"Bewegen und orientieren", der fünfte Pfeiler der Verbandsstrategie, hat in Arosa eine erste Umsetzung erfahren. Mit dem "Arosa-Finder" wurde ein Pilotprojekt des gesamtschweizerisch angelegten Konzeptes lanciert.

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Zusammen mit Vertretern von Arosa
Tourismus und dem Tschuggen Grand Hotel
wurde der Arosa-Finder lanciert. Von links:
Patrick Krummenacher (Tschuggen Grand
Hotel), Jürg Hellmüller (Präsident Swiss
Orienteering), Chris Kim (Präsident OLG
Chur), Louis Anthamatten (Arosa
Tourismus), Katharina Schieler (Tschuggen
Hotel Group), Markus Guler (Arosa
Tourismus).


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TV-Interview im Schneegestöber
Die Lancierung des auf die Wintersaison ausgerichteten "Arosa-Finder" fiel zusammen mit dem langersehnten Schneefall - der allerdings mehr dekorativ wirkt als eine brauchbare Schneesport-Unterlage ist und damit gleich einen Grund mehr bietet, bewegend und orientierend Arosa besser kennen zu lernen.

In Zusammenarbeit mit Arosa Tourismus - als Sponsor des Nationalkaders und des Nachwuchsprogramms sCOOL bereits vorher mit dem Orientierungslauf verbunden - konnte im Dorf und der Umgebung ein Netz von 15 Posten vorbereitet werden. An drei Standorten - bei Arosa Tourismus selber, im Tschuggen Grand Hotel sowie im Golf- & Sporthotel Hof Maran - kann jedermann die entsprechende Karte beziehen, um eine der beiden Strecken "Sport" (15 Posten) und "Familie" (10 Posten) zu absolvieren.

Für die Touristen bietet sich damit ein ergänzendes oder alternatives Programm zum Schneesport, das tagsüber ohne zeitliche Einschränkungen verfügbar ist. Die erforderlichen Kartenlese-Fähigkeiten sind zudem gering, die eigens für den "Arosa-Finder" erstellte Karte entspricht nicht einer OL-Spezialkarte, sondern entspricht einer vereinfachten Darstellung. Und da es sich nicht um einen Wettkampf mit Rangliste handelt, kommt es am Ende nicht darauf an, ob der Parcours in zügigem Laufschritt oder spazierend zurückgelegt wird. Wer jedoch eine Strecke des "Arosa-Finder" absolviert, hat auf jeden Fall einen Grossteil des Dorfes und der umliegenden Waldpartien gesehen. Damit ergänzt der "Arosa-Finder" das Angebot für all jene, die keinen Schneesport betreiben oder sich neben Ski- und Snowboard-Fahren noch anderweitig sportlich betätigen wollen.

Mit Zeitmessung oder mit Smartphone und QR-Code

Ist die Karte für alle gleich, so unterscheiden sich die zwei Mittel, wie man den "Arosa-Finder" erleben will. Bereits aktiviert ist ein System mit QR-Codes, die auf den Posten angebracht und mit einem Smartphone zu lesen sind. Jeder QR-Code führt auf ein Online-System, das passende Informationen vermittelt: Zum entsprechenden Standort (zum Beispiel zum Hotel oder Restaurant), allgemein zu Arosa, zu kommenden Veranstaltungen aber auch Wissenswertes zu Geschichte und Kultur. Mittels zentralem Administrationssystem können die Inhalte dieser auf mobile Bedürfnisse angepassten Webseiten fortlaufend aktualisiert und erneuert werden.

Steht man beispielsweise an der Talstation der Weisshorn-Bahn, gibt es Informationen zur Geschichte der Arosa Bergbahnen, am Fuss der Dorfkirche weist der "Arosa-Finder" auf das Weihnachtskonzert vom 21. Dezember hin. Einzelne Posten wiederum sind mit Wissenswertem zum OL-Sport versehen - um den Link zu Swiss Orienteering und zum Thema OL-Sport herzustellen.

Die sportliche Variante beinhaltet das neu entwickelte, elektronische Zeitmess-System FixControl. Teilnehmende erhalten mit der Karte ein daumengrosses Gerät, mit dem Start, Ziel und jeder Posten erfasst und woraus anschliessend Laufzeit und Zwischenzeiten ermittelt werden können. Die ebenfalls in die zentrale Datenbank übermittelten Leistungsdaten können vom Teilnehmenden selber angeschaut, mit anderen Zeiten verglichen und auf eigenen Wunsch auch personalisiert werden. Das heisst, grundsätzlich bleibt man beim "Arosa-Finder" auch mit dem Zeitmess-System anonym, jedermann ist es freigestellt, die eigenen Daten mit Namen, Geschlecht und Alter zu versehen und dies öffentlich zu machen.
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