Transparenz bei Juryentscheidungen

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il y a 1 jour 1 heure - il y a 1 jour 1 heure #3466 par Peter Lais
Ein im Ergebnis ähnliches Erlebnis zeigt, dass dies kein ungewöhnlicher Einzelfall ist:

Bei einem (unbedeutenden) Abendlauf war bei 2 SI-Einheiten die AIR+-Funktion nicht freigegeben. Einige (und zwar keine Kinder!) haben nicht darauf geachtet, dass ihre SI-Card kein Pieps und auch kein Blinklicht von sich gegeben hat. Die Posten fehlten also im Ziel. Aus Erbarmen wurden sie nachträglich doch noch als klassiert aufgeführt, obwohl die Einheit grundsätzlich funktionierte. Sie hätten nur anhalten und nach alter Sitte badgen müssen. Eine öffentliche Begründung für die Ranglistenkorrektur fehlte hier ebenfalls.

Bitte deshalb an alle Auswerteverantwortlichen: Denkt doch bei solchen Eingriffen in die Rangliste an diejenigen, die sich korrekt verhalten haben und durch die Situation Zeit eingebüsst haben. An der MOM könnten es gemäss E.Kläy 40 Personen gewesen sein.
Peter Lais
Dernière édition: il y a 1 jour 1 heure par Peter Lais.

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il y a 1 jour 3 heures - il y a 1 jour 3 heures #3465 par Thomas Curiger
Ciao zusammen

No Offense, aber einfach damit die TDs an ihrer Tagung nicht nur über die IOF-Regeln wettern; 2024 wurde gemäss  www.swiss-orienteering.ch/files/kommissi...nach_Jahren_2024.pdf der Art. 118bis, welcher den Minimalabstand zwischen Posten regelt, an die IOF-Regelung angepasst.

Demnach geht es nicht darum, ob es sich beim Wettkampf um einen World Ranking Event handelt, sondern darum, ob ein TD zum Einsatz kommt. (Gemäss Wettkampfrichterentscheid gälte es also möglicherweise, kategorienübergreifend sämtliche entstandene Postenfehler bei diesen beiden Posten zu korrigieren...)

Meine Meinung dazu: Abschaffung des Minimalabstandes, dann muss jeder und jede Postennummern kontrollieren  .

Cheers
Thomas
Dernière édition: il y a 1 jour 3 heures par Thomas Curiger.

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il y a 1 jour 5 heures #3464 par Matthias Niggli
Guten Tag zusammen
 
Vielen Dank für eure Einträge und die Diskussion über den Vorfall.  
Marius hat die Tatsache richtig geschildert, die beiden Posten standen zu nahe, was gemäss IOF-Regeln (die an einem WRE-Event massgebend sind) nicht korrekt ist. 
Der Wettkampfrichter wurde nach dem Wettkampf von einem Läufer aufgefordert, die Läuferinnen und Läufer der WRE-Kategorien zu werten, die dort den falschen Posten quittierten. 
Der Wettkampfrichter traf danach den Entscheid, dass die Läuferinnen und Läufer klassiert werden, da die Posten so nicht hätten stehen dürfen. Er beurteilte die beiden Standorte so, dass sie nicht «distinctly different» sind. 
Auf diesen Entscheid wurde keine Beschwerde eingereicht, somit gab es keinen Juryentscheid. 

Daniel Hubmann, als direkt Betroffener, hat sich unterdessen auf seiner Webseite ebenfalls geäussert: www.danielhubmann.ch
 
In der Hektik des Wettkampftages ging es zuerst vergessen, über diesen Entscheid auf der Rangliste zu informieren. Nachträglich wurde der Hinweis auf den Entscheid noch angefügt. 
 
Wir werden diesen Sachverhalt sicher aufnehmen, um in einem nächsten Fall besser und offensiver zu kommunizieren. Es ist uns bewusst, dass ein solcher Entscheid interessiert. Wie die Tatsache zu beurteilen ist, ist wie immer nicht schwarz-weiss, sondern eine Abwägung. Wir sind dankbar, wenn solche Entscheide akzeptiert, aber durchaus auch kritisch beurteilt und diskutiert werden. 
 
