Nach dem Weltcup in Schweden ist klar, welche Athletinnen und Athleten einen Startplatz für die OL-WM in Genua erhalten. Vier Frauen und sieben Männer vertreten die Schweiz an den Titelkämpfen vom 6.-11. Juli.

Auf Basis der Resultate der ersten beiden Weltcuprunden der OL-Saison 2026 hat das Selektionsgremium von Swiss Orienteering entschieden, welche Athletinnen und Athleten einen Startplatz für das grosse Saisonhighlight, die OL-WM in Genua, erhalten. Auf dem Programm stehen ein Einzelsprint, ein KO-Sprint sowie eine Sprintstaffel. Pro Disziplin und Nation stehen pro Geschlecht drei Startplätze zur Verfügung. Amtierende Weltmeister*innen wie etwa der Schweizer Riccardo Rancan im KO-Sprint erhalten zusätzlich einen persönlichen Startplatz.

Bei den Frauen führt Simona Aebersold, zuletzt Siegerin im Einzelsprint am Weltcup in Skara (Schweden), ein vierköpfiges Schweizer Team an. Neben der 28-jährigen Seeländerin bestreitet auch Natalia Gemperle das gesamte WM-Programm. Paula Gross wird den Einzelsprint in Angriff nehmen, WM-Debütantin Lilly Graber steht im KO-Sprint im Einsatz.

Gleich sieben Schweizer Männer dürfen sich über eine WM-Selektion freuen. Anders als bei den Frauen sind die Einsätze stärker aufgeteilt und auf die individuellen Stärken der einzelnen Athleten ausgerichtet. Zum Auftakt der WM absolvieren Martin Hubmann, Tino Polsini und Benjamin Wey den Einzelsprint. Während Hubmann und Polsini bereits WM-Medaillen in dieser Disziplin gewinnen konnten, ist es für Benjamin Wey der erste WM-Einsatz. Im KO-Sprint kommen Fabian Aebersold, Joey Hadorn und Timo Suter zum Einsatz. Einen persönlichen Startplatz für dieses Rennen hat der amtierende Weltmeister dieser Disziplin, Riccardo Rancan. Er kämpft jedoch weiterhin mit einer Verletzung an der Hüfte, sodass über eine definitive WM-Teilnahme zu einem späteren Zeitpunkt entschieden wird. In der abschliessenden Sprinstaffel steht die Schweiz mit Simona Aebersold, Natalia Gemperle, Fabian Aebersold und Tino Polsini am Start.

Gold-Anwärterin Aebersold, starkes Männer-Team

«Das Team der Männer zeichnet eine grosse Dichte auf einem hohen Niveau aus. Sieben Athleten haben in dieser Saison bereits ein oder mehrere Top-Ten-Resultate im Weltcup erreicht - nicht für alle gibt es einen Platz im WM-Team. Das Team der Frauen ist klein, hat aber mit Simona Aebersold eine Athletin in ihren Reihen, welche bei jedem Start eine Gold-Anwärterin ist», beschreibt Sabrina Meister, Bereichsleiterin Leistungssport, das Schweizer WM-Team.

Gut einen Monat vor Beginn der Titelkämpfe steht für die meisten Athlet*innen ein Höhen-Trainingslager im Engadin an, bevor ein weiteres Trainingslager in der Nähe von Genua stattfindet, um sich so optimal auf das Wettkampfgelände vorzubereiten.

Die WM-Selektionen im Detail: pdfSelektionen WOC ITA

Das WM-Programm in der Übersicht:

Dienstag, 7. Juli:

  • 9:00-11:30 Uhr: Sprint-Qualifikation in Sestri Ponente
  • 14:00-16:50 Uhr: Sprint-Final in Sestri Ponente

Donnerstag, 9. Juli

  • 9:00-12:00 Uhr: Knockout-Sprint Qualifikation in Sestri Ponente

Freitag, 10. Juli

  • 13:00-17:00 Uhr: Knockout-Sprint Finalrunden in Genova

Samstag, 11. Juli

  • 15:40-16:45 Uhr: Sprintstaffel in Genova

Alle Medaillenentscheidungen sind live auf SRF zu sehen.

Vorselektionen Weltcup Tschechien

Gleichzeitig hat das Selektionsgremium eine Vorselektion für den Weltcup in Tschechien von Anfang August vorgenommen. Simona Aebersold, Natalia Gemperle, Tino Polsini, Fabian Aebersold und Benjamin Wey haben einen Startplatz auf sicher und müssen daher die Testläufe im Juli im Rahmen der Swiss O Week nicht mehr absolvieren. Kriterium für die Vor-Selektionen ist eine Top-Ten-Rangierung im Gesamtweltcup.

Die Vorselektionen im Detail: pdfVorselektionen WC TCH