Am Samstag beginnt in Tallinn die diesjährige Senioren-WM mit 3400 Teilnehmern aus 42 Nationen. Die Schweizer gehen mit unterschiedlichen Erwartungen an den Start.

WMOC2016
Die Tallinner Altstadt wartet mit
zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf.
Die internationalen Entscheidungen im Orientierungslauf folgen sich Schlag auf Schlag. Die Jugend-EM in Polen, die Junioren-WM in der Schweiz und eben gerade die Studenten-WM in Ungarn sind vorbei. Vor dem Höhepunkt der Elite-WM in Schweden in der zweiten August-Hälfte ist die Reihe jetzt an den Senioren. 3400 «Masters» zwischen 35 und 95 Jahren aus 42 Ländern laufen in Estland um Titel und Medaillen.

Die WMOC 2016 beginnt am Samstag, 6. August, mit der Eröffnungsfeier und dem Sprint Model in Tallinn. Die Entscheidungen fallen in den Disziplinen Sprint (Montag) und Langdistanz (Samstag). Der Weg zum Titel führt über einen Qualifikationslauf im Sprint und zwei Qualifikationsläufe im Long. In den teilnehmerstärksten Kategorien H65 und H70 mit über 300 Startenden ist schon die Qualifikation für das A-Finale mit jeweils maximal 80 Startplätzen eine grosse Herausforderung.

Die Schweizer Delegation in Estland umfasst gemäss Startliste knapp 100 Teilnehmer. Einigen von ihnen sind vor allem beim Sprint-OL in der Tallinner Altstadt gute Resultate zuzutrauen. Der Domberg kann an verschiedenen Stellen über kurze und ruppige Anstiege erreicht werden, teils über Treppen oder Wegen mit meist sehr groben Pflästersteinen. Man darf auch gespannt sein, wie viele Touristen gleichzeitig auch noch von einer zur anderen Sehenswürdigkeit unterwegs sind. Die Sprint-Quali wird in Kadriorg im Nordosten der Stadt ausgetragen. Im Vergleich zu Wettkämpfen über die Sprint-Distanz in der Schweiz ist das parkähnliche Gebiet ungewohnt. Es erfordert ein konsequentes Kontrollieren der Laufrichtung. Die Langdistanz-Wettkämpfe finden ab Mittwoch ostwärts von Tallinn statt. Die Teilnehmer dürfen feincoupierte Laufgebiete erwarten.
(Text und Bild: Mario Ammann)

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