte, konnte sich gut auf seine Aufgabe konzentrieren. «Zu Beginn mitlaufen und dann umschalten auf sauberes, effizientes Navigieren», erklärt Schnyder sein Konzept. Dadurch gelangen ihm drei technisch fehlerfreie Runden und auch physisch konnte er gut mithalten und aus dem Vollen schöpfen. Widmer und Schnyder sicherten sich als sechste Nation verdient ein Diplom.

Das zweite Schweizer Team mit Juniorin Natalja Niggli und Andrin Bieri lief auf den 18. Rang über alle Teams. «Wir sind zufrieden mit dem Resultat, es entspricht unseren Erwartungen», meinte Startläuferin Niggli. Sie konnte drei sichere Läufe ohne grössere Fehler ins Ziel bringen. Staffelkollege Andrin Bieri konnte auf der ersten Schlaufe sein eigenes Tempo laufen und sich genügend Zeit nehmen um die Posten sauber anzulaufen. Nach der ersten Pause bekundete er dann aber Mühe mit dem eigentlich bereits bekannten Funkposten und verlor einige Zeit durch eine Missinterpretation des Spurnetzes. «Auf der dritten Schlaufe fand ich nochmals zurück zu meinem Laufkonzept und kam fehlerfrei durch», so der Zürcher, der damit eine positive Reaktion auf den Sprintwettkampf vom Vortag gelang.

Für das dritte Schweizer Team machte Laura Diener den Start. Die Bernerin verlor sich aber komplett zum ersten Posten und handelte sich bereits einen grossen Rückstand ein. Auch auf der zweiten Schlaufe verzeichnete sie Mühe mit dem ersten Posten. Danach konnte sie sich aber mit dem Gelände versöhnen und den Lauf gut abschliessen. Lukas Deininger musste nach dem missratenen Start zunächst selbst neu ins Rennen finden «Nach zwei Posten gelang mir dies sehr gut und ich konnte die restlichen Schlaufen ohne Probleme zu Ende laufen.» Am Schluss reichte es für Rang 21 über alle Teams.

Als Trainer war Gion Schnyder erfreut über die beeindruckenden Leistungen der Juniorinnen, die viel zu einem gelungenen Teamevent beitrugen. «Schön zu sehen wie die Jungen mit positiven Emotionen auch die eine oder andere Enttäuschung wieder ins Positive wenden können und auf gutem Weg sind die Lücken im Frauenteam Schritt für Schritt zu schliessen.»

Von Annetta Wenk

Rangliste: http://www.esoc2019.net/uploads/results/bayrak_yarisi.pdf
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