Knirschend kalter Schnee und -24°C erwartete die Delegation der Schweiz im schwedischen Luleå, wo von Freitag bis Montag um Medaillen gekämpft werden wird. Die Reise verlief wie geplant und das Team ist sicher im Norden angelangt. An den verbleibenden Tagen bis zu den Wettkämpfen gilt es nun in abschliessenden Trainings der Form den letzten Schliff zu geben und zu testen, welche Skispannungs, Skibelag und Wachs Kombinationen auf dem unterkühlten Neuschnee am schnellsten gleiten.


Die harschen Minustemperaturen scheinen sich gemäss Prognose auf die Wettkämpfe hin etwas zu mildern. Sollte es dennoch «in grossen Teilen des Laufgebiets» unter -20°C kalt sein, muss gemäss IOF Regeln der Wettkampf verschoben oder abgesagt werden. Zugunsten der Organisatoren, die in den vergangenen Wochen um ausreichend Schnee bangen mussten, darf man hoffen, dass alles wie geplant durchgeführt werden kann.
Die Eliteathletinnen und Athleten, von denen viele vorige Woche auch an der ersten Weltcuprunde in Bulgarien dabei waren, werden nun von den Jugend- und Juniorenläuferinnen und Läufer begleitet. Diese gemeinsamen Wettkampf Erfahrungen bieten den Jüngeren im Team die Chance von den routinierteren Athletinnen und Athleten zu lernen – und fordert aufgrund der Gruppengrösse besonders grosses Engagement und Organisationstalent von der Delegationsleitung, Trainern und Wachsmannschaft.
Gerade für die Jüngsten, die bisher noch wenig Erfahrung mit Ski-OL in Skandinavien sammeln konnten, sind diese letzten Trainingsmöglichkeiten vor Ort besonders wichtig, da sich die technische Aufgabe an einem schwedischen Ski-OL stark von der an einem Schweizer Ski-OL unterscheiden kann. Das Wettkampfgelände erstreckt sich vom Skistadion Ormberget ausgehend über ein stadtnahes Waldgebiet, indem sich flache Sumpfpartien mit Hügeln abwechseln. Der veranstaltende Klub OK Renen wird die vorhandenen 25 km Langlaufloipe wohl mit unzähligen Schneemobilspuren ergänzen und es sind insofern sowohl dichte Spurnetze in den flacheren Partien als auch Routenwahlen über die coupierteren Laufgeländepartien zu erwarten. Dies steht im Gegensatz zu den Weltcuprennen zwei Wochen zuvor in Bulgarien, die von vielen Athleten und Athletinnen als technisch eher einfach bezeichnet wurden. Es wird spannend zu beobachtend, wie sich das veränderte Anforderungsprofil auf die Rangierungen des in Bulgarien erfolgreichen Schweizer Teams auswirken wird.
Das Programm ist für die Elite (Weltcup), U20 (Junioren WM) und U17 (Jugend EM) dasselbe: Nach dem Modelevent am Donnerstag eröffnet der Sprint am Freitagvormittag die Titelkämpfe. Am Samstagvormittag findet eine Mitteldistanz mit Massenstart statt, gefolgt von der Staffel am Sonntag und der abschliessenden Langdistanz am Montag.
Die Resultate werden auf hier abrufbar sein. Auf dem Instagram Account vom Swiss Ski-o Team halten die Athleten und Athletinnen Euch mit aktuellen Einblicken auf dem Laufenden und wie üblich wird hier auf der Swiss Orienteering Homepage mit täglichen Rennberichten informiert.