Der wichtigste Punkt ist aber, dass wir daraus lernen und die richtigen Schlüsse für zukünftige Anlässe ziehen. Wir können euch versichern, dass wir das innerhalb der Kommission Technik und der TD-Gruppe machen werden. 

Matthias Niggli
Chef-TD Swiss Orienteering

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il y a 1 jour 17 heures #3463 par Radovan Bürki
Heute abend hat mir jemand erklärt, die Ranglistenkorrektur sei nicht aufgrund eines Juryentscheids erfolgt. Also veranstalterseits, einen absehbaren Juryentscheid vorwegnehmend. Das ändert für mich am Kern der Diskussion nichts.

Btw von meinen Bekannten habe ich nur Gutes gehört über das ANCO-Meisterschaftsweekend. "Endlich wieder mal Jura", gutes Gelände, gute Bahnen, super Wetter.

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il y a 2 jours 7 heures - il y a 2 jours 7 heures #3462 par Urs Zinniker
Die Jury muss entscheiden ob die Posten regelkonform gesetzt waren. Kommt sie zum Schluss dass alles Regelkonform war so dürfen die fehlbaren Läufer nicht klassiert werden. Kommt sie zum Schluss dass die Posten nicht regelkonform waren so muss der Wettkampf annulliert werden.
Diese beiden Posten wurden von dutzenden, vielleicht hunderten angelaufen. Was ist mit all denen welche durch die Korrektur Zeit verloren haben oder in anderen Kategorien nicht klassiert wurden?
Der aktuelle Juryentscheid ist ganz einfach falsch und so nicht möglich. Es ist häufig hart einen Entscheid zu fällen, aber ein Nichtentscheid in der Hoffnung alle zufrieden zu stellen macht Regeln zur Farce.
Dernière édition: il y a 2 jours 7 heures par Urs Zinniker.

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il y a 2 jours 16 heures #3459 par Radovan Bürki
Wie Ernst Kläy erwähnt, geht es wesentlich darum, ob die zwei Postenstandorte so "distinctly different" waren, wie die IOF-Regel verlangt bei kleinerem Abstand als 60 m. Ich beurteile das aber anders als er. Eine Senke und eine Mulde können auch für einen technisch wohlbeschlagenen Wettkämpfer zum Verwechseln ähnlich aussehen. Je nach Blickwinkel, Steilheit der Ränder, Ausmass, Bewachsung, Beleuchtung, Längs- und Querschnitten usw gleichen einander die zwei Features unter Umständen sehr. Da finde ich es vertretbar, dass der Läufer nicht bestraft werden soll, weil er bei doch recht präziser Navigation auf das Abgleichen der Zahlen verzichtet. Dieser Zeitaufwand gehört ja nicht zur eigentlichen Idee vom Orientieren und Laufen, kann aber, summiert über den Wettkampf, den Sieg kosten.
Ich nehme an, dass das Bahnlegungsteam die Unterschiedlichkeit in guten Treuen anders beurteilte als später die Jury. Mit so etwas müssen wir leben.
Die entsprechende IOF-Regel könnte man theoretisch auf mehreren A4-Seiten präzisieren und verfeinern, das ergäbe aber nicht unbedingt weniger Diskussionen. Am Schluss muss immer eine Jury innert nützlicher Frist entscheiden. Ich würde in der vorliegenden Sache nicht von Parteilichkeit sprechen.
Noch ein kleines Gedankenspiel: Nehmen wir an, eine vergleichbare Strapazierung der IOF-Regeln träte an einer WM auf. Es ginge darum, ob die Schweizerin mit Silbermedaille und Bouquet vom Flower-Ceremony-Podest winkt oder als Nichtklassierte im Mannschaftszelt bittere Tränen der Enttäuschung weint. Was erwartet die Schweizer OL-Community vom Delegationsleiter? Eine Einsprache natürlich, und das aus mehr als einem Grund. Warum ein Läufer an einer SM im gleichen Fall schweigend seine Nichtklassierung gutheissen soll, frage ich mich.

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