Am Zähringer OL-Weekend vom 28./29. März in Burgdorf und in Neuenegg konnten die Läuferinnen und Läufer nach der Winterpause ihre Form über die Mittel- und die Langdistanz testen.


Saisonstart im verschneiten Utzigenwull



Der Forst feierte am 2. Nationalen OL 2026
sein Comeback

Über 1400 Läuferinnen und Läufer liessen sich auf vielfältige Herausforderungen am Zähringer-Weekend ein. Der Wintereinbruch der vergangenen Tage sorgte am 1. Nationalen OL über die Mitteldistanz, der von der OL Regio Burgdorf organisiert wurde, für ein weiss überzuckertes Laufgelände. Am Mittag schien noch die Sonne, in der Folge kamen zunehmend Wolken auf, so dass die letzten Läuferinnen und Läufer bei Schneefall ins Ziel kamen.

Die längeren Bahnen waren zuerst in den steileren Hängen unterwegs und gelangten in der zweiten Hälfte auf das Plateau. Dort gab es ein dichtes Netz von Posten mit vielen Richtungsänderungen und hohen kartentechnischen Anforderungen. Die letzten Posten zum Ziel waren dann etwas rutschig und forderten die Läuferinnen und Läufer nochmals.

Juniorin mit Tagesbestzeit

In der Elitekategorie der Herren gab es einen Berner Doppelsieg: Daniel Hubmann aus Bremgarten gewann vor Fabian Aebersold aus Brügg. Bei den Damen siegte Sofie Bachmann vor Lisa Hubmann. Auf der gleichen Bahn lief die Juniorin Henriette Radzikowski aus Erlenbach die schnellste Zeit.

Langdistanz im Forst

Sofie Bachmann distanzierte die Konkurrentinnen auch am Sonntag in der Langdistanz. Hubmann und Aebersold verzichteten auf einen Start. Bei der Herren-Elite gewann der lettische Läufer Uldis Upitis, der am Samstag noch mit dem dritten Platz hinter den beiden Bernern Vorlieb nehmen musste.

Dass die OLG Bern für den 2. Nationalen OL den legendären Forst auswählte, wurde zuerst skeptisch aufgenommen. Denn der Wald galt nach dem Lothar-Sturm vor 26 Jahren als nicht mehr geeignet für OL. Mittlerweile hat er sich sichtlich erholt und wurde am Wochenende zur würdigen Kulisse für den Langdistanz-Wettkampf. Es fanden sich immer wieder sehr gut belaufbare Passagen – zum Teil durch hellgrün leuchtendes Moos. Etliche Läuferinnen und Läufer zeigten sich überrascht, wie wenig sie wegen Gebüsch und Dornen auf die Wege ausweichen mussten. Die älteren Teilnehmenden, die den Wald noch zu Zeiten vor dem Sturm kannten und schätzten, waren sich nach dem Lauf einig: «Endlich wieder einmal ein OL im Forst; das war schön.»

Fotos 1. Nationaler OL von Silvan Schletti 

Fotos 2. Nationaler OL von Silvan Schletti

Rangliste 1. Nationaler OL Mitteldistanz Utzigenwull

Rangliste 2. Nationaler OL Langdistanz Forst 

(Text: Esther Diener; Fotos: Silvan Schletti)