Ein Neuroathletiktraining sollte, wenn immer möglich, von einem entsprechend ausgebildeten Coach individuell auf die Bedürfnisse der Sportlerin oder des Sportlers zusammengestellt werden. Diese einfachen Übungen kann man aber auch selbst mal ausprobieren – ohne Garantie allerdings, dass sie etwas bringen. Spass macht es trotzdem!  

Augenliegestütz

Diese Übung soll den Sehsinn stärken. Strecke den Arm aus, und fixiere den hochgestreckten Daumen mit beiden Augen, und zwar während der ganzen Übung! Nun führe den Arm langsam bis kurz vor die Nase, bis das Bild unscharf wird. Dann strecke den Arm langsam wieder aus. 5–10-mal wiederholen. Achtung: Die Übung ist anstrengender, als es sich anhört.  

Zungenkreise

Kreise die Zunge im Mund, zum Beispiel fünfmal in die eine, fünfmal in die andere Richtung. Diese Übung soll eine entspannende Wirkung auf die Nackenmuskulatur haben und Kopfschmerzen lindern.  

Linienstand 

Eine Übung für den Gleichgewichtssinn: Stelle den rechten Fuss hinter den linken, Zehe an Ferse, und versuche möglichst lange die Balance zu halten. Wechsle dann die Fussstellung. Steigere die Schwierigkeit, indem du die Augen schliesst oder den Kopf zur Seite drehst.  

Tennisbälle

Mit dieser Übung trainierst Du das Raumgefühl. Es braucht dazu eine/n Partner/in mit zwei Tennisbällen. Er oder sie wirft die Bälle in dein Umfeld und ruft dazu ein Kommando, zum Beispiel A, B oder C (man kann sich auch auf Zahlen oder Farben einigen). A bedeutet, der Ball darf einmal aufschlagen, B bedeutet, dass er zweimal aufschlagen darf und C, dass er gar nie aufschlagen darf. Du musst die Bälle entsprechend dem Kommando fangen und zurückwerfen. 

Ballon aufblasen

Blase einen Ballon auf und achte darauf, wie viele Atemstösse du brauchst. Versuche beim zweiten Mal, mit einem Atemstoss weniger auszukommen. Und so weiter. Diese Übung hilft dir, tiefer zu atmen und so die Kondition und Kraft zu verbessern.