Nicola Müller feierte im Sprint der Junioren einen Start-Ziel-Sieg und distanzierte Sergey Mizonov (RUS) um 14 Sekunden. Bei den Juniorinnen gewann Lea Widmer mit unglücklichen 3 Sekunden Rückstand auf Bronze die lederne Medaille. Bei den W17 erlief sich Gelia Diezendanner Rang 5 und Corsin Boos Rang 9 bei den M20. Die beiden Eliteläufer Gion Schnyder als 15. und Lukas Deininger als 24. klassierten sich wie auf der Langdistanz hinter der Spitze im Verfolgerfeld.

,,Heizen, heizen!'' So umschrieb der Mann des Tages die wichtigste Anforderung, welche der Sprint an die Athletinnen und Athleten stellte. ,,Es war eine physische Sache über die rund 3.5 km und 70 Höhenmeter,'' sagte2019 JWSOC Sprint PodiumMen MizonovRUS MüllerSUI ViippolaFIN 2 der neue Junioren-Weltmeister im Sprint Nicola Müller und liess sich freudestrahlend zur zweiten Medaille innert 24 Stunden gratulieren. ,,Ich fühlte mich heute wirklich stark und fand schnell ins Rennen. Die Wechsel zwischen den breiten Loipen und den Scooterspuren gelangen mir optimal, einzig beim Kartenwechsel verwirrten mich die vielen Schneidespuren kurzzeitig,'' so Müller. ,,Ebenso konnte ich die Karte aufgrund des Windes nur mit Mühe im Kartengestell unterbringen!'' Die anschliessenden Posten in der Abfahrt fuhr er ohne Mühe an. Den kurzen, sehr giftigen Aufstieg kurz vor Schluss erklomm er ebenso mühelos und konnte sich so als neuen Junioren-Weltmeister durch das Schweizer Team feiern lassen.

Corsin Boos liess seinem ersten Toptenplatz über die Langdistanz auch im Sprint gleich noch einen weiteren folgen und schloss diesen auf Rang 9 ab. Er fand den Wettkampf ,,sehr lustig'' und sprach damit den spielerischen Charakter des Sprints an, welcher im und um das Lindbäckstadion in den lichten Föhrenwälder stattfand. Im J2019 WSOC Sprint CorsinBoos ElianeDeininger StartGegensatz zur Langdistanz liefen die Athletinnen und Athleten über die Hälfte der Strecke auf breiten Loipen oder gar Skipisten. Andri Jordi spürte seine sauren Oberarme von der Langdistanz und klassierte sich auf Rang 21, Severin Müller nahm sich mit einem nicht gestempelten Posten gleich selber aus dem Rennen.

Lea Widmer war der Pechvogel des Tages. Verhalten in den Sprint der besten Juniorinnen gestartet, kam sie immer besser ins Rennen und schloss bis ins Ziel bis auf drei Sekunden auf die auf dem Bronzeplatz liegende Russin 2019 JWSOC Sprint LeaWidmer Start1Vyatkina auf. Trotz energischem Zieleinlauf blieb der undankbare vierte Rang, der ihr jedoch viel bedeutet, da ,,ich sehr fokussiert lief und mein Konzept sehr kämpferisch umsetzen konnte. Im Gegensatz zur Langdistanz konnte ich Störungen ausblenden und immer positiv bleiben!'' Eliane Deininger konnte als 15. auf einen soliden Wettkampf zurückblicken, die als 29. klassierte Flurina Müller und die 31. Natalja Niggli möchten den heutigen Sprint möglichst schnell abhaken und blicken zuversichtlich auf die beiden verbleibenden Wettkämpfe am Weekend.

 

Im Wettkampf der Elite liefen Gion Schnyder wie auch Lukas Deininger im Rahmen ihrer derzeitigen Möglichkeiten. Obwohl Schnyder wiederum ein dummer Fehler unterlief, welcher ihm einen Rang in den Top 8 kostete, konnte er den Sprint auf Rang 13 abschiessen: Nach einem soliden Lauf folgte er in einer Abfahrt einer Schneidespur, welche ihn zum vermeintlichen zweitletzten Posten führt.2019 WSOC Sprint Men GionSchnyder Forest3 Rang13 Dummerweise stand jedoch noch ein Posten zwischen Gion's Posten und seiner rassigen Abfahrt. So verlor er noch rund eine halbe Minute, da er beim falsch angefahrenen Posten seinen Fehler nicht realisierte und erst nach einer Ehrenrunde doch noch den richtigen anlief.

Lukas Deininger gelang als 24. eine sauberen Lauf ohne grosse Fehler. ,,Mit meinem Studium in Umea erhoffe ich mir, dass ich auch noch an Schnelligkeit zulegen kann!'' sieht er hoffnungsvoll in die Zukunft.

 

Einzig Delia Giezendanner stand nach Abschluss der Wettkämpfe in den Jugend-Kategorien strahlend im Ziel. Ihr 5. Rang gefiel ihr und nur ein ,,stupider Fehler auf einer der grossen breiten Loipen, ,dank' dem ich fast aus der Karte gelaufen wäre,'' verhinderten eine Klassierung wirklich ganz vorne! Alina Niggli, als Mitfavoritin gestartet, konnte sich diesem Unglück leider nicht entziehen und verlor viel Zeit, als sie im feinen Scooterspurennetz den Überblick völlig verlor und kurzzeitig ,von der Karte fiel'. Rang 29 war der undankbare Lohn. Dazwischen waren Gian Andri Müller als 15., Jan Lauenstein als 22., Corsin Müller als 23. und bei den Frauen Elin Neuenschwander als 24. glücklich über die im Vergleich zur Langdistanz besser gelungenen Sprints und erhoffen sich noch Steigerungen in den nächsten Wettkämpfen.                                                          (Text: Martin Gygax Fotos: Christian Aebersold)

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