Das Schweizer Team läuft an der OL-WM 2026 in Genua in der Sprintstaffel zu WM-Gold. Das Team mit Natalia Gemperle, Tino Polsini, Fabian Aebersold und Simona Aebersold verteidigt damit den WM-Titel von 2024 souverän.


Start der Staffel


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Grosse Freude im Zieleinlauf


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Die neuen Weltmeister*innen

Zum Abschluss der OL-WM 2026 stand heute im historischen Zentrum rund um die Piazza Matteotti die Sprintstaffel auf dem Programm. Auf einem coupierten Kurs mit vielen Höhenmetern, engen Gassen und zahlreichen Routenwahlentscheiden galt es die Konzentration bis zum Ende hochzuhalten.

Die Schweizer Startläuferin Natalia Gemperle löste ihre Aufgabe souverän und konnte immer in der Spitzengruppe mitlaufen. Einzig eine nicht ganz ideale Route zum zweitletzten Posten kostete sie einige Sekunden, am Ende übergab sie mit 11 Sekunden Rückstand auf die führende Schwedin Hanna Lundberg an Tino Polsini. „Die Routen waren nicht ganz einfach, aber ich bin zufrieden, ich habe meine Aufgabe gut gelöst“, freut sich Gemperle.

Tino Polsini, der im Einzelsprint eine Medaille als Fünfter noch knapp verpasste, zeigte eine starke Leistung. Während Eirik Langedal Breivik für Norwegen das Tempo anzog und eine kleine Lücke zum Rest herauslaufen konnte, führte Polsini auf Position 2 die Verfolgungsgruppe an. Durch das Gassen-Labyrinth von Genua navigierte er ohne Zögern und konnte mit 10 Sekunden Rückstand an zweiter Stelle übergeben. „Ich bin genau so gelaufen, wie ich es mir vorgenommen habe und hatte immer alles Kontrolle. Es ist ein Privileg in diesem Staffelteam laufen zu können, dass ich nun so abliefern konnte, ist ein tolles Gefühl“, so der Baselbieter.

Fabian Aebersold nahm die Verfolgung des Führenden Norwegers Kasper Harlem Fosser auf. Dieser zeigte seine Stärke und vergrösserte den Vorsprung weiter. Dahinter behielt Aebersold trotz der Hitze einen kühlen Kopf und kam ohne Fehler durch seinen Lauf. So verteidigte er die zweite Position und übergab mit 28 Sekunden Rückstand an seine ältere Schwester Simona Aebersold. „Schon so oft ist mir ein dummer Fehler unterlaufen, endlich hatte ich ein perfektes Rennen. Ich bin überglücklich, dass ich heute diese Leistung zeigen konnte. Ich wusste, dass wir mit Simona eine starke Schlussläuferin haben, und dadurch war ich wohl auch weniger gestresst als meine Gegner. Das hat mir geholfen ruhig zu bleiben und keine Fehler zu machen“, erzählt Fabian Aebersold.

Simona Aebersold dominierte bereits im Einzelsprint ihre Konkurrenz und zeigte auch heute ihre Klasse. Rasch holte sie den Rückstand auf die Norwegerin Pia Young Vik auf. Mit einem höheren Lauftempo und fehlerfreiem Orientieren hängte sie die Norwegerin ab und durfte mit ihren Team-Kolleg*innen als sichere Siegerin ins Ziel einlaufen. Young Vik musste sich am Ende auch noch von der Schwedin Karolin Ohlsson ein- und überholen lassen. So geht Silber an Schweden und Bronze an Norwegen. „Ich konnte abschliessen, was meine Teamkolleginnen und -kollegen bereits super angefangen haben. Nach 2024 den WM-Titel zu verteidigen ist extrem cool und ein wunderbarer Abschluss dieser WM“, so Aebersold, die damit ihre zweite Goldmedaille dieser Titelkämpfe gewinnt. Bereits an der WM 2024 in Edinburgh lief sie gemeinsam mit Natalia Gemperle, Joey Hadorn und Riccardo Rancan zu WM-Gold.

Mit zwei Goldmedaillen und drei weiteren Top-6-Rängen enden für das Schweizer Team erfolgreiche Weltmeisterschaften. Nun steht der Wechsel in die Wald-Disziplinen an, mit dem Weltcup in Tschechien anfangs August als nächster internationaler Wettkampf.

Resultate

Genua. Orientierungslauf-WM. Sprintstaffel. Strecke 1 + 4 (3,7 km, 115 HM, 15 Po.) und Strecke 2 + 3 (4,0 km, 155, 17 Po.): 1. Schweiz (Natalia Gemperle, Tino Polsini, Fabian Aebersold, Simona Aebersold) 1:03:14 Stunden. 2. Schweden (Hanna Lundberg, Karolin Ohlsson, Isac von Krusenstierna, Gustav Runefors) 00:20 Min. zurück. 3. Norwegen (Victoria Haestad Bjornstad, Eirik Langedal Breivik, Kasper Harlem Fosser, Pia Young Vik) 00:38.

Offizielle Kanäle des Swiss Orienteering Teams

(Text: Annalena Schmid, Fotos: Sandro Anderes)