Am OL-Weltcup in Idre Fjäll läuft Simona Aebersold auch über die Mitteldistanz auf Rang 2. Die Schweizer Männer verpassen bei einem schwedischen Vierfach-Sieg die Top Ten.
An der ersten Weltcuprunde der Saison 2025 stand heute ein Wettkampf über die Mitteldistanz an. Das anspruchsvolle Gelände von Idre Fjäll bot viel Dramatik, bekundeten doch viele Athletinnen und Athleten Mühe mit dem teils diffusen Gelände, in welchem exaktes Navigieren auf sehr steinigem Untergrund zur grossen Herausforderung wurde.
Insbesondere Posten 8 stellte einen Grossteil der Athlet*innen vor grosse Schwierigkeiten, so auch Simona Aebersold. Sie konnte den Fehler jedoch in Grenzen halten und mit einem äusserst starken Schlussteil nochmals viel Zeit gutmachen. Am Ende musste sie sich einzig Tove Alexandersson (SWE) geschlagen geben. Diese führte zwischenzeitlich deutlich, beging jedoch einen Fehler zu Ende des Laufs und so betrug der Rückstand von Aebersold im Ziel lediglich 27 Sekunden. Auf Rang 3 läuft die Französin Cécile Calandry mit 1:27 Minuten Rückstand.
Simona Aebersold sagt zu ihrer Leistung: «Der 8. Posten hatte es wirklich in sich, ich habe dort viel Zeit verloren und schon gedacht, das Rennen sei nun gelaufen. Als ich dann aber immer mehr Läuferinnen einholte, schöpfte ich wieder neue Hoffnung. Abgesehen von diesem Fehler lief ich ein super Wettkampf und so freue ich mich auf das morgige Rennen.»
Weiterhin nicht richtig auf Touren kommt die zweite Schweizer Spitzenläuferin Natalia Gemperle, die bei mehreren Posten Zeit verlor. Am Ende resultiert für sie als zweitbeste Schweizerin der 16. Schlussrang.
Schweizer Herren geschlagen
Während die Schweden in ihrem Heimgelände einen Vierfach-Sieg feierten – Max Peter Bejmer gewinnt vor Anton Johansson, Gustav Bergman und Emil Svensk – verpassten die Schweizer Männer die Top Ten. Vielen unterliefen zeitraubende Fehler und so läuft Fabian Aebersold als bester Schweizer auf Rang 18, direkt vor Daniel Hubmann auf Rang 19. Jonas Egger auf Rang 21 und Matthias Kyburz auf Rang 22 klassieren sich gleich dahinter.
Fabian Aebersold meint nach dem Lauf: «Es war sehr schwierig, stets die Kontrolle zu behalten und alle Geländedetails korrekt der Karte zuzuordnen. Auch ich wurde nicht von einem grösseren Fehler verschont, konnte dann aber einen soliden Schlussteil zeigen.»
Morgen steht zum Abschluss der Weltcuprunde eine Staffel an. Pro Nation starten je drei Teams mit jeweils drei Athletinnen respektive Athleten. Die Aufstellungen des Schweizer Teams werden am späteren Samstagabend auf den Verbandskanälen von Swiss Orienteering bekanntgeben.
Resultate
Idre Fjäll. Orientierungslauf-Weltcup. Mitteldistanz. Frauen (5,0 km, 165 HM, 21 Po.): 1. Tove Alexandersson (SWE) 34:35 Minuten. 2. Simona Aebersold (SUI) 00:27 Min. zurück. 3. Cécile Calandry (FRA) 01:27. 4. Amy Nymalm (FI) 01:48. 5. Andrine Benjaminsen (NOR) 02:41. 6. Lotta Karhola (FI) 03:13.
Ferner: 16. Natalia Gemperle (SUI) 06:16. 21. Alina Niggli (SUI) 07:07. 22. Sofie Bachmann (SUI) 07:18. 28. Paula Gross (SUI) 09:19. 40. Annick Meister (SUI) 14:28. 44. Sanna Hotz (SUI) 14:58. 60. Inès Berger (SUI) 21:46. 69. Marion Aebi (SUI) 35:35.
Männer (6,1 km, 230 HM, 21 Po.): 1. Max Peter Bejmer (SWE) 35:16 Minuten. 2. Anton Johansson (SWE) 00:13 zurück. 3. Gustav Bergman (SWE) 00:26. 4. Emil Svensk (SWE) 35:44. 5. Quentin Moulet (FRA) 01:03. 6. Mathieu Perrin (FRA) 01:41.
Ferner: 18. Fabian Aebersold (SUI) 03:10. 19. Daniel Hubmann (SUI) 03:22. 21. Jonas Egger (SUI) 03:52. 22. Matthias Kyburz (SUI) 04:04. 26. Tino Polsini (SUI) 05:13. 40. Timo Tantanini (SUI) 07:28. 47. Martin Hubmann (SU) 10:07. 58. Riccardo Rancan (SUI) 14:17. Falscher Posten: Joey Hadorn (SUI).
Die Wettkämpfe können live im IOF Web-TV mitverfolgt werden. Die TV-Zeiten sind:
- Langdistanz, 19.6.2025: 15:45-19:50CEST
- Mitteldistanz, 21.6.2025: 15:50-19:30 CEST
- Staffel, 22.6.2025: 10:50- 15:05 CEST
Weiterführende Informationen gibt es im IOF Livecenter (Startlisten, Ranglisten, GPS-Tracking, Live Resultate), auf der Veranstaltungswebsite sowie den Kanälen von Swiss Orienteering.
(Text: Annalena Schmid, Fotos: Tero Marjamäki)


