Immer grössere Massstäbe – brauchen wir das wirklich?

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il y a 1 semaine 10 heures - il y a 1 semaine 10 heures #3476 par Meieli Sieber
Hallo zusammen

Seit einiger Zeit unterstützt der Gönnerclub Kartenvergrösserungen für die SeniorInnen-Kategorien finanziell. Die Absicht ist verständlich, aber ich möchte auf die Kehrseite hinweisen und die Frage stellen, ob diese Vergrösserungen wirklich nötig sind.
Ein Blick zurück: Anfang der 70er-Jahre waren in der Schweiz Karten im Massstab 1:16'667 oder 1:20'000 üblich. Heute halten wir im Wald teilweise Karten im Massstab 1:5'000 in der Hand (zB Saggberg 2026). Von Kartenaufnehmer-Seite heisst es jeweils, ein grösserer Massstab bedeute nicht mehr Details. Beim Laufen habe ich allerdings oft einen anderen Eindruck: Wo mehr Platz auf der Karte ist, scheint er über die Jahre auch gefüllt zu werden. Die Karten werden immer detailreicher – ob sie dadurch auch genauer werden, wage ich zu bezweifeln.
Wenn ich zwar zum Zeitungslesen eine Brille brauche, nicht aber am OL, frage ich mich etwas.
Eine gute Lesebrille, und/oder Lupe am Kompass, löst das Problem der kleinen Massstäbe auch (bei nicht überladenen Karten).
Der Mehraufwand für die Veranstalter: Was bei der Diskussion um grössere Massstäbe oft vergessen geht, ist der zusätzliche Aufwand, der bei den Veranstaltern anfällt:
  • Bei zusammengelegten Kategorien müssen für dieselbe Bahn Karten in unterschiedlichen Massstäben gedruckt werden. Das bedeutet mehr Arbeit und zusätzliche Fehlerquellen.
  • Je grösser der Massstab, desto weniger Karten passen auf ein A4-Blatt. Die Druckkosten steigen entsprechend und die Karten werden auch für die LäuferInnen unhandlich.
  • Ein Nachdruck vor Ort ist damit oft gar nicht mehr möglich. Einen A4-Drucker haben die meisten Clubs ohnehin für die Trainings, und er lässt sich problemlos an den Wettkampf mitnehmen. Passen die vergrösserten Karten aber nicht mehr auf A4, nützt uns dieser Drucker nichts mehr. Aus diesem Grund gab es in letzter Zeit mehrere OLs, an denen nicht vor Ort nachgedruckt werden konnte. Unmengen von Karten im Voraus zu drucken, ist aber nicht sehr umweltfreundlich.
Ich wünsche mir deshalb, dass wir diese Praxis der immer grösseren Massstäbe überdenken.
Die Mittel des Gönnerclubs könnten anderswo – zum Beispiel direkt bei den Veranstaltern oder in der Nachwuchsförderung – vermutlich mehr bewirken.

Liebe Grüsse 
Meieli Sieber, OLG Wislig
Dernière édition: il y a 1 semaine 10 heures par Meieli Sieber.

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