An der gestrigen Präsidentenkonferenz im Naturama in Aarau präsentierte der Zentralvorstand von Swiss Orienteering den anwesenden 70 Präsidenten und Präsidentinnen seine Pläne in Bezug auf die Verbandsreorganisation, welche an der Delegiertenversammlung vom 5. März 2016 abgesegnet und per 1. Januar 2017 eingeführt werden soll und eine Erhöhung der Abgaben vorsieht.
Die neue Verbandsstruktur soll zu einer strikten Trennung zwischen strategischer und operativer Ebene führen und Doppelbesetzungen in Zentralvorstand und Geschäftsstelle, wie sie momentan teilweise der Fall sind, verhindern. Dies sei in der heutigen Zeit wichtig und nötig, erklärte Verbandspräsident Jürg Hellmüller einleitend. Steigende Ansprüche bei Partnern wie Swiss Olympic, BASPO oder Sponsoren sowie erhöhte Anforderungen und Erwartungen von Spitzen- und Breitensport an einen professionellen Verband sowie eine angespannte finanzielle Situation seien die Hauptgründe für die Reorganisation. Im Zentrum der Reorganisation steht eine ausgewogene Stärkung von Swiss Orienteering sowohl in kommerzieller (Marketing, Sponsoring), als auch in sporttechnischer Hinsicht (Ausbildung, Breiten- und Leistungssport). Mit insgesamt zusätzlichen 100 Stellenprozenten sollen beide Bereiche gestärkt werden. Finanziert werden soll dies über eine Erhöhung der Verbands- und Veranstalterabgaben, womit insgesamt 160‘000 Franken generiert werden können. Nebst der Finanzierung dieser Stellenprozente im Umfang von 100‘000 Franken sollen die restlichen rund 60‘000 Franken ins Budget überführt werden, um den Wegfall des Beitrags von Swiss Olympic in der Höhe von 100‘000 Franken (ab 2017) teilweise zu refinanzieren.

Ein von 14 auf fünf bis sieben Personen reduzierter Zentralvorstand sowie ein gezielter Einsatz der zusätzlichen 100 Stellenprozente anteilmässig auf einen Geschäftsführer, ins Marketing, in die Ausbildung und in den Breiten- und Leistungssport sollen die Grundlage schaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein, effizient zu arbeiten und allen Stakeholdern auch in Bezug auf die zeitliche Verfügbarkeit professionelle Ansprechpartner auf Seiten Verband bieten zu können. Mit grosser Mehrheit vertraten die anwesenden Vertreter der Clubs und Regionalverbände die Ansicht, dass der Weg zu einer zukunftsträchtigen und gesunden Verbandsstruktur, die Kompensation des reduzierten Beitrags von Swiss Olympic sowie der angespannten Sponsoringsituation nur über eine Erhöhung der Abgaben führen kann. Insbesondere auch, weil damit eine Verbandsreorganisation verbunden ist, welche den OL-Verband inskünftig zusätzlich stärken und zu einer klaren Trennung zwischen strategischer und operativer Ebene führen wird.

Die letzte Erhöhung der Verbandsabgaben liegt acht Jahre zurück und wurde im Zusammenhang mit der Einführung einer Geschäftsstelle vorgenommen.

Die Präsentation ist ab morgen rechts auf der Startseite in der Rubrik „Neu auf der Website“ abrufbar.
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