file Gendergerechte Bahnlegung

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3 Settimane 6 giorni fa - 3 Settimane 5 giorni fa #1658 da Gabriela Diethelm
Stell Dir einmal vor, eine 40-jährige Dame läuft einen Halbmarathon 20 Prozent schneller, als ein 70-jähriger Herr. Ist das nachvollziehbar?
Hast Du Dich nach dem Trainingsstand und der wöchentlichen Anzahl Trainingseinheiten erkundigt? Denkst Du, dass dies aber nur einer ehemaligen Profiläuferin gelingen kann? Oder glaubst Du, dass die Dame nicht gerne so weit läuft, sonst wäre sie über die gesamte Marathondistanz gelaufen? ...Nicht wirklich, oder?
Wie kann es also sein, dass an der heutigen TOM die D120 (3 mal 40 Jahre) die gleichen Streckendaten wie die H210 (3 mal 70 Jahre) haben? Laufen nur die Herren gerne möglichst lange durch die schönen OL-Wälder? Oder getrauen sie sich nur einfach nicht, den Verband zu bitten, man möge doch die für den durchschnittlich trainierten Senior viel zu langen OL-Bahnen ihrer Kategorien endlich auf das erträglichere Niveau der Seniorinnen anzupassen?

Weshalb sollten wir Damen an der TOM nicht auch eine Stunde den Toppwald geniessen dürfen?
Ungefähre Siegerzeiten und ungefährere Durchschnittszeiten des Podestes von heute:
D120 (17 Teams): 52 min // 53 min
H120 (17 Teams): 1:01 h // 1:03 h
D150 (14 Teams): 55 min // 58 min
H150 (22 Teams): 59 min // 1:03 min
Die Kategorien H120 und H150 hatten übrigens die gleichen Streckenlängen und dasselbige war bei den Kategorien D120 und D150 der Fall.

Die Richtzeiten wurden eingehalten, aber weshalb sollten wir Damen uns mit den kürzeren Richtzeiten zufrieden geben? Und eine Differenz von 5 bis 10 Minuten sind keine Peanuts, sondern ergeben je nach Grundwert und Kategorie einen Unterschied von 8% bis 18 %!
Leistungswillige und leistungsfähige OL-Seniorinnen fordern nicht gleiche Streckenlängen wie die Herren. Wir Läuferinnen der „weiblichen Hammerklassen“ wünschen uns einzig eine –unserer Ansicht nach logische- Gleichbehandlung bezüglich der Richtzeiten über die Normaldistanz/Langdistanz. Und das hat in erster Linie etwas mit unserer Leistungsfähigkeit und der Freude an der Postensuche zu tun und erst in zweiter Linie mit der Arbeit der Bahnlegerinnen und Bahnleger und mit den Fragen, welche Bahnen zusammengelegt werden können.

Sollte es tatsächlich sein, dass der Verband die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hat und nicht von sich aus die Ungleichbehandlung bei den Richtzeiten in die Hand nimmt, werden wir hoffentlich unter den rund 80 OL-Vereinen mit ihren mehrheitlich männlichen Präsidenten drei OL-Vereine finden, welche einen solchen Antrag für die Delegiertenversammlung formulieren werden. Und dann bin ich gespannt, was als Grund angegeben wird, dass man die Herren anders handhabt als die Damen...

Gabriela Diethelm D45
(i.V. für alle Damen, welche gerne mal länger, aber trotzdem möglichst zügig, OL-Posten suchen möchten)
Ultima Modifica 3 Settimane 5 giorni fa da Gabriela Diethelm.
Ringraziano per il messaggio: Katja Zwiker

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1 Mese 3 Settimane fa #1614 da Christoph Salzmann
@Gabriela Diethelm
Gabriela, du hast recht, einfach machen!
Einfach längere Bahnen für die Frauen in die Tat umsetzen und gut ist.

Deine Bemerkung mit immer kürzeren Zeiten und weniger Langdistanzwettkämpfen hat was. Sogar auf internationaler Stufe. Es ist wohl nicht mehr kommod, obwohl die Langdistanz ja die Königsdisziplin ist.

Ich habe kurz nachgeschaut, die letzten Goldmedaillen für die Schweiz an der WM und der EM in der Langdistanz datieren aus dem Jahr 2009 bzw. 2010 (D. Hubmann) bei den Männern und dem Jahr 2013 (S. Niggli) bzw. 2014 (J. Wyder) bei den Frauen. Seither waren wir ein paar Mal nahe dran, doch ganz nach oben gereicht hat es nicht mehr. Im Middle und im Sprint sieht es besser aus, was die Titel anbelangt. Ob es Zufall ist?

