bike-ol

Opuscoli

Hier gehts zur der informativen Broschüre "Bike-Action mit Köpfchen" (PDF)

Was ist Bike-OL?

Mountainbike Orienteering oder kurz Bike-OL ist eine spannende Verbindung aus Orientierungslaufen und Mountainbiken: Mit einer Karte ist eine Anzahl Posten in der vorgegebenen Reihenfolge möglichst schnell anzufahren.

Die Posten sind einfach zu finden, stehen sie doch immer an einem Pfad oder Weg. Die Faszination beim Bike-OL liegt darin, die schnellste Route zwischen den einzelnen Posten zu wählen und dann den geplanten Weg möglichst schnell und ohne Fehler abzufahren. Da die Anforderungen stark vom gewählten Tempo abhängig sind, findet jeder Teilnehmer eine seinem Können angepasste Anforderung.

Die Wege und Pfade dürfen dabei nicht verlassen werden. Am Posten quittiert man mit einem elektronischen Chip.

Welche Ausrüstung ist nötig?

Ein Mountainbike ist für Bike-OL am besten geeignet. Eine Federgabel ist empfehlenswert.

Ein spezieller Kartenhalter ermöglicht es, während des Fahrens Karte zu lesen. Er wird am Lenker befestigt und ist drehbar, damit die Karte in Fahrtrichtung ausgerichtet werden kann. Kartenhalter können an den Bike-OL Wettkämpfen gemietet werden.

Obligatorisch ist ein Velohelm.

Wettkämpfe

Die Schweizer Wettkämpfe sind im Bike-OL Swiss Cup zusammengefasst. Jährlich werden Schweizer Meisterschaften ausgetragen. Neben den Elite-Kategorien werden immer auch Breitensport-Kategorien angeboten. Von der 12-jährigen Schülerin bis zum 70-jährigen Senior sind an Schweizer Wettkämpfen zwischen 100 und 200 Sportler am Start anzutreffen.

Für die Teilnahme an einem OL braucht es keine speziellen Voraussetzungen, da der OL-Sport lizenzfrei ist. Auch eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht unbedingt erforderlich, für den Einstieg in den OL-Sport aber von Vorteil.

Der Normal-OL kann als Einzel- oder Gruppenwettkampf durchgeführt werden. Es wird jeweils in gleichmässigen Zeitabständen gestartet. Gewonnen hat, wer die Bahn in der kürzesten Zeit abgelaufen und dabei alle Postenstandorte in der richtigen Reihenfolge angelaufen hat.

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Auf diesem Bild sind die wesentlichen Elemente eines OL-Wettkampfes dargestellt.



Die OL-Bahn

Die am meisten verbreitete und am häufigsten angewendete Form des Orientierungslaufs ist der Normal-OL. Hierbei müssen die Posten in der vorgegebenen Reihenfolge auf frei wählbaren Routen angelaufen werden.

Die Bahn wird mit den folgenden Symbolen dargestellt:

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und sieht dann wie im folgenden Beispiel aus:

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"Als Beweis, dass der Läufer die Posten angelaufen hat, markiert er mit der Lochzange das entsprechende Feld auf der mitgeführten Kontrollkarte."

Jahrelang ist die Stempelkarte als Kontrolle eingesetzt worden. Wobei dies nicht immer unumstritten gewesen ist. Diese Diskussionen sind mit dem Einsatz eines elektronischen Stempelsystems heute endgültig Vergangenheit.

Die elektronische Stempelkarte

page6 1 badgeDer OL-Läufer verwendet einen Badge oder eine "elektronische Stempelkarte" wie es in der deutschen Beschreibung heisst. Damit wird an jedem Posten die Nummer und die Zeit elektronisch als Quittung übertragen. Im Ziel wird der Badge ausgelesen und der OL-Läufer erhält auf einem Papierstreifen seine Zwischenzeiten sowie seine Laufzeit. Im Anschluss an den Wettkampf übermittelt ein Veranstalter in der Schweiz alle Laufdaten auf die Internetseiten des SOLV. Dort kann nicht nur die Rangliste mit Zwischenzeiten abgefragt werden, sondern auch umfangreiche individuelle grafische Auswertungen.


Elektronischen Stempelkarten können an den meisten Wettkampf gemietet werden. Wer regelmässig an OL-Veranstaltungen teilnimmt und auf Nummer sicher gehen will, kauft sich einen eigenen Badge.


SPORTident

In der Schweiz wird seit 1998 das elektronische Postenkontrollsystem SPORTident eingesetzt. 

page8 1 postenDas elektronische Stempelstystem besteht aus der aktiven batteriebetriebenen Posteneinheit (hier das Modell BSF-7) und der elektronischen Stempelkarte, kurz Badge genannt, welcher der OL-Läufer mit sich trägt.
Jede Posteneinheit hat zusätzlich die mechanische Stempelzange montiert. Dies erlaubt eine Redundanz falls die SPORTident Einheit ausfällt.
Der Einsatz des elektronischen Stempelsystems ist in der schweizerischen Wettkampfordnung (WO) ab 2000 versuchsweise bewilligt.
Weitere Informationen zum SPORTident-System, der Software und die Betreuung dazu in der Schweiz findest du auf der Webseite des VELPOZ (Verein für elektronische Posten und Zeitmessung). 









Emit

page8 2 emitEin anderes System kommt aus Norwegen von der Firma Emit AS. Ihr System arbeitet umgekehrt zum SPORTident System, indem es die aktiven Komponenten (Batterie) im Badge drin hat.
Die Posteneinheit hat ein mechanisches Backupsystem (verschiedene Nadelmuster) integriert. Diese werden beim Stempeln auf den Badge übertragen.
An den meisten Wettkämpfen erhält der Läufer eine Postenbeschreibung mit näheren Angaben zu den Postenstandorten wie der Kennziffer (Postennummern) und der genauen Lage im Postenkreis.

Für die Postenbeschreibung werden entweder die IOF Symbole benutzt oder, in einfacheren Fällen, wird sie in Textform abgegeben.

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Die Materialstelle von Swiss Orienteering bietet eine Beschreibung der IOF-Symbole in deutsch, französisch und englisch an (Tip: suchen nach Postenbeschreibung).
Die OL-Karte ist das wichtigste Hilfsmittel des OL-Läufers; sie ist sein Sportgerät. Die OL-Karte ist eine Spezialkarte für die besonderen Bedürfnisse des OL-Sports.

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Die OL-Karte unterscheidet sich von den handelsüblichen geographischen Karten darin, dass die für den OL unwichtigen Informationen entfallen, dafür aber andere OL-spezifische Informationen enthalten sind, zB Zäune, Dickichte, besondere Objekte und Kahlschläge.

Die OL-Karte muss allen Wettkämpfern gleiche Wettkampfbedingungen bieten. Der Läufer oder die Läuferin soll der Karte zuverlässige Informationen über seine Laufroute entnehmen können. Keinem Läufer soll durch Fehler oder Ungenauigkeiten der OL-Karte ein Vor- oder Nachteil entstehen!

Der international vorgeschriebene Massstab für OL-Karten ist 1:15'000. Oft werden auch vergrösserte Karten im Massstab 1:10'000 verwendet. Die Aequidistanz bei OL-Karten beträgt 5 Meter.
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