Die 43. Delegiertenversammlung von Swiss Orienteering fand am Samstag, 6. März, statt.  Erstmals wurde diese virtuell durchgeführt. Claudia Jünger wurde als neues Mitglied in den Zentralvorstand gewählt.

Auch die diesjährige 43. Delegiertenversammlung wurde durch Covid-19 geprägt und deshalb erstmals virtuell durchgeführt. Insgesamt nahmen rund 65 Delegierte teil. Verbandspräsident Konrad Graber hatte das Tagespräsidium inne und leitete durch die Delegiertenversammlung.

Nach der Genehmigung der Jahresberichte sowie des letztjährigen Protokolls wurde eine Schweigeminute in Gedenken an verstorbene Mitglieder abgehalten. Ebenfalls genehmigt wurden die Planungsberichte fürs Verbandsjahr 2021.

Jahresrechnung und Budget mit grosser Zustimmung genehmigt

Nachfolgend präsentierte ZV-Mitglied und Finanzchef Matthias Scherrer die Jahresrechnung 2020, welche massgeblich durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst wurde, sowie das Budget 2021. Insgesamt resultierte ein Verlust von CHF 16'691. Durch diverse Sparmassnahmen, Kurzarbeit sowie dem Stabilisierungspaket 2020 konnte dieser Verlust minimiert werden – bei Jahreshälfte ging die Verbandsführung von einem finanziellen Verlust im sechsstelligen Bereich aus. Das Budget 2021 sieht einen kleinen Gewinn von CHF 5'571 vor. Das Budget wurde auf Grundlage eines «normalen» Jahrs erstellt, auf Covid-19-Einflüsse soll flexibel reagiert werden.

Sowohl die Jahresrechnung 2020 als auch das Budget 2021 wurden mit grosser Mehrheit von den Delegierten angenommen. Alle detaillierten Zahlen zur Jahresrechnung sowie zum Budget können in der Präsentation der diesjährigen DV eingesehen werden.

Der Zentralvorstand beantragte zudem diverse Statutenänderungen, welche allesamt weitgehend einstimmig von den Delegierten angenommen wurden. Die aktualisierten Statuten treten am 7. März 2021 in Kraft und sind hier einzusehen.

Claudia Jünger als neues ZV-Mitglied gewählt

Claudia Jünger wurde einstimmig als neues Mitglied in den Zentralvorstand gewählt. Die 45-jährige Ostschweizerin war bis 2020 als Präsidentin der OL Amriswil tätig und hatte beispielsweise auch die Laufleitung der letztjährigen Sprint-Schweizermeisterschaft übernommen. Die drei ZV-Mitglieder Matthias Scherrer (Finanzchef), Sibylle Boos-Braun sowie Mark Aegler wurden zudem für eine neue Amtsperiode wiedergewählt. Die weiteren Mitlieder des Zentralvorstands Konrad Graber, Christoph Wildhaber und Thomas Bührer (Vizepräsident) waren letztes Jahr in ihr Amt gewählt worden und mussten deshalb heuer nicht wiedergewählt werden.

Die abtretenden Bike-OL-Kommissionspräsidentin Ursula Häusermann und René Vock (Präsident Fachgruppe Karten) wurden für ihren jahrelangen und grossen Einsatz verdankt und die neuen Mitglieder Stefan Pfister, Christian Eglin sowie Markus Gloor willkommen geheissen.

Alle Ehrungen wurden aufgrund der Online-Durchführung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

OL während Covid-19

Otti Bisang informierte die Delegierten über das Projekt «Cloud O», welches er initiierte. Dieses ermöglicht es mittels einer App einen OL-Wettkampf zu veranstalten, welche die Teilnehmenden individuell und unter Einhaltung von geltenden Schutzmassnahmen absolvieren können. Die Zeitmessung und Auswertung läuft dabei über die App MapRun6, welche unter anderem auch den Einsatz von Posteneinheiten ersetzt und so den organisatorischen Aufwand in Grenzen hält.

Verbandspräsident Konrad Graber und Geschäftsführer Christopher Gmür ermunterten die Vereine auch, OL-Wettkämpfe nicht voreilig abzusagen, sondern OL-Aktivitäten im möglichen Rahmen zu organisieren. Innovation und Flexibilität seien dabei gefordert und der Verband bedankt sich bei allen Vereinen für ihren Beitrag dazu.

Abschliessend informierten Brigitte Grüniger Huber und Hansueli Steinmann umfassend über den Planungsstand der Fuss-OL-WM im 2023. Christine Lüscher-Fogtmann erläuterte zudem die Verwendung der J+S-Rückstellungen, die vor allem den Regionalverbänden für die Trainer*innen-Ausbildung und für das Juniorenkader eingesetzt werden.

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