Heute wurde die Junior*innen-WM (JWOC) mit der Sprintstaffel eröffnet. Trotz vieler guter Leistungen blieb ein Schweizer Exploit aus. Während Schweiz 1 einen Posten verpasste, erreichte Schweiz 2 mit Rahel Good, Gratian Böhi, Corsin Müller und Kati Hotz den 10. Rang. Tschechien gewann die Sprintstaffel mit einem deutlichen Vorsprung auf Schweden und Ungarn, bei welchen es zu einem Fotofinish kam.
In brütender Hitze – laut meteoblue.com betrug die gefühlte Temperatur 38 °C – liefen die Juniorinnen und Junioren mit der Sprintstaffel den ersten Wettkampf der diesjährigen JWOC. Die Bahnen beinhalteten spannende Routenwahlen und einen physisch und mental sehr anspruchsvollen Schlussteil. Die stechende Sonne und die Steigung liessen einige Athletinnen und Athleten an ihre Grenzen stossen.
Schweiz auf Rang 10
Wie an der JWOC üblich, dürfen pro Nation mehrere Teams ins Rennen geschickt werden. Schlussendlich wird jedoch lediglich das bestklassierte Team gewertet. Lange kämpfte Schweiz 1 mit Henriette Radzikowski, David Baumberger, Loïc Berger und Seline Sannwald um eine Top-Platzierung. Doch dann lief Seline auf der letzten Strecke an einem Posten vorbei, ohne ihn zu stempeln. Erst nachdem sie als Vierte ins Ziel eingelaufen war, bemerkte sie den Fehler. «Es war eine sehr enge letzte Strecke mit vielen Läuferinnen nahe beieinander. Da ist es schade, dass dies passiert ist», resümiert der Cheftrainer Andreas Sølberg. «Abgesehen von diesem Fehler haben alle im ersten Team solide Leistungen gezeigt. Ich denke, die Athletinnen und Athleten sind bereit für morgen.»
In die Bretsche springen konnte das zweite Schweizer Team mit Rahel Good, Gratian Böhi, Corsin Müller und Kati Hotz. Gemeinsam liefen sie mit soliden Leistungen auf den 10. Rang. Das Team Schweiz 3 mit Leonie Mathis, Leander Wylenmann, Jonas Vogel und Coralie Waldner erreichte den inoffiziellen 23. Rang.
Besonders gute Streckenzeiten gelangen Leonie Mathis und Loïc Berger. Leonie, für Schweiz 3 auf dem Start und mit einer Startposition weit hinten, konnte eine ganze Reihe von Athletinnen überholen. Ins Ziel kam sie als Dritte, lediglich drei Sekunden nach der führenden Tschechin. Zusätzlich hat sie die Atmosphäre am Start genossen: «Das Gefühl, du weisst, es geht gleich los, und alle Nationen sind um dich herum, das war sehr toll», lacht die Nidwaldnerin im Ziel. Loïc kann im Ziel lediglich von einem Fünf-Sekunden-Fehler berichten: «Mein Lauf war sehr gut. Jetzt stimmt auch der Spirit für die nächsten Läufe», freut er sich. Auf der dritten Strecke verkleinerte er den Rückstand für Schweiz 1 von anfangs gut 30 Sekunden auf fünf Sekunden.
Eine weitere Staffel-Chance bekommen die jungen Athlet*innen und Athleten am Donnerstag in mit der Waldstaffel. Morgen findet der Einzelsprint in Cembra statt. Ab 9:30 kann der Wettkampf im IOF-TV mitverfolgt werden.
Die Resultate im Detail sind hier zu finden.
(Text: Sina Tommer, Fotos: Eszter Kocsik)


