Nach einem letzten Vorbereitungswettkampf anlässlich der Kurz-SM hat das Schweizer Team das Hotel für die nächsten neun Tage bezogen. Die Schweizer sind bereit für die Heim-EM.

Die Athleten freuen sich auf ihr Heimspiel. "Es wird ein riesiges Erlebnis sein, die Schweiz vor meiner Haustüre
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Das Schweizer Team freut sich auf die Heim-EM, ...
vertreten zu können", meint Véronique Ruppenthal, die nur 25 Kilometer von der Lenzerheide entfernt in Domat/Ems wohnt. "Ich freue mich auf die vielen Zuschauer und Fans am Streckenrand." Im letzten halben Jahr haben sich die Athleten mit Irene Müller im mentalen Bereich auf die spezielle Situation Heim-EM vorbereitet. Zusammen mit der ehemaligen Nationalkadertrainerin werden sich Urs Jordi und Christian Aebersold sowie Wachsmann Cyrill Russi in den nächsten Tagen um das Team kümmern.

Zur guten Vorbereitung beigetragen hat auch eine Karte vom Laufgelände, welche Sandro Truttmann aus den im Internet verfügbaren Daten erstellt hat. Das Team konnte darauf verschiedene Spurnetze und Bahnen legen und so im Trockenen Routenwahlen besprechen. Die Schweizer gehen mit unterschiedlichen Zielsetzungen an die EM. Nach dem sechsten Platz an der EM-Langdistanz vor einem Jahr ist das Ziel für Gion Schnyder erneut ein Diplom zu holen.
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... ist bereit für Luftsprünge ...
"Für eine Medaille müsste alles zusammenpassen und jedes Detail stimmen", meint der 29-Jährige. Er hat sich lange im Norden auf die EM vorbereitet und war deshalb an den Selektionsläufen nicht anwesend. Christian Spoerry hat mit dem Sieg am letzten Samstag gezeigt, dass seine Form stimmt. Der in Schweden wohnhafte Zürcher trainierte seit Ende Dezember in den Schweizer Bergen um sich gut auf die Höhenlage vorzubereiten. Auch Spoerry hat bereits ein EM-Diplom in seinem Palmares vorzuweisen, nachdem er vor fünf Jahren in Bulgarien über die Langdistanz Sechster geworden war.

Sandro Truttmann litt im Herbst einen Monat lang an Bronchitis, konnte danach aber wieder sehr gut trainieren. Er möchte sich mit guten Resultaten im Sprint und über die Mitteldistanz für einen Staffeleinsatz zu empfehlen. Andrin Kappenberger kann sich das alte Sprichwort zu Herzen nehmen, wonach auf eine missglückte Hauptprobe eine
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... und viel Spass im Schnee.
gelungene Premiere folgt. Der Zürcher brach sich am Wettkampf letzten Samstag die Ski-Bindung und musste so den letzten Teil des Sprints auf einem Ski zurücklegen.

Bei den Frauen liegen die Hoffnungen auf Carmen Strub. "Mein Optimalziel ist ein Rang unter den ersten Zwölf und mit der Sprint-Staffel ein Diplom", meint die Zürcherin. Wie die anderen Schweizer war sie vor der Geländesperre im Sommer im Gebiet zwischen Lantsch/Lenz und der Lenzerheide um ein Gefühl für das Gelände zu bekommen. Als Nicht-Kaderathleten konnten sich Sven Aschwanden und Véronique Ruppenthal für die EM selektionieren. Beide gehörten früher dem Ski-OL Juniorenkader an, konzentrierten sich danach aber auf den Fuss-OL. Für die Heim-EM geben die beiden ihr Ski-OL Comeback. Für die Junioren Laura Diener, Noel Boos und Nicola Müller geht es vor allem darum, Erfahrungen bei der Elite zu sammeln. (Text Annetta Schaad, Fotos Markus Wenk)

Das EM-Programm ist wie folgt:
Montag 19. Januar: Model Event
Dienstag 20. Januar: Sprint
Mittwoch 21. Januar: Langdistanz
Donnerstag 22. Januar: Mixed-Sprint-Staffel
Freitag 23. Januar: Ruhetag
Samstag 24. Januar: Mitteldistanz
Sonntag 25. Januar: Staffel

Das Schweizer Team sieht wie folgt aus:
Herren:
Sven Aschwanden, Goldau
Noel Boos, Malters (nur Sprint)
Andrin Kappenberger, Zürich
Nicola Müller, Einsiedeln (nur Sprint und Staffel)
Gion Schnyder, Siat
Christian Spoerry, Umeå (Schweden)/Uetikon
Sandro Truttmann, Oberarth
 
Frauen:
Laura Diener, Bern
Véronique Ruppenthal, Domat/Ems
Carmen Strub, Zürich
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