Swiss Orienteering hat 2026 in drei J+S-Leiterkursen über 50 neue Leiter*innen ausgebildet. Weitere 16 Teilnehmende schlossen in Tenero das Modul «Einführung Leistungssport» ab. Damit erhält der Schweizer Orientierungslauf wertvolle Verstärkung für die Nachwuchsarbeit in den Vereinen und Regionalkadern.
Ob Kindertraining im Verein, Nachwuchslager oder Betreuung von Regionalkader-Athlet*innen: Gut ausgebildete Leiter*innen sind eine wichtige Grundlage für die Nachwuchsförderung im Orientierungslauf. Auch dieses Jahr bot Swiss Orienteering verschiedene Möglichkeiten, sich dafür ausbilden zu lassen.
Drei Leiterkurse, über 50 neue Leiter*innen
Den Auftakt machte der J+S-Leiterkurs in Zürich unter der Leitung von Mirjam Pfister und Mirjam Niederhauser. Erstmals fand ein solcher Kurs in Zürich statt, aufgeteilt auf zwei Blöcke im April und Juni. Das Modell bewährte sich insbesondere für Teilnehmende, die nicht eine ganze Woche am Stück freinehmen können. Der Leiterkurs wird alle zwei Jahre angeboten.
Ende August folgte der Leiterkurs im Tessin mit Bea Arn und Arianne Arpagaus. Von den 16 Teilnehmenden waren sechs erst 17 Jahre alt und nur drei älter als 20. Alle zeigten grosses Engagement und schlossen den Kurs erfolgreich ab. Auf dem Programm standen neben Theorie und Lehrübungen unter anderem Hallen-OL, Würfel-OL und Staffelformen. «Es war ein toller Kurs, alle haben immer gut mitgemacht», freut sich Bea Arn. Für Arianne Arpagaus gab es ebenfalls Grund zur Freude: Sie schloss mit diesem Kurs ihre Ausbildung zur J+S-Expertin ab.
In Burgdorf absolvierten Ende September 17 Teilnehmende aus verschiedenen Vereinen und Regionen ihren J+S-Leiterkurs. Unter der Leitung von Annina Battaglia und Käthi Schalbetter wechselten sich Theorie, praktische Lehrübungen sowie Sport- und Spieleinheiten ab. Eine Gruppenchallenge durch Burgdorf und eine spielerische Mondlandung als Abendprogramm sorgten für Abwechslung. «Wir sind stolz auf 17 neue J+S-Leitende, die künftig mit Kindern und Jugendlichen unterwegs sein werden!», sagt Käthi Schalbetter.
Vom Leiten zum Coachen in Tenero
Den Abschluss bildete vom 4. bis 9. Oktober das Modul «Einführung Leistungssport» in Tenero, das den J+S-Ausbildungsweg bei Swiss Orienteering abschliesst. 16 Klub- und Regionalkadertrainer*innen beschäftigten sich unter der Leitung von Jérôme Käser und Renate Leuenberger mit der Führung von Trainingsgruppen, der Organisation von Trainingslagern sowie Coaching und Kommunikation.
Für die praktische Umsetzung stand ihnen das Regionalkader Ostschweiz als Lehrgruppe zur Verfügung. Die Nachwuchsathlet*innen profitierten von den Trainings, während die angehenden Trainer*innen ihre Lehrübungen durchführen und einzelne Athlet*innen im persönlichen Coaching begleiten konnten.
Renate Leuenberger beschreibt die Woche als intensiv und lehrreich, geprägt von viel Engagement und Neugier. Ihr Fazit: «Die Athletinnen und Athleten dürfen sich auf motivierte, engagierte Trainerinnen und Trainer freuen.»
Text: Sandra Lauenstein/Ieva Simmen, Fotos: Noemi Ott, Annina Bataglia