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1 Mese 4 Settimane fa - 1 Mese 3 Settimane fa #1613 da Gabriela Diethelm
Unsere Gesellschaft und ihre Werte ändern sich fortwährend. Unsere OL-Juniorinnen können sich wohl eine Schweiz ohne Stimm- und Wahlrecht für Frauen (1971), ohne das Recht den gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu bekommen (1981/1996) und ohne das Recht einer Arbeit nachzugehen, ohne den Ehemann um Erlaubnis bitten zu müssen (1976) nicht mehr vorstellen... Gewisse dieser Selbstverständlichkeiten mussten tatsächlich den mühsamen demokratischen Weg gehen. Bis solch gesetzlich verankerten Gleichstellungen den Weg in unsere Handlungen und Wertvorstellungen findet, dauert es manchmal noch ein bisschen länger.
Ich frage mich nur, ob wir wirklich den von Markus Weber vorgezeichneten Weg –vollgepflastert mit Genderfallen und anderen Fettnäpfchen- gehen müssen? Was für Werte vermitteln wir mit den unterschiedlichen Richtzeiten den jungen Damen (und den jung gebliebenen Seniorinnen)? „Du kannst zwar ein Gymnasium besuchen, aber wir trauen dir nicht zu, gleich lange auf Postensuche zu gehen?“ „Du bist schwächer als deine gleichaltrigen männlichen OL-Kollegen, obwohl deine körperliche Entwicklung als D16 den Knaben noch voraus ist?“...etc.
Wollen wir als OL-Familie solche Diskussionen wirklich an eine –sehr wahrscheinlich mit einer männlichen Mehrheit bestückten– DV delegieren? Oder verlangen wir gar, (wie von der Jugend beim Klima), dass sich die Jugendlichen selbst für gleiche Richtzeiten einsetzen? Benötigt es Unterschriftensammlungen (2013) oder müssen wir Frauen erst einen Kuchenbuffet-Streik durchführen ;-)? Oder ist es einfach an der Zeit, eine offensichtliche Korrektur unserer Werte (in diesem Fall die nicht mehr zeitgemässen Unterschiede der OL-Richtzeiten) anzupacken?

Am Rande dieser von Christoph Salzmann angerissenen Diskussion bezüglich der kürzeren Richtzeiten muss meiner Ansicht nach erneut die Gleichung „immer weniger Langdistanz-Wettkämpfe“ + „tiefere Richtezeiten“ + „zu kurze OL-Bahnen“ = „teilweise unterforderte Seniorinnen mittleren Alters“ erwähnt werden.
Sind dies zufällige Ausreisser nach unten oder trauen die Bahnleger*innen uns keine schnellen Wädlis zu? Wo in dieser Gleichung kommen die TDs als Kontrollinstanz und die Veranstaltertagung vor?
Jegliche Anpassung –egal ob Richtzeit oder Gendersternchen– dürfen nicht zum Papiertiger werden!
Gabriela Diethelm D45
Ultima Modifica 1 Mese 3 Settimane fa da Gabriela Diethelm.

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2 Mesi 6 giorni fa #1594 da Markus Weber
Lieber Christoph

Nun, eigentlich ist es relativ einfach: Man(n) oder Frau finde drei (3!) Vereine, die eine diesbezügliche Änderung der WO bis am 10. Dezember beantragen und so allenfalls eine Abstimmung an der DV ermöglichen, sofern der Verband nicht von sich aus den Anträgen zustimmt und es dann nicht zu einem Referendum kommt.

Ich bin zwar ein Befürworter von gleichen Bahnen - z.B. auf der Basis der aktuellen Herren-Richtzeiten minus 10% - aber auch der Meinung, dass die Initiative dafür von den Damen in den Vereinen kommen sollte. Ansonsten heisst es, wir Männer zwingen den Damen längere Bahnen auf.

Sportlicher Gruss
Markus

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2 Mesi 6 giorni fa #1592 da Christoph Salzmann
Lieber Denis
Hoppla, das Thema scheint eine warme Kartoffel zu sein…
Vielen Dank für deine Meldung. Sie zeigt exemplarisch auf wie die Gesellschaft von heute tickt: Wir machen einen auf Sternchen und gleichzeitig werden echte Gender-Anliegen einfach seit Jahren ignoriert. Die Unterschriften-Sammlung von damals zeigt: In dieser Sache muss etwas gehen. Ich hoffe, einige Verantwortliche lesen mit…

Ich hoffe, es melden sich dazu noch einige „betroffene“ Frauen…

Wenn wir beginnen, den Stern zu Ende zu denken, dann müsste es auch eine Sterne-Kategorie geben, nicht? Keine Frage, es gibt Menschen, die nicht in das Männlein-Weiblein Schema passen, das streite ich überhaupt nicht ab, doch im Sport wird es dann mit den Kategorien so richtig kompliziert, wer darf wo unter welchen Voraussetzungen starten?
Schwierige Frage!
Ich schlage daher vor, wir lösen zuerst einmal die Streckenlänge bei den Frauen. An den Abend-OLs mit einer guten Handvoll Bahnen gibts ja oft sogar Mixed-Kategorien, funktioniert tadellos.
Gegenargumente fallen mir auf die Schnelle keine ein.

Sportlicher Gruss
Christoph

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2 Mesi 6 giorni fa #1591 da Radovan Bürki
Mit Freude lese ich, dass im Verband Freude herrrscht darüber, dass die Einnahmen wieder zu sprudeln beginnen, weil wieder etwas viruslosere Normalität einkehrt. Persönlich hätte ich zudem Freude, wenn im Schriftbild der Verbandsverlautbarungen wieder etwas ideologiefreie Normalität einkehrt.
Der Sternschnuppenregen wurde ja den Lesenden recht umerziehungslagermässig einfach mal von oben aufoktroyiert, ohne basisdemokratische Legitimation.
Falls wir uns unbedingt woke geben müssen, können wir ja auch mal die Kartennamen dekolonialsieren, endlich. Zum Beispiel Kyburg. Das verharmlost die Herren von Kyburg, die von Sklaverei in Form von Leibeigenschaft profitierten. Unerträglich. Oder Habsburg, Pfaffenweiher. Schlimm, einfach schlimm für einen sensiblen Menschen. Es gibt ja so viel zu tun. St. Moritz, Martinsfluh, San Bernardino, alles total christlich belastet, man denkt den ganzen Lauf an Kreuzzüge und Hexenverbrennungen. Wie soll eine Muslima so OL machen können.

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