91-jährig verstarb am 13. Juni 2019 der Gründer der OL-Fachschrift Roman Bussmann. Nach einem erfüllten Leben als Journalist, Politiker und OL-Läufer schloss sich der Kreis seines Lebens. Die Abdankung findet am 26. Juni um 14 Uhr im Kirchensaal MaiHof in Luzern statt.

Der Luzerner Journalist, Publizist und Politiker Roman Bussmann ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Nach einer kaufmännischen Lehre bei der Publicitas lernte er bei der Sportinformation Zürich das Journalisten-Handwerk und arbeitete ab 1956 als freier Journalist in seiner Heimatstadt Luzern.

Der aktive Orientierungsläufer schrieb zuerst vorwiegend über Sport (OL, Leichtathletik, Ruder, Radsport) für alle damaligen Luzerner und mehrere Schweizer Tageszeitungen. Später, als er selber in die Politik einstieg, schrieb er auch über politisch-historische wie aktuelle Luzerner Themen. Er vertrat den Landesring der Unabhängigen ab 1955 (mit einem kurzen Unterbruch) bis 1986 im Grossen Rat und von 1975 bis 1987 im Grossen Stadtrat von Luzern.

«Das Namensgedächtnis der Politik»

Roman Bussmann war Sammler und Forscher mit einem über die Jahre gewachsenen grossen Papier-Archiv, das ihm als Fundgrube diente für seine politisch-historische publizistische Arbeit. «Er war das Namensgedächtnis der kantonalen und städtischen Politik», sagt der frühere LNN-Chefredaktor Karl Bühlmann. So trug Roman Bussmann die Kurzbiografien aller Grossräte und Grossrätinnen des Kantons Luzern von 1831 bis 1987 zusammen und ebenso von vielen Gemeinderäten. Zudem verfasste er mehrere Publikationen über Sport sowie über Luzerner Politik. Seiner Lebenspartnerin Ruth Schneider, selber langjährige Journalistin, entbieten wir unser herzliches Beileid. (hb)

(Text: LNN hb) 

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